SV Herbern kassiert 0:6-Klatsche

Fußball Landesliga 4

Der SV Herbern kassiert auf heimischen Rasen eine böse 0:6-Klatsche gegen Aufsteiger Westfalia Kinderhaus. Ein Gästespieler sah die Ampelkarte – doch Kinderhaus spielte mit Elf Mann weiter.

Herbern

, 16.09.2018 / Lesedauer: 3 min
SV Herbern kassiert 0:6-Klatsche

Der Fußballgott war am Sonntag nicht auf der Seite vom SV Herbern. Hier liegt Julius Höring entsetzt auf dem Boden: Er kann es nicht fassen, traf er doch gerade zum 0:2 ins eigene Netz. © Patrick Fleckmann

Der Fußball-Landesligist SV Herbern ist am Sonntag im Heimspiel gegen Westfalia Kinderhaus ordentlich unter die Räder gekommen. Gleich ein halbes Dutzend Tore schenkte der Aufsteiger dem SV Herbern ein.

Herberns Coach war nach dem Spiel natürlich bedient. „Was mich ärgert sind die letzten drei Gegentreffer. Bei den ersten drei haben wir ordentlich mitgeholfen und hatten Pech – solche Tage gibt es“, sagte Holger Möllers. Völlig unverständlich sei dann jedoch die Reaktion seines Team gewesen, das anstatt schlimmeres zu verhindern, immer weiter nach vorne gerannt sei. „Wir hätten uns hinten rein stellen müssen“, so Möllers.

30 Minuten gut gestanden

Vom 0:6 war das Spiel in den ersten 30 Minuten weit entfernt. Herbern ließ nichts zu, bis Jonas Kreutzer in der 32. Minute das 1:0 für die Gäste erzielte. Mit dem Eigentor von Julius Höring fünf Minuten vor der Pause zum 0:2 fing der „gebrauchte Tag“, wie ihn Möllers nannte, so richtig an. Und vom Nackenschlag in der 74. Minute, als erneut Kreutzer netzte, erholte sich seine Mannschaft nicht mehr.

Das 3:0 löste beim Gast derartige Jubelstürme aus, dass auch der kurz zuvor ausgewechselte Mike Liszka von der Bank aus die Jubeltraube ansteuerte – ohne Trikot. Der Schiedsrichter sah die Aktion nicht gerne, zeigte dem Gelb vorbelasteten Liszka Gelb-Rot. „So eine Aktion hätte eigentlich zu unserem Tag gepasst“, sagt Möllers, der die Ampelkarte für überzogen hielt. Im weiteren Verlauf traf Kreutzer dann sogar noch ein drittes Mal (83.), Philipp Hollenhorst (86.) und Gerrit Göcking (89.) stellten das Ergebnis auf 6:0 aus Sicht der Münsteraner. „Ein Mal haben sie uns ausgekontert, die anderen beiden Treffer fielen nach Ecken, wo wir die Zuordnung nicht gefunden haben“, sagt Möllers.

Richtiger Zeitpunkt?

Seine Mannschaft war nicht mehr in der Lage, irgendetwas am Spielverlauf zu ändern. Es war schlichtweg der Wurm drin. „Aber vielleicht kommt die Klatsche genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit dem Derby gegen den Werner SC vor Augen bekommen wir sicherlich den Kopf schnell frei und gehen noch motivierter in das Spiel gegen Werne“, meint Möllers.

SV Herbern: Freitag - P. Dubicki, Richter, Cabrera, Schütte (70. Wobbe), Dellwig-Jerez, Mors, Schulte (70. Krampe), Scholtysik, J. Höring (46. Cangül), Idczak
Tore: 0:1 Kreutzer (32.), 0:2 J. Höring (40.), 0:3, 0:4 beide Kreutzer (74., 83.), 0:5 Hollenhorst (86.), 0:6 Göcking (89.)

Gelb-Rot: Liszka (74./wegen unerlaubtem Jubel/Kinderhaus)

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