Sebastian Schütte: „Uns hat der unbedingte Wille gefehlt“

Fussball Landesliga 4

Der SV Herbern hat sich zum Auftakt nach der Winterpause nur mit 0:0 vom Tabellenletzten SG Bockum-Hövel getrennt. Für ein echtes Derby fehlte das Feuer.

Herbern

, 18.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Sebastian Schütte: „Uns hat der unbedingte Wille gefehlt“

Sebastian Schütte (l.), einer der Bockum-Höveler im SVH-Dress, ärgerte sich über die hohe Fehlpassquote. © Marcel Witte

Ein Derby, das gar kein richtiges Derby war, sahen die Zuschauer am Sonntag in Herbern. Der Begegnung zwischen den beiden Landesligisten SV Herbern und SG Bockum-Hövel ließ nahezu alle Derby-Attribute vermissen. Das Ergebnis spricht Bände – 0:0.

Vor allem in der offensive entwickelte der Gastgeber gegen den Tabellenletzten keine „Durchschlagskraft“, wie SVH-Coach Holger Möllers meinte. „Wir haben die Angriffe gut angespielt, dann aber fehlte der letzte Pass. Das Unentschieden geht im Großen und Ganzen in Ordnung.“

Erste Chance nach mehr als 80 Minuten

Bis zur ersten wirklich nennenswerte Chance mussten die Herbern Anhänger bis zur 87. Minute warten: Oscar Cabrera zog aus elf Metern ab und zwang den Gästekeeper zu einer Parrade. Den Nachschuss verzog Daniel Dellwig-Jerez.

An der mangelnden Durchschlagskraft konnte am Sonntag auch Herberns Sebastian Schütte nichts ändern. Für ihn und einige weitere SVH-Akteure ist das Spiel gegen Bockum-Hövel etwas besonderes, da sie aus dem Hammer Stadtteil stammen. „Uns hat der unbedingte Wille gefehlt. Wir haben uns im Aufbau ungewöhnlich viele Fehlpässe geleistet“, sagt der gebürtige Bockum-Höveler Sebastian Schütte.

Dass Bockum-Hövel trotz der Tabellensituation nicht einfach zu bespielen ist, erlebten die Herberner schon im Hinspiel. „Die SG Bockum-Hövel ist ein unangenehmer Gegner, gegen den noch andere Mannschaften Schwierigkeiten bekommen werden“, sagt Schütte.

Hinspiel mit Glück gewonnen

Das Hinspiel gewann der SV Herbern noch mit viel Glück 2:0. Cabrera sorgte für das 1:0 und Whitson für das 2:0. Letzterer hätte jetzt am Sonntag dem Herberner Spiel mit seinem Spielwitz gut getan, doch Whitson weilt noch in seiner Heimat Brasilien – mit Absprache des Vereins. So aber spielte sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld ab – wie gesagt, der letzte Pass in die Spitze fehlte, oder kam nicht an.

„Wir wissen, dass das zu wenig von uns war. Der SG wünsche ich, dass sie am Ende noch die Klasse halten kann“, sagt Schütte, der mit dem SV Herbern nach 18 Spieltagen mit 27 Punkten auf dem achten Tabellenplatz steht.

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