So geht es nach dem zweiten Abstieg in Serie beim Werner SC II weiter

rnFußball-Kreisliga B

Der Werner SC II hat einen üblen Absturz hinter sich. Seit dem Wochenende steht der zweite Abstieg hintereinander fest. WSC-Fußballchef Thomas Overmann zieht ein durchaus hartes Fazit.

Werne

, 13.05.2019, 14:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wenn Fußballspielen etwas mit Leistung zu tun hat, sind sie heute alle angepisst“, sagt Thomas Overmann, Fußballchef des Werner SC. Harte Worte, die Overmann wählt. Nüchtern stellt man nach einem Blick auf die Tabelle fest: Die B-Liga-Fußballer der Werner SC II haben in dieser Saison zu wenig Leistung gezeigt. Nach dem 1:9 gegen den SC Capelle steht der Abstieg in die Kreisliga C fest - erst in der vergangenen Saison stieg die Mannschaft aus der Kreisliga A ab.

Overmann macht deutlich: Der Werner SC hat in der kommenden Saison eine Mannschaft in der Kreisliga B - die dritte Mannschaft hielt souverän die Klasse - und damit hätte man im Herrenbereich einen Unterbau für die Landesliga-Elf.

Landesliga steht an erster Stelle

Die stünde in der Prioritätenliste beim WSC klar an erster Stelle. „Das Aushängeschild ist die erste Mannschaft“, sagt Overmann. Und um Spieler an diese heranzuführen, benötige man mindestens eine Reserve in der A-Liga - und selbst dann sei es laut Overmann „unrealistisch“, dass der Sprung vielen Akteuren gelänge. Deshalb sei das Ziel des WSC mittelfristig auch „eine ganz junge U23“, so Overmann.

Das bedeutet allerdings nicht das Aus für die aktuelle zweite Mannschaft. Overmann sagt zwar: „Eine Mannschaft künstlich am Leben zu erhalten, ist nicht immer sinnvoll. Es ist kein Muss, drei Mannschaften zu stellen.“ Der WSC will aber jedem eine Spielmöglichkeit geben. „Wenn wir genug Spieler haben, werden wir eine melden. Da werden wir uns nicht querstellen“, verspricht Overmann. Einzige Voraussetzung: „Es muss Sinn machen“. Falls die Werner auch in der kommenden Spielzeit drei Herrenmannschaften melden, würde die aktuelle Zweite jedenfalls zur neuen dritten Mannschaft.

Keine Aufwandsentschädigung für die Reserven

Erneut genügend Fußballer für drei Teams zusammenzukriegen, dürfte keine leichte Aufgabe werden. Beim WSC II haben sich schon mehrere Abgänge angekündigt. Overmann wird für Spieler unterhalb der Landesliga-Mannschaft jedenfalls nicht finanziell um externe Neuzugänge werben. „Das geht nicht“, sagt Overmann zu einer möglichen Aufwandsentschädigung. Er weiß aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung aber auch: „Die spielen ja nicht wegen der frischen Luft.“

Den Fußballchef hat schon der Abstieg aus der Kreisliga A im vergangenen Jahr gestört. 32 Spieler plus Trainergespann sei der Kader da stark gewesen, am Ende habe aber kaum ein Akteur mehr als ein Drittel aller Partien absolviert. „Wenn ihr regelmäßig da gewesen wärt, wären wir nicht abgestiegen“, so Overmann mit Bezug zum Abstieg 2018.

Der jetzige Fall in die Kreisliga C sei eine Folge davon gewesen. Schließlich wechselten anschließend einige verbliebene Spieler zu GS Cappenberg und zum VfB Lünen - darunter vor allem eigentlich treue WSC-Spieler. Davon sei Overmann enttäuscht gewesen. „Das habe ich ihnen auch persönlich gesagt.“

„Man hätte es einfacher machen können“

„Da kann man nicht immer sagen: Die erste Mannschaft muss die Kastanien aus dem Feuer holen“, findet der Fußballchef. Den Abstieg hätte der WSC trotzdem nochmal verhindern können, glaubt Overmann. Dafür hätte die Landesliga-Elf aber Spieler an die zweite Mannschaft abgeben müssen. Das wollte Overmann - auch wegen einer möglichen Wettbewerbsverzerrung - nicht. „Man hätte es einfacher machen können. Dann hätten wir mit der ganzen Sache nichts zu tun gehabt“, sagt er.

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