So haben die Kreisliga-Fußballer aus Werne und Herbern gespielt

Fußball: Kreisliga

Eintracht Werne siegt im Spitzenspiel, Stockum holt nach einer aufregenden Schlussphase einen Punkt, Herbern II geht in Bösensell unter, Wernes Reserve gewinnt trotz Verletzungspech.

Werne, Herbern

, 06.10.2019, 22:18 Uhr / Lesedauer: 4 min
So haben die Kreisliga-Fußballer aus Werne und Herbern gespielt

Eintracht Werne war gegen den Hammer SC die deutlich bessere Mannschaft. © Johanna Wiening

Der Fußball-A-Ligist SV Stockum hat am Sonntag im Heimspiel gegen den BV 09 Hamm einen Punkt geholt. Die Stockumer trennten sich nach einer aufregenden Schlussphase 2:2 (0:1).

Kreisliga A1 Unna-Hamm

SV Stockum - BV 09 Hamm

2:2 (0:1)

Für Stockums Trainer Zakaria Slimani war der Punkt wichtig für die Moral. „Wir hatten ja zuletzt sechsmal hintereinander verloren, wobei wir in den Spielen eigentlich nicht schlechter waren. Heute haben wir uns mit einem Punkt belohnt.“ Auf einem durch den Regen schwer bespielbaren Naturrasen, waren beide Mannschaften gleichwertig.

Den besseren Start erwischten die Gäste. Bereits nach zwei Minuten lagen die Hausherren in Rückstand. „Wir sind heute etwas schläfrig in das Spiel gestartet. Aber es war schön, zu sehen, dass sich die Mannschaft von dem frühen Rückstand nicht beeindrucken lassen hat“, sagte Slimani. Sein Team habe weiter ruhig gespielt und sich an die taktischen Vorgaben gehalten – und die Stockumer wurden belohnt. Sanel Mehovic traf im zweiten Durchgang zum 1:1 (66.).

Partie bleibt bis zum Schluss spannend

Beide Mannschaften hatten nun gute Chancen auf den Siegtreffer. Stockums Torhüter Thomas Goeke war gut aufgelegt und hielt sein Team im Spiel. Dann die 88. Minute. Jordi Koch traf zur 2:1-Führung für Hamm. So sah der BV schon aus wie der glückliche Sieger.

Dann bekam Stockum in der Nachspielzeit einen Strafstoß zugesprochen. SVS-Kapitän Marin Medjedovic nahm sich die Kugel und versenkte sicher unten rechts. „Marin ist als Kapitän vorangegangen. Er hat sich die Kugel sofort geschnappt. In dieser Situation tut uns der Punkt schon ziemlich gut“, so Slimani.

SV Stockum: Goeke – Medjedovic, Partlak, Ö. Eliyazici (86. A. Bhihi), Rissane, Mehovic, N. Bhihi (77. Grzegorz), Yilmaz (69. Naji), Bouaid, Laoudi

Tore: 0:1 (2.), 1:1 Mehovic (66.), 1:2 (88.), 2:2 Medjedovic (90./FE)

Das Spitzenspiel des Kreisliga-Spieltags hat einen deutlichen Sieger: Eintracht Werne konnte den Hammer SC mit 5:2 bezwingen und zog auch in der Tabelle an den Gästen vorbei.

Kreisliga A1

Eintr. Werne - Hammer SC 2008

5:2 (3:1)

Dass sie in den letzten sieben Tagen bereits zwei Spiele in den Knochen hatten, war den Spielern von Eintracht Werne nicht anzumerken. Nach dem überzeugenden 5:2-Sieg gegen den Tabellenzweiten steht das Team nun auf Platz vier. „Wir haben in den drei Spielen insgesamt zwölf Tore geschossen. Das macht schon Spaß“, resümierte Kapitän Enes Akyüz.

Der Werner war an fast jeder Chance seiner Mannschaft beteiligt und sorgte für einen furiosen Start. Bereits in der fünften Minute verfehlte der Kapitän das Tor der Gäste nur knapp. In der Folge spielte sich seine Mannschaft ein deutliches Chancenplus heraus.

„Unnötiger Gegentreffer“

Den ersten Treffer erzielte aber ein anderer. In der zwölften Minute köpfte Serkan Adas den Ball zum 1:0 ins Tor. Großer Jubel bei der Eintracht, doch die Freude darüber währte nicht lange: Schon in der 20. Minute traf Dennis Vittinghoff für den Hammer SC zum zwischenzeitlichen Ausgleich. „Da hatten die Gegner den ersten langen Ball und wir sind uns uneinig. Ein unnötiger Gegentreffer“, so Eintracht-Trainer Mario Martinovic.

Seine Mannschaft ließ sich davon aber nicht beeindrucken. In der 28. Minute kam dann auch Enes Akyüz mit einem sehenswerten Freistoßtor zum Erfolg, Abdullah Sahin erhöhte kurz vor dem Pausenpfiff auf 3:1.

„Einen Gang zurückfahren“

Für das Team von Mario Martinovic war die eindeutige Führung ein willkommenes Pausenergebnis. „Wir konnten es uns so leisten, nach der Pause einen Gang zurückzufahren“, berichtet der Trainer. So kam der Hammer SC nach dem Wiederanpfiff zu mehr Spielanteilen, konnte sich aber keine entscheidenden Chancen herausspielen. Stattdessen waren es Tunahan Sari (70.) und erneut Abdullah Sahin (77.), die auf 5:1 für Eintracht Werne erhöhten. Das 5:2 für die Gäste war nur noch Ergebniskosmetik.

Mario Martinovic zeigte sich nach dem Abpfiff hoch zufrieden: „Es macht im Moment einfach Spaß, den Jungs zuzuschauen.“

Eintracht: Rafalski - Sari, Akyüz, Sahin, Schiller, Martinovic, Ünal, Adas, Karaca, Souita, Ünal

Tore: 1:0 Adas (12.), 1:1 (20.), 2:1 Akyüz (28.), 3:1 Sahin (45.), 4:1 Sari (70.), 5:1 Sahin (77.), 5:2 (78.)

Deftige Klatsche für Herberns Reserve. Beim Spitzenreiter der Kreisliga A2 Münster, SV Bösensell, verlor das Team von Trainer Daniel Heitmann am Sonntag mit 0:6 (0:3).

Kreisliga A2

SV Bösensell - SV Herbern II

6:0 (3:0)

Für die Herberner war es eine sehr hohe, aber keine schmerzhafte Niederlage. Das 0:6 ist auch in der Höhe verdient. Sucht man die Gründe für die Pleite, wird man schnell fündig. Die Gäste hatten beim Spitzenreiter einfach zu viele Ausfälle. „Ich hatte kurz vor der Partie noch Absagen von Verletzungen und Urlauben bekommen. So mussten wir die Mannschaft ordentlich umstellen“, sagte Heitmann. Das merkte man vor allem in der Defensive. Die komplette Viererkette musste ausgewechselt werden. Mit Mario Nienhaus stand beim SV Herbern ein Spieler auf dem Feld, der schon monatelang nicht mehr gegen den Ball getreten hatte.

Bösensell startete gut in die Partie. Bereits nach sechs Minuten brachte Nils Schulze Spüntrup seine Mannschaft in Führung. Florian Bußmann (26.) und Till Leifken (33.) schraubten das Ergebnis gegen die überforderte Herberner Mannschaft bis zur Pause auf 3:0 nach oben. Danach war die Partie schon entschieden. Schulze Spüntrup (48.) und Bußmann (80.) erzielten im zweiten Durchgang noch ihre zweiten Treffer. Den Schlusspunkt setzte Lennard Overhoff (86.).

Heitmann: „Keinen Vorwurf“

„Man muss auch ehrlich zugeben, dass Bösensell einfach eine gute Mannschaft hat. Die stehen ja nicht umsonst seit Jahren in der Spitzengruppe der Liga. Ich möchte meinen Spielern heute auch gar keinen Vorwurf für die Leistung machen. Da mussten meine Akteure teilweise auf ungewohnten Positionen spielen. Es war nicht mehr möglich“, so Heitmann.

In der kommenden Woche empfangen die Blau-Gelben den SV Rinkerode. Heitmann möchte das Spiel gegen Bösensell schnell abhaken. „Ich denke am kommenden Sonntag wird der Gegner eher unserer Kragenweite entsprechen.“

Herbern: Adamek – Nienhaus (64. Ligges), J. Dubicki (62. Goßheger), Gröne, Schwert, Brinkmann, Krysiak, Eickholt, Kortendick, Mangold, Skerbs (72. Bollermann)

Tore: 1:0 (6.), 2:0 (26.), 3:0 (33.), 4:0 (48.), 5:0 (80.), 6:0 (86.)

Die Reserve des Werner SC hat am Sonntag im B-Liga Heimspiel gegen den SV Drensteinfurt II mit 4:2 (1:2) gewonnen.

Kreisliga B3 Münster

Werner SC II - Drensteinfurt II

4:2 (1:2)

Die Reserve ging ersatzgeschwächt in die Partie und musste mit Marvin Husarek und Marvin Schuster auf zwei Akteure aus der ersten Mannschaft zurückgreifen. Den ersten Durchgang musste man mit 1:2 an Drensteinfurt abgeben. Erdan Osmani traf doppelt für die Gäste (30./44.). Wernes Mittelfeldspieler Oliver Winter besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich (40.). Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber stärker. Michael Aschoff (65.) und Dennis Kaminski (70.) drehten die Partie für den WSC. Aschoff machte nach 79 Minuten mit dem 4:2 den Doppelpack perfekt.

Der Konkurrent um die Spitze BW Ottmarsbocholt spielte Unentschieden gegen den SC Gremmendorf. Damit ist der Werner SC wieder auf einen Punkt an die Tabellenspitze rangerückt. Am kommenden Sonntag steht nun das Spitzenspiel zwischen dem Werner SC und Spitzenreiter Ottmarsbocholt an. Ziel auf Werner Seite ist es, an Sim Jü als Spitzenreiter in die spielfreie Woche zu gehen.

Eingesetzte Spieler Werner SC: Göttker, Husarek, J. Leenders, S. Leenders, Schwerbrock, Winter, Aschoff, Sudholt, Mertens, Kaminski, Prümer, T. Leenders, Schuster

Tore: 0:1 (30.), 1:1 Winter (40.), 1:2 (44.), 2:2 Aschoff (65.), 3:2 Kaminski (70.), 4:2 Aschoff (79.)

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