SV Herbern ist chancenlos gegen Preußen Münster - trifft aber zwei Mal

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Der SV Herbern kassiert gegen Preußen Münster eine klare Niederlage. Das war zu erwarten. Herbern verkaufte sich allerdings gut - und ließ sich nicht abschlachten.

Herbern

, 19.08.2020, 20:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Ende war es standesgemäß. Mit 6:2 gewann der SC Preußen Münster am Mittwochabend gegen den den SV Herbern. Der Fußball-Regionalligist spielt drei Klassen über dem Landesligisten - das sah man allerdings nicht über die vollen 90 Minuten. Überrennen ließ sich der SV Herbern vom Drittliga-Abstieg jedenfalls nicht.

Mann des Tages beim SV Herbern war Marcel Scholtysik. Lange abgemeldet auf dem rechten Flügel, tauchte Scholtysik in der 32. Minute urplötzlich vor dem Preußen-Tor auf und hielt bei Sebastian Schüttes Pass den Fuß hin - der völlig überraschende Ausgleich zum 1:1 und ein Tor für die Herberner Geschichtsbücher gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied.

Und dann war in der 85. Minute plötzlich auch noch Airton zur Stelle, der Großteil des Tores ging aber auf das Konto von Robin Schwick. Von Jan Hoenhorst schön freigespielt, zögerte Schwick aus spitzem Winkel etwas zu lange. Dann schien der Ball schon verloren, Torhüter Dedovic bekam ihn aber in der Luft nicht zu fassen. Schwick war frei und einschussbereit, wenn Mittelfeldspieler Airton nicht in den Ball gegrätscht wäre.

Der SV Herbern lässt anfangs wenig zu

Die Anfangsviertelstunde hatte der SVH auch schadlos überstanden. Die erste Chance gehörte sogar dem SVH: Julian Trapp verzog aus zehn Metern (2.). Dann versuchte er nach zehn Minuten, Marko Dedovic im Preußen-Tor zu überlisten, der weit vor dem Tor stand. Aus gut 35 Minuten versuchte Trapp es - der Schuss hätte gepasst, doch Dedovic hatte alles geahnt und packte zu. Münster war feldüberlegen, kam aber noch nicht zu großen Chancen.

Immer wieder kam Münsters Mittelstürmer, der Ex-Borker Joel Grodowski, danach zum Abschluss. Schon nach 14 Minuten lenkte Leonard Fenker im SVH-Tor den Ball zur Ecke ab. Gianluca Przondziono (17.) an den Außenpfosten und Alexander Langlitz (19.) verfehlten ebenfalls noch das Gehäuse. Besser machte es Valentino Vujinovic nach 20 Minuten mit dem Tor zur 1:0-Führung.

Grodowski rauft sich die Haare - und trifft dann zum 2:1

Grodowski verpasste es danach zweimal, zu erhöhen, und raufte sich die Haare (28./29.). Fenker parierte gegen Vujinovic stark - dann fiel der überraschende Ausgleich.

Der hatte aber nur drei Minuten Bestand, dann erreichte eine Passstaffette über Möbius und Langlitz endlich Grodowski, der zum 2:1 für Preußen Münster einnetzte. Fast mit dem Pausenpfiff unterlief Johannes Richter bei einem Klärungsversuch dann das Eigentor zum 1:3. Grodowskis Kopfball in den Fünfmeterraum bugsierte Richter mit dem langen Bein in die falsche Richtung ins eigene Tor - unglücklich.

Johannes Richter und Joel Grodowski - Grodowski traf zum 2:1 für die Preußen, Richter unfreiwillig zum 3:1.

Johannes Richter und Joel Grodowski - Grodowski traf zum 2:1 für die Preußen, Richter unfreiwillig zum 3:1. © Jura Weitzel

Nach dem Seitenwechsel brachte Benjamin Siegert, der sich von einigen Fans vor dem Spiel feiern ließ und Trikots aus seinen Münsteraner Profizeiten verteilte, Robin Schwick für Luis Krampe und später Luca Dombrowski für den rotgefährdeten Julius Höring sowie Jan Hoenhorst für Julian Trapp. Auch Dennis Närdemann kam noch zum Einsatz.

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Langlitz erhöhte nach einer Stunde für den Regionalligisten auf 4:1 (60.). Das Münsteraner 5:1 war das schönste Tor des Abends. Langlitz köpfte hoch auf Vujinovic - der setzte zum Fallrückzieher an und traf unten rechts (60.). Nicolai Remberg sorgte für den Schlusspunkt zum 6:2 (88.).

SCP: Dedovic – Möbius, Scherder, Langlitz, Heidemann (67. Özmen), Przondziono, Mucic (46. Remberg), Frenkert (46. Klann), Hoffmeier, Vujinovic, Grodowski (67. Deiters)

SVH: Fenker – Richter, Höring (56. Dombrowski), Schulte, Schütte, Krampe (46. Schwick), Schmitt, Airton, Breloh, Scholtysik (67. Närdemann), Trapp (63. Hoenhorst)

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