Sonic, Birgit oder Gattuso: Lustige Spitznamen der heimischen Sportler - Teil 1

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Basti, Scholty oder Lacho sind die normalen Spitznamen der heimischen Sportler. Aber nicht jeder Name wurde einfach abgekürzt. Wir haben die lustigsten Namen und ihre Geschichte gesammelt.

Werne, Herbern, Stockum

, 07.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast jeder Mensch hat einen Spitznamen. Auch bei den heimischen Sportlern gibt es einige, die nicht bei ihrem richtigen Namen angesprochen werden. Wir haben die lustigsten Kreationen zusammengetragen. Im ersten Teil mit Eintracht Werne, dem Werner SC und dem SV Herbern.

Abdullah „Speedy Gonzales“ Sahin: Der Torjäger von Eintracht Werne hat ohnehin den Spitznamen „Apo“. Von Freunden und Mannschaftskollegen aber wird er auch oft „Speedy Gonzales“ genannt. „Das hat erstmal mit meinem Tattoo zu tun, ich hab die Comicfigur auf dem Arm“, erklärt der Torjäger. „Außerdem weiß ja jeder um meine Schnelligkeit. Da passt das ganz gut.“

Abdullah Sahin rennt so schnell wie Speedy Gonzales.

Abdullah Sahin rennt so schnell wie Speedy Gonzales. © David Döring

Sandro „Sonic“ Ünal: Sandro Ünal wird von seinen Mannschaftskollegen bei Eintracht Werne auch Sonic genannt. Der Name bringt ihn in Verbindung mit der schnellen Computerspielfigur der Firma sega.

Sandro Ünal wird bei den Evenkämpern auch Sonic genannt.

Sandro Ünal wird bei den Evenkämpern auch Sonic genannt. © Schürmann

Jannik „Birgit“ Prinz: Manch einer wird verwundert sein, wenn WSC-Trainer Lars Müller quer über den Platz nach Birgit verlangt. Gemeint ist Stürmer Jannik Prinz, der durch den gleichen Nachnamen wie die Ex-Profi Birgit Prinz umgetauft wurde. „Wir hatten am Anfang drei Janniks, da kam das auf“, erklärt Prinz. „Mittlerweile werde ich auch von Gegenspielern manchmal darauf angesprochen.“

Jannik oder Birgit? Das wissen mittlerweile nicht mal seine Gegenspieler so genau.

Jannik oder Birgit? Das wissen mittlerweile nicht mal seine Gegenspieler so genau. © Jürgen Weitzel

Dennis „Körper“ Seifert: Dennis Seifert vom Werner SC wird von seinen Mannschaftskollegen auch „Körper“ genannt. Warum? Das erklärt WSC-Spieler Marvin Stöver: „Wir haben ihn so getauft wegen seines - Achtung Ironie - so stählernden Körpers.“

Dennis Seifert bekam den Spitznamen Körper verpasst.

Dennis Seifert bekam den Spitznamen Körper verpasst. © Marcel Witte

Burak „Burkhardt“ Katirci: Auch der Grund, wieso aus Burak beim WSC Burkhardt wird, ist einfach. „Burak ist zwar eigentlich ein Türke, verhält sich aber eher wie ein Deutscher“, berichtet Marvin Stöver.

Burak Katirci ist laut seiner Mannschaft mehr Deutscher als Türke.

Burak Katirci ist laut seiner Mannschaft mehr Deutscher als Türke. © Jura Weitzel

Nico „Virgil van Dijk“ Holtmann: Der Spitzname entstand im Ligaspiel des WSC gegen Westfalia Gemen. Weil Nico Holtmann dort so stark aufspielte und jeden entscheidenden Zweikampf für sich gewann, wurde er umgetauft - bei seinen Mannschaftskollegen heißt er jetzt Virgil.

Nicht nur im Derby - schon im Spiel gegen Westfalia Gemen war Nico Holtmann der Matchwinner des WSC.

Nicht nur im Derby - schon im Spiel gegen Westfalia Gemen war Nico Holtmann der Matchwinner des WSC. © Matthias Kerk

Sebastian „Mango“ Schütte: Mit dem Spitznamen Mango wurde Sebastian Schütte von seinem Herberner Teamkollegen Whitson getauft. „Weil Whitson nicht so gut Deutsch spricht und wegen Bastis roten Haaren nennen wir ihn Mango“, erklärt Dennis Idczak, ebenfalls Spieler des SV Herbern.

Whitson taufte seinen Mannschaftskollegen Sebastian Schütte auf Mango um.

Whitson taufte seinen Mannschaftskollegen Sebastian Schütte auf Mango um. © Archiv

Dennis „Traktor“ Idczak: Den Spitznamen bekam der Sommerabgang des SV Herbern von Mannschaftskollege Marcel Scholtysik verliehen. Er habe die Power, aber auch den Antritt eines Traktors erklärt Idczak schmunzelnd: „Der Antritt ist nicht so schnell, das passt schon. Wie sich das aber durchgesetzt hat, weiß ich auch nicht.“

Langsamer Antritt, aber viel Power - Dennis Idczak wird von seinen Kollegen auch Traktor genannt.

Langsamer Antritt, aber viel Power - Dennis Idczak wird von seinen Kollegen auch Traktor genannt. © Jura Weitzel

Johannes „Staubsauger“ Richter: Über den ungewöhnlichen Spitznamen von Herberns Abwehrchef Johannes Richter klärt Mannschaftskollege Dennis Idczak auf. „Joko räumt hinten ja immer alles ab, da war das naheliegend“, verrät er mit einem Schmunzeln.

Johannes Richter hat den Namen Staubsauger - schließlich räumt er alles ab, was sich ihm in den Weg stellt.

Johannes Richter hat den Namen Staubsauger - schließlich räumt er alles ab, was sich ihm in den Weg stellt. © Jürgen Weitzel

Airton „Gattuso“: Ein naheliegender Vergleich - ist Airton doch spielerisch ein ähnlicher Typ wie der italienische Ex-Profi Gennaro Gattuso. Das dachte sich auch Dennis Idczak, als er Airton den Namen verlieh: „Airton räumt ähnlich wie Gattuso alles ab und geht - natürlich fair - in jeden Zweikampf, als wäre es sein Letzter.“

Airton erinnert mit seinem Spielstil an Gennaro Gattuso.

Airton erinnert mit seinem Spielstil an Gennaro Gattuso. © Döring

Maximilian „Jürgen“ Drews: Ähnlich wie bei Jannik Prinz ist es auch bei Maximilian Drews seinem Nachnamen geschuldet, dass er seinen Spitznamen Jürgen Drews bekam. Denn wer kann diesen Vergleich schon lassen, wenn eine berühmte Mallorca-Legende den gleichen Nachnamen trägt?

Maximilian Drews teilt sich den Nachnamen mit einer Schlagerlegende.

Maximilian Drews teilt sich den Nachnamen mit einer Schlagerlegende. © Schürmann

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