Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

SV Herbern verliert gegen Stadtlohn. Ein Fehler entscheidet das Spiel.

Fussball-Landesliga

Nach einer schwachen Leistung verliert der SV Herbern gegen den abstiegsgefährdeten SuS Stadtlohn. Das einzige Tor des Spiels fiel nach einem fatalen Fehlpass des SVH.

Herbern

, 07.04.2019 / Lesedauer: 4 min
SV Herbern verliert gegen Stadtlohn. Ein Fehler entscheidet das Spiel.

Marcel Scholtysik (r.) und der Offensiv-Abteilung des SV Herbern gelang gegen Stadtlohn einfach kein Treffer. © Helga Felgenträger

Manfred Ostendorf hatte nach dem Spiel ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Dazu hatte er auch allen Grund: Seine Stadtlohner hatte gerade drei wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Holger Möllers auf der anderen Seite war da weniger euphorisch. Für die Herberner geht es in der Fußball-Landesliga mittlerweile weder um den Aufstieg noch um den Abstieg – und genau das haben die Zuschauer an der Werner Straße am Sonntagnachmittag auch auf dem Platz gesehen.

Landesliga 4
SV Herbern – SuS Stadtlohn
0:1 (0:0)

„Mann, Whitson, du musst da auch mal lauern vorne!“ Aus Sebastian Schüttes Stimme war kurz vor dem Halbzeitpfiff ganz deutlich die Wut zu hören. Der Herberner Defensiv-Spieler machte im Fußball-Landesliga-Duell gegen den SuS Stadtlohn seinem Ärger Luft – was zuvor schon genug Zuschauer an der Seitenlinie getan hatten.

Es lief einfach nicht bei den Blau-Gelben. Dabei war mit Stadtlohn ein Gegner an der Werner Straße zu Gast, der von der Qualität her für die Herberner durchaus schlagbar gewesen wäre. Aber wie schon bei der 0:4-Hinspiel-Niederlage fand der SVH irgendwie keinen Zugriff auf das Spiel. In der ersten Hälfte schlugen Herberns Defensivspieler gefühlt in jedem zweiten Angriff einfach lange Bälle nach vorne auf das Offensiv-Trio Marcel Scholtysik, Daniel Dellwig-Jerez und Whitson.

Die Bälle, die ankamen, konnte man an einer Hand abzählen. Trotz allem erarbeitete sich das Team von Holger Möllers in den ersten 45 Minuten ein paar Chancen, von denen aber alle ungenutzt blieben. In der 10. Minute verzog Daniel Andres Dellwig-Jerez das Leder kurz vor dem Tor, Sebastian Schütte tanzte in der 20. Minute seinen Gegenspieler auf der rechten Seite aus, schloss aus 16 Metern aber schwach ab. Nach einer knappen halben Stunde musste sich dann auf der anderen Seite SVH-Torwart Sven Freitag ganz lang machen, um ein Stadtlohner Tor nach Kopfball von SuS-Spieler Mario Thentie zu verhindern.

Kurz vor der Pause musste Dellwig-Jerez dann noch mit einer Knieverletzung vom Platz, für ihn kam Simon Mors. Holger Möllers fasste die erste Hälfte treffend zusammen: „Wir waren überhaupt nicht präsent in der zweiten Welle.“

Das änderte sich auch kaum in den zweiten 45 Minuten – Stadtlohn drückte immer mehr nach vorne. In der 64. Minute passierte es dann: Nach einem fahrlässigen Querpass der Herberner in der eigenen Hälfte schnappte sich Stadtlohns Maximilian Rhein den Ball, das Leder landete im Sechzehner des SVH, SuS-Spieler Durim Feta hielt den Fuß hin und Sven Freitag musste hinter sich greifen – 1:0 für die Gäste.

Sieg durch Einstellung

„Mir war schon vor dem Spiel klar: Wer das 1:0 macht, der gewinnt auch“, kommentierte Möllers. Und der SVH-Trainer sollte recht behalten. Zwar hatten seine Jungs vor allem in der Schlussphase des Spiels noch richtig viele Chancen – Whitson (75.), Philipp Dubicki (80.) und Mors per Kopf (87., 88) – aber es sollte einfach nicht sein: Immer war ein Fuß oder ein Kopf dazwischen. „In den letzten fünf Minuten hatten wir auch einiges an Glück“, gab Stadtlohns Trainer Manfred Ostendorf nach Abpfiff der Partie zu. Die Gelb-Rote Karte für Herberns Julius Höring nach Foulspiel setzte der Leistung der Herberner nur noch das i-Tüpfelchen auf.

Manfred Ostendorf schrieb die drei Punkte nach dem Spiel aber nicht allein dem Glück zu: „Entscheidend war heute unsere starke Einstellung, und das, obwohl uns zwei Stürmer gefehlt haben“, so der SuS-Trainer. Man habe gesehen, dass Stadtlohn in der Landesliga bleiben wolle, sagte Ostendorf und setzte sein breites Grinsen auf. Das konnte er auch, denn sein Team schob sich drei Punkte näher an einen Nicht-Abstiegsplatz heran. Der SVH bleibt mit 35 Punkten im Mittelfeld der Liga.

SV Herbern: Freitag – Dubicki, Richter (73. Sabe), Schütte, Whitson, Dellwig-Jerez (44. Mors), Sobbe, Schulte, Scholtysik, Cangül (79. Höring), Idczak

Tor: 0:1 Feta (64.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot Julius Höring wegen Foulspiels (90.+2)

Lesen Sie jetzt