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SV Herbern siegt nach 0:2-Rückstand gegen Hiltrup noch 4:2 und steht im Kreispokalfinale

Fußball-Kreispokal

Dank einer bärenstarken zweiten Hälfte im Halbfinale des Kreispokals hat sich Fußball-Landesligist SV Herbern gegen den Westfalenligisten TuS Hiltrup durchgesetzt und ins Finale geschossen.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 18.04.2019 / Lesedauer: 3 min
SV Herbern siegt nach 0:2-Rückstand gegen Hiltrup noch 4:2 und steht im Kreispokalfinale

Jubel nach dem schnellen Ausgleich für den SVH in Halbzeit zwei. © Marcel Schürmann

Jubel bei den Blau-Gelben: Der SV Herbern steht im Endspiel um den Fußball-Kreispokal. Nach einer unterlegenen ersten Halbzeit, in der es bereits 2:0 für den Westfalenligisten TuS Hiltrup stand, drehten die eine Klasse tiefer spielenden Herberner in Durchgang zwei voll auf - und den Spielstand auf den Kopf. 4:2 hieß es am Ende aus SVH-Sicht.

Herberns Trainer Holger Möllers war voll des Lobes für seine Mannen: „Chapeau! Was die Jungs da in der zweiten Hälfte auf den Rasen gebracht haben - da hat selbst Hiltrup nicht mehr mit gerechnet.“ In der Tat. Hiltrups Trainer Carsten Winkler war mächtig angefressen: „Es ist schwierig in Worte zu fassen, was da eben passiert ist. Wir waren nach dem 2:2 demoralisiert und haben völlig den Faden verloren. Und Herbern hat sich in einen Rausch gespielt.“

Verschlafener Beginn

Den Beginn der Partie hatten die Platzbesitzer gehörig verschlafen. Nach einer Ecke stand Hiltrups Patrick Gockel sträflich allein an der Herberner Strafraumkante und nahm einen Abpraller direkt. Seinen Schuss setzte er unhaltbar ins untere linke Eck - keine Chance für SVH-Schlussmann Sven Freitag (2.).

SV Herbern siegt nach 0:2-Rückstand gegen Hiltrup noch 4:2 und steht im Kreispokalfinale

Der TuS Hiltrup feiert das frühe 1:0. Whitson Fereira dos Santos Filho (l.) orientiert sich direkt wieder zum Anstoßpunkt. © Marcel Schürmann

Herbern schüttelte sich kurz und kam in der Folge auch besser ins Spiel. Sebastian Schütte vergab allerdings die beste Chance für den Landesligisten. Er traf nur das Außennetz, nachdem er TuS-Torwart Böcker bereits umkurvt hatte (30.). Nur wenig später trafen die Gäste in Person von Michael Fromme aus stark abseitsverdächtiger Position zum 2:0-Pausenstand (37.).

Zweite Hälfte - ein anderes Spiel

„Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, sie sollen die Köpfe hochnehmen und ein schnelles Anschlusstor schießen“, sagte Holger Möllers nach dem Spiel voller Erleichterung. Manchmal kann Fußball so einfach sein: Mit der ersten Möglichkeit in Durchgang zwei traf Simon Mors zum 1:2 (52.). Ein erster verhaltener Jubel an der Werner Straße. Kurz darauf war es Whitson Fereira dos Santos Filho, der - ebenfalls aus abseitsverdächtiger Position - zum 2:2-Ausgleich einschob (54.). Jetzt war auch das Publikum wieder da. Und als Johannes Richter zehn Minuten später den SVH erstmals an diesem Abend in Führung schoss, kannte der Jubel auf den Rängen kein Halten mehr (64.). In der Schlussphase sorgte ein Eigentor von Hiltrups Blesz für die endgültige Entscheidung - der 4:2-Endstand (81.).

Kabinenparty angesagt

„Ich bin stolz auf die Jungs, sie haben in Durchgang zwei fast nichts mehr zugelassen“, meinte Möllers und fügte an: „Wir feiern heute eine Kabinenparty - die Nacht wird lang.“

Für das Finale würde sich der Fußball-Coach freuen, wenn es zum unerwarteten Derby mit dem Bezirksligisten FC Nordkirchen käme. „Das wäre schon was“, so Möllers. Die ursprünglich für vergangenen Mittwoch angesetzte zweite Halbfinalbegegnung zwischen dem FC Nordkirchen und dem FC Gievenbeck musste verschoben werden, da die favorisierten Gievenbecker am Donnerstag ein Nachholspiel in der Oberliga bestritten, das sie mit 0:3 in Rhynern verloren.

SV Herbern: Freitag, Dubicki, Richter, Franco Cabrera, Schütte (46. Scholtysik), Fereira dos Santos Filho (77. Krampe), Mors, Sobbe, Schulte (22. Vogt), Sabe, Idczak

Tore: 0:1 Gockel (2.), 0:2 Fromme (37.), 1:2 Mors (52.), 2:2 Fereira dos Sontos Filho (54.), 3:2 Richter (64.), 4:2 Blesz (ET, 81.)

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