SV Stockum muss durch Kontaktsportverbot noch länger auf Samet Sahin verzichten

rnFußball

Der SV Stockum schreibt in dieser Saison bislang eher positive Schlagzeilen als negative. Das will man auch so beibehalten. Deswegen erwartet Samet Sahin nun noch eine Strafe.

Stockum

, 22.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich kam das Kontaktsportverbot für die Stockumer zu einem ärgerlichen Zeitpunkt. Denn der A-Ligist ist so erfolgreich wie seit langem nicht in die Spielzeit gestartet. Jetzt müssen sie in ihrem Lauf pausieren. Und für einen Spieler ist das gleich doppelt ärgerlich.

Jetzt lesen

Denn Samet Sahin hatte sich im Spiel gegen Wiescherhöfen II einen Platzverweise eingeheimst. Eigentlich war er nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden. Nach Spielende hat er aber seinen Gegenspieler noch beleidigt, weswegen der Schiedsrichter einen Sonderbericht anfertigte. Mit schwerwiegenden Folgen: Sahin muss sechs Spiele zuschauen.

Und seit dieser Saison sind das auch wirklich sechs Spiele. Denn statt Wochensperren gibt es inzwischen Spielsperren für Rot-Sünder. Die Strafe in der spielfreien Zeit absitzen - gibt es nicht mehr. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das gerechtfertigt finde, ich hätte das nicht anders gehandhabt“, sagt Stockums Vorsitzender Yassine Najih. Früher sei es oft so gewesen, dass diejenigen Glück gehabt hätten und dann nicht wirklich bestraft worden seien.

„Disziplin ist wichtig“

Dass sei nun besser - auch wenn es den eigenen Schützling beträfe. Der habe laut Najih nicht nur vom Verband eine Strafe bekommen. Auch intern hat das Vergehen Konsequenzen für den jungen Spieler. Wie diese aussehen, kann der Vorsitzende aber noch nicht sagen. Es habe bereits Gespräche gegeben, weitere werden folgen. „Er hat sich entschuldigt, was wir wirklich toll gefunden haben“, sagt Najih. Kommende Woche will man sich dann noch mal mit Trainer und Sportlichem Leiter zusammensetzen, ob man die Strafe mit der Spiel- oder Siegprämie verrechne. „Das würden wir aber bei jedem anderen auch so machen. Disziplin steht bei uns ganz ganz oben, der Spaß natürlich auch, aber Disziplin ist wichtig“, erklärt Najih.

Jetzt lesen

Diese mangelnde Disziplin ärgerte nämlich auch Torwart Andreas Betke. Im Gespräch mit dieser Redaktion sagte er: „Wenn wir uns nicht am Riemen reißen, schaden wir uns nur selbst.“ So sieht Yassine Najih das auch. Schwarzmalen will er aber nicht: „Die Jungs sind im Großen und Ganzen diszipliniert. Und die Jungs sind erwachsen genug, um zu wissen, worum es geht. Und manchmal ist der ein oder andere Ausreißer dabei.“

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt