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Mit 63 Spielern und Trainern nimmt der SV Herbern mit drei Mannschaften an der Copa Costa Brava im Urlaubsort Lloret de Mar teil. Das Fußballspielen steht dabei nicht immer im Vordergrund.

von Nico Ebmeier

Herbern

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Partyurlaub und Fußball spielen lassen sich nicht immer miteinander vereinbaren. Für die A- und B-Jugend sowie die B-Mädchen des SV Herbern allerdings schon. Sie nehmen in der Karwoche vor den Osterfeiertagen in der Nähe der spanischen Großstadt Barcelona an der „Copa Costa Brava“, einem internationalen Turnier, teil.

Eine Stunde entfernt von der 1,6-Millionen-Stadt Barcelona liegt der Urlaubsort Lloret de Mar. Ein Ort, der für die meisten Jugendlichen als Partyort schlechthin bekannt ist. Der SVH spielt dort allerdings nun vier Tage lang Fußball. Von Samstag, 13. April, bis zum folgenden Mittwoch findet das Turnier an der Costa Brava statt.

Zusammen mit der A- und B-Jugend und den B-Mädchen des Vereins fährt unter anderem B-Jugendtrainer und Organisator Andreas Berger mit nach Spanien. „Natürlich wollen wir auch ein bisschen feiern, aber der Fußball steht im Vordergrund. Vorrangig wollen wir uns natürlich gut verkaufen“, sagt er. Und dabei musste Berger den Mannschaften zuletzt erst einmal eine Hiobsbotschaft verkraften. „Ich habe das Jugendschutzgesetz in Spanien studiert und erkannt, dass man dort anders als in Deutschland unter 18 Jahren überhaupt kein Alkohol trinken darf“, sagt er.

SV Herbern fährt mit drei Mannschaften nach Spanien

Wie es zu der gemixten Truppe aus 63 Spielern und Trainern kam, ist durchaus kurios. Berger hatte zu Saisonbeginn die B-Mädchen des SVH trainiert und habe „schon nach drei Wochen mit ihnen abgeklärt, dass man in dieser Woche nach Barcelona fährt.“ Da er dann aber nach ein paar Wochen die B-Jugend der Jungen trainieren sollte, machte er den Deal auch mit der neuen Mannschaft.

Zusätzlich schloss sich dann noch die A2-Jugend der Herberner an, mit denen Andreas Berger im letzten Jahr auf einem ähnlichen internationalen Turnier in Belgien teilgenommen hat.

Freitag ging es nach Katalonien

Und genau aus dieser Erfahrung hat Berger als Reiseorganisator viel gelernt: „Nach Belgien sind wir mit zwei Autos und einen Herbern-Bulli gefahren. Die im Auto waren nach der Fahrt völlig platt und wollten einfach nur ins Bett, während wir im Bulli unglaublich viel Spaß hatten. Da wusste ich, dass wir im nächsten Jahr einen eigenen Bus mieten müssen.“ Knapp 20 Stunden dauert die Fahrt von Herbern bis nach Katalonien. Abfahrt war am Freitagabend.

SV Herbern spielt mit drei Jugendteams um die Copa Costa Brava mit

Am Strand präsentierte sich der SV Herbern in neuen Pullovern. © SV Herbern

Sportlich sei das Turnier schwierig einzuschätzen. „Man weiß nie, wie stark die Mannschaften sind, die dort spielen. Bei den B-Mädchen spielt Eintracht Frankfurt mit. Das ist natürlich schon ein starkes Team“, sagt der Trainer. Aus Spanien, Frankreich, Italien, Dänemark, Belgien, Irland und Deutschland kommen die insgesamt knapp 230 Mannschaften. Je nachdem wie erfolgreich die Herberner sind, entscheidet sich, wie viele Spiele gespielt werden dürfen.

Fußballerisches Niveau schwer einzuschätzen

Sicher ist aber, dass jedes Team mindestens fünf Partien absolvieren darf. Die von Andreas Berger trainierte B-Jugend trifft in der Round Robin, der Vorrunde, auf die Bochumer Mannschaft des TuS Hordel und auf belgische Konkurrenz aus Zelzate. Die B-Mädchen treffen auf Blau-Weiß Fuhlenbrock, den SCW Göttingen (beide Deutschland) und auf den dänischen Vertreter Team Vest.

SV Herbern spielt mit drei Jugendteams um die Copa Costa Brava mit

Der SV Herbern ist mit 63 Nachwuchsfußballerinnen und -fußballern nach Spanien gereist. © SV Herbern

Für die A-Jugend geht es am internationalsten zu: Gegner sind Farum Boldklub (Dänemark), das Northern Regional College (Irland) sowie der SSV Erkrath (Deutschland), gegen den es zum Auftakt einen 4:2-Sieg gab, während die anderen Herberner Mannschaften zum Auftakt unterlagen. Gespielt werden jeweils zweimal 20 Minuten.

Seit Sonntag ist der SVH im Turniermodus. „Nach dem ersten Spieltag ging es zum Strand von Lloret de Mar, um Mannschaftsfotos in den neuen Pullovern zu schießen“, berichtete Berger in einer Mail.

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