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SV Herbern: Der vorerst letzte und bittere Abgang des Oscar Cabrera

rnSV Herbern

Oscar Cabrera wird den SV Herbern am Saisonende verlassen. Am vergangenen Sonntag sollte der Spanier seinen letzten großen Auftritt vor heimischer Kulisse haben - es kam aber anders.

Herbern

, 20.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Oscar Cabrera sollte am vergangenen Sonntag gegen den SV Dorsten-Hardt verabschiedet werden. Sein letztes Spiel an der Herberner Anlage stand an, eine besondere Bühne, um „Tschüss“ zu sagen. Überschattet wurde Cabreras letztes Heimspiel durch den Tod des langjährigen Betreuers Raimund Wesseling.

Die Mannschaft und der Verein entschlossen sich dazu, die Verabschiedung von Oscar Cabrera zu verschieben. Auf das Pokalfinale am 30. Mai in Roxel gegen den FC Gievenbeck. Trotzdem sollte der Spanier seinen Auftritt bekommen. Nicht Philipp Dubicki führte die Herberner als Kapitän auf das Feld, sondern Oscar Cabrera.

„Etwas Besonderes, die Binde zu tragen“

Eine Aktion, die Cabrera erst gar nicht wahrnehmen wollte, es dann aber doch tat: „Die Jungs haben alle in der Kabine drüber gesprochen, dass ich die Binde tragen soll. Ich wollte es halt nicht, aber hab es gemacht“, sagte der sehr bescheidende Cabrera über die Geste seiner Teamkollegen. „Das war schön von der Mannschaft und etwas Besonderes, die Binde zu tragen.“

Lange sollte Cabrera die Binde aber nicht umhaben. Es sollte sein letzter großer Auftritt vor heimischen Publikum werden, stattdessen musste Cabrera nach 27 Minuten ausgewechselt werden.

Cabrera will weiterspielen, aber es geht nicht

Wenige Minuten vorher: Cabrera führt den Ball in der Nähe des Herberner Strafraums. Einen Gegenspieler lässt er ins Leere laufen, den Ball spitzelt er sich dabei ein Stück zu weit vor. Dann kommt der nächste Gegner. Cabrera hebelt den Ball gerade noch so vorbei, der Dorstener Spieler trifft nur Cabreras Fuß. Cabrera fällt. Ein kurzer Schrei, Cabrera hat Schmerzen. Diese sind ihm danach im Gesicht anzusehen. Der Mittelfeldspieler muss behandelt werden. Nach wenigen Minuten steht er wieder auf. Will weiterspielen. Es geht aber nicht. Cabrera muss in der 27. Minute den Naturrassen an der Werner Straße in Herbern verlassen. Zum letzten Mal. Seine Teamkollegen kommen davor noch einmal zu ihm. Umarmen ihn, geben ihm Schulterklopfer. Cabrera bekommt den Applaus der Zuschauer in Herbern.

SV Herbern: Der vorerst letzte und bittere Abgang des Oscar Cabrera

Mit schmerzerfülltem Gesicht liegt Oscar Cabrera da und muss behandelt werden. © David Döring

„Er hat meinen Knochen getroffen, ich habe versucht weiterzuspielen, aber es ging halt nicht. Es tut richtig weh“, erklärte er in der zweiten Halbzeit, als er schon frisch geduscht am Seitenrand stand und sich den Rest des Spiels anguckte. Zur Halbzeitpause musste Cabrera von seinen Teamkollegen Marcel Scholtysik und Dubicki von der Bank in die Kabine getragen werden.

SV Herbern: Der vorerst letzte und bittere Abgang des Oscar Cabrera

Marcel Scholtysik und Philipp Dubicki mussten Oscar Cabrera in der Halbzeitpause in die Kabine tragen. © David Döring

Als Cabrera kurz nach Beginn der zweiten Hälfte aus der Kabine kam, humpelte er stark. Wie lang fällt er wohl aus? „Das weiß ich nicht“, sagte er.

Der SV Herbern hat noch zwei Pflichtspiele in dieser Saison. Das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag beim SC Münster und danach das Kreispokalfinale in Roxel. Cabrera will bis dahin wieder fit sein. „Ich hoffe, dass ich schnell wieder den Knochen heile kriege und dann wieder trainieren kann. Mal gucken, wie es die Tage wird“, erklärte er noch mit etwas Unsicherheit in seiner Stimme, um dann deutlich selbstbewusster nachzulegen: „Wichtig ist es auf jeden Fall, für den Pokal fit zu sein.“

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