Stockum spielt wie ein Absteiger: Torwart Thomas Goeke ist der beste Mann auf dem Platz

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Mit 1:2 verlor der SV Stockum am Wochenende hoch verdient gegen den TuS Uentrop. Nur Torwart Thomas Goeke verhinderte eine höhere Niederlage. Der Trainer schlägt Alarm.

von Marcel Schürmann

Stockum

, 14.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er hielt, was es zu halten gab. Doch am Ende konnte er die 1:2-Niederlage auch nicht verhindern: Stockums Torhüter Thomas Goeke war mit Abstand der beste Mann der Gäste beim insgesamt enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft im Spiel der Kreisliga A1 beim TuS Uentrop. Durch mehrere Paraden in letzter Not hielt Goeke seine Farben lange Zeit noch im Spiel und verhinderte so am Ende eine höhere Niederlage.

Bis zur 60. Minute gab sein Team nicht einen Torschuss ab. „Wenn wir uns denn mal Chancen herausspielen würden, hätte das Spiel auch anders ausgehen können. Das Spiel nach vorne findet bei uns momentan aber überhaupt nicht statt“, legte Goeke nach dem Spiel den Finger in die Wunde.

Goeke: „Für mich war es ein normales Spiel“

Angesprochen auf seine persönliche, gute Leistung, sagte Goeke: „Für mich war es ein normales Spiel. Ich hätte es besser gefunden, wenn ich die Gegentore auch noch verhindert hätte.“

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Der Torhüter fand es „bezeichnend“, dass das einzige Stockumer Tor nach einem langen Abschlag fiel - somit ging zumindest auch noch ein Scorerpunkt auf das Konto des Keepers: „Anders kriegen wir es zurzeit einfach nicht hin. Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit.“

Sein Trainer Zakaria Slimani wollte nach dem Spiel ebenfalls nichts schön reden, verwies jedoch auf die angespannte personelle Lage: „Wir hatten gegen Uentrop zwei Spieler aus der Reservemannschaft dabei, dazu drei angeschlagene Spieler. Den Ersten musste ich nach einer Viertelstunde schon wieder runternehmen. Die anderen beiden humpelten am Ende vom Platz.“

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Da kommen die beiden Platzverweis für Rissane und Medjedovic in der Schlussphase natürlich ziemlich ungelegen. „Das macht die Sache für uns natürlich nicht leichter“, so Slimani weiter, der aber auch mit der Schiedsrichterleistung nicht hundertprozentig einverstanden war: „Ich hätte mir gewünscht, dass er (der Schiedsrichter, Anm. d. Red.) auch mal in die andere Richtung Karten gezeigt hätte. Für ähnliche Fouls wurde Uentrop nicht so bestraft wie wir. Das kriegen die Jungs auf dem Platz natürlich auch mit.“ Die Entscheidungen des Referees seien für Slimani jedoch, der in dem Spiel ebenfalls die Gelbe Karte sah, allesamt „berechtigt“ gewesen.

Keine Vorwürfe an die Rotsünder

Auch Goeke, der seine Vorderleute wie seinen Trainer während der Partie immer wieder zur Ruhe ermahnte, wollte den Rotsündern nach dem Spiel nicht allzu große Vorwürfe machen: „In so einem Spiel kochen dann eben die Emotionen hoch. Sie haben sich gegenseitig hochgeschaukelt. Sie wissen, dass sie ruhig bleiben müssen, aber haben sich einfach anheizen lassen.“

Wie geht es weiter beim SV Stockum? Nach der erneuten Niederlage steht der SVS weiter auf einem Abstiegsplatz. Und wie ein Absteiger spielten die Stockumer in Uentrop auch. Da bringt es auch nichts, einen guten Torwart zwischen den Pfosten zu haben, wenn die anderen zehn Spieler durch die Bank versagen. Coach Slimani fordert daher dringend Verstärkung: „Wir müssen zusehen, dass wir noch eins, zwei Verstärkungen dazugekommen und uns in der Breite besser aufstellen.“

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