Silber im Doppelpack für heimische Reiterinnen

Vielseitigkeitsturnier in Hessen

Das hessische Lauterbach war ein gutes Pflaster für die heimischen Vielseitigskeitsreiter. Johanna Schulze Thier vom RV von Nagel Herbern belegte am Wochenende mit Mondeo Platz zwei bei den Deutschen Ponymeisterschaften. Für Josephine Schulze-Bisping vom RV St. Georg Werne lief es zunächst nicht gut, ehe auch sie ein Erfolgserlebnis hatte.

WERNE/HERBERN

, 19.09.2016, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Josephine Schulze-Bisping wurde Zweite im Bundesfinale mit Abke’s Boy.

Josephine Schulze-Bisping wurde Zweite im Bundesfinale mit Abke’s Boy.

Schon mehrfach war der Vielseitigkeitsstandort Lauterbach rund um das Schloss Sickendorf Gastgeber von Bundesveranstaltungen. Lauterbach ist auch die Geburtsstätte der Goldenen Schärpe für Pferde. 32 Ponyreiter hatten für die Titelkämpfe genannt.

Nach der Dressur belegte die Aschebergerin Schulze Thier den zwölften Platz. Der spätere Sieger Konstantin Harting aus dem Rheinland war als Dressur-Sieger bereits ein ganzes Stück enteilt. Im Gelände kam Schulze Thier als Achte ins Ziel. 1,60 Fehlerpunkte hatte sie gesammelt, 6:16 Minuten benötigte sie für den Geländeritt. Das bedeutete Platz neun nach zwei von drei Teildisziplinen. Die Medaille war ein ganzes Stück entfernt.

Im Springen zeigte Schulze Thier aber ihre ganze Klasse. Ohne Abwurf steuerte sie Mondeo durch den Parcours. Die vor ihr platzierten Reiter hingegen patzten, zum Teil auch mehrfach. Das brachte die von-Nagel-Reiterin ganz weit nach vorne im Klassement bis auf Rang zwei. Einzig Konstantin Harting zeigte weiter keine Nerven, war mit Camillo eines von nur sieben Paaren ohne Abwurf.

Josephine Schulze-Bisping musste auf den Start bei den Ponymeisterschaften verzichten. Ihr Pony Merano war nicht fit. Dafür überzeugte Schulze-Bisping mit Abke's Boy im U15-Bundesfinale als Zweitplatzierte. Mit dem erfahrenen Abke's Boy hatte sie zuletzt Silber beim Westfälischen Vielseitigkeits-Championat geholt. Das Bundesfinale wurde in einer Vielseitigkeitsprüfung der Klasse L ausgeritten.

Es dient als Saisonhöhepunkt für Nachwuchsreiter mit Pferden, die im kommenden Jahr die Teilnahme an der Deutschen Juniorenmeisterschaft anstreben. Zugleich ist es das Finale des Derby-Dynamic-Junioren-Cups. 18 Paare hatten genannt. Titelverteidigerin Anna Lena Schaaf aus dem Rheinland siegte erneut mit deutlichem Vorsprung. Dahinter aber brachten drei konstante Auftritte der Wernerin Schulze-Bisping Rang zwei. Den hatte sie auch nach der Dressur schon belegt. Ein fünfter Platz im Gelände und der vierte Platz im Springen genügten, um den Silberrang abzusichern. Den Ehrenpreis, ein Trainingsaufenthalt und Lehrgang in einem Spitzenstall, wurde von Fritz Lutter, Bundestrainer Ponys und Junioren, überreicht.

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