Taktische Punkteteilung zwischen Herbern und Senden

Fußball: Landesliga 4

Für den neutralen Zuschauer gibt es sicherlich packendere Fußballspiele. Holger Möllers, Trainer des Landesligisten SV Herbern, und Rainer Leifken, Coach des VfL Senden, zeigten sich am Sonntag nach dem 0:0 ihrer beiden Teams jeweils sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge.

Herbern

, 19.11.2017, 23:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Taktische Punkteteilung zwischen Herbern und Senden

Sendens Keeper Marvin Kemmann begräbt nach der größten Chance der Partie den Ball unter sich und hält den Punkt für Senden fest. Zuvor hatte Herberns Julian Trapp den Ball per Kopf an den Pfosten gesetzt. © Landsiedel

„Das war ein sehr taktisch geprägtes Spiel mit zwei sicheren Abwehrreihen“, lautete die einhellige Meinung der beiden Übungsleiter, die sich mit der Punkteteilung gegen einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel gut abfinden konnten. „Klar, zum Schluss können wir als Sieger vom Platz gehen“, blickte Möllers nach dem Abpfiff auf die zweite Halbzeit zurück, in der die Herberner dominiert hatten, „aber gegen Senden nehmen wir auch den einen Punkt gerne mit. Das Unentschieden ist leistungsgerecht und geht in Ordnung“.

Senden im Glück

Auf der anderen Seite kam Leifken zu einem ähnlichen Urteil. „In Herbern kann man sich nie sicher sein. Am Ende hatten wir bei dem Kopfball auch viel Glück“, erinnerte Leifken an die größte Chance der Partie. Nach einer Lünemann-Flanke war Julian Trapp in der 80. Minute frei zum Kopfball gekommen. Der Ball trudelte an den Innenpfosten. Danach warf sich VfL-Keeper Marvin Kemmann auf den Ball und hielt den Punkt für die Gäste fest. Es war der Schlusspunkt der druckvollsten Herberner Phase, die nicht mehr mit einem Tor belohnt wurde.

Die erste Hälfte gestaltete sich von der Spannung her so trübe wie das Wetter. Bereits um 15.40 Uhr war es so regnerisch und dunkel, dass Herberns Kunstrasen durch das Flutlicht illuminiert werden musste. Eine Flugeinlage von SVH-Keeper Sven Freitag nach einem direkten Freistoß der Sendener (16.) war so ziemlich das einzige Highlight der ersten 45 Minuten.

Zwei brenzlige Situationen

Die zweite Hälfte gehörte fast komplett den Gastgebern. Nur zwei brenzlige Situation hatte der SVH zu überstehen. Direkt nach Wiederanpfiff verzog Sendens Top-Stürmer Rabah Abed, der ansonsten von Gonzalo Conde gut aus dem Spiel genommen wurde, die Chance zur Führung. Nach einer Kopfball-Ablage von Sendens Denis Hölscher jagte er den Ball über die Latte. Nach gut einer Stunde war es dann Hölscher selbst, der eine Situation Vier-gegen-Zwei für die Gäste zu überhastet abschloss.

Auf der anderen Seite brachten die Distanzschüsse von Whitson (56., knapp drüber) und Vogt (57., im Nachfassen pariert) ebenso wenig ein, wie der Abschluss von Thomas Eroglu, der nach einer schönen Kombination über Dominick Lünemann und Whitson vergab (62.). Auch Daniel Krüger (77.), der nach der Halbzeit Stürmer Simon Mors (Oberschenkelzerrung) ersetzte, konnte Kemman nicht überwinden. Damit bleibt Senden (25 Punkte, Platz fünf) in der Tabelle weiter vor dem SV Herbern , der mit einem Punkt weniger auf Rang sechs liegt.

SVH: Freitag – Conde, Schulte, Richter, Vogt, Cabrera, Lünemann, Eroglu (85. Scholtysik), Whitson (75. Trapp), Schütte, Mors (46. Krüger)
Senden: Kemmann - Schnetgöke, Reickert, Reckmann, Kintrup, Berning, Dabrowski, Hölscher, Schrader, Heubrock (72. Kaling), Abed
Tore: Fehlanzeige

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