Trainer beim SV Herbern verzichten auf Geld in der Coronakrise

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Der SV Herbern zahlt seinen Trainern während des normalen Betriebs eine Aufwandsentschädigung. In Coronazeiten ist aber auch diese Regelung auf den Kopf gestellt.

Herbern

, 12.04.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für gewöhnlich ist die Bezahlung der Trainer beim SV Herbern klar geregelt. Sowohl in der ersten und zweiten Mannschaft, als auch bei den A-Junioren, bekommen sie eine Aufwandsentschädigung. Aber wie sieht das in Zeiten der Corona-Pandemie, in denen der Spiel- und Trainingsbetrieb brach liegen, aus?

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„Natürlich haben wir über das Thema auch bereits im Vorstand geredet“, bestätigt Ludger Staar, Sportlicher Leiter des SV Herbern. „Wie es in Zeiten von Corona so üblich ist, hatten wir eine Videokonferenz. Da haben wir uns dann zu dem Thema beraten.“

Im Vorstand ging es um zwei Entscheidungen für zwei unterschiedliche Zeiträume. „Wir haben da einmal den März, wo es am Anfang noch den Spielbetrieb gab. Da war es von Anfang an klar, dass die Trainer da noch ihr Geld bekommen“, so Staar.

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Theoretisch, so der Sportliche Leiter, habe natürlich jeder Coach weiterhin das Recht, seine Aufwandsentschädigung bekommen. „Wir haben uns dann entschieden, mit den Trainern zu sprechen. Sie sollten es selbst entscheiden“, so Ludger Staar.

Alle Trainer wurden gefragt - mit einem eindeutigen Ergebnis. „Alle haben ganz klar gesagt, dass sie ab sofort die Aufwandsentschädigung nicht mehr bekommen wollen“, berichtet Ludger Staar. „Das hat mich natürlich sehr gefreut und ist ein schönes Zeichen.“

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Für Holger Möllers, (Noch-)Trainer der ersten Mannschaft des SV Herbern, war der Verzicht selbstverständlich. „Da gab es gar keine andere Überlegung. Wofür soll in eine Aufwandsentschädigung bekommen, wenn ich überhaupt keinen Aufwand habe?“, so Möllers. „Wenn ich in meinem Job etwas nicht machen kann, bekomme ich auch kein Geld. Das ist eindeutig klar.“

Ludger Staar freute sich über die Solidarität der Trainer. „Da zeigt sich wieder die große Herberner Familie, die in solchen Momenten zusammenhält“, so der Sportliche Leiter. Gerade für die ungewisse Situation des Vereins sei das wichtig: „Wir wissen nicht, wie es sich entwickelt, weder die Pandemie, noch die finanzielle Situation. Wer weiß, wie es noch weiterläuft, auch mit Sponsoren oder ähnlichem.“

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Aktuell sieht die Situation aber für den Verein wohl in Ordnung aus. „Im Moment passt es schon. Natürlich ist die Situation nicht einfach, aber ich denke, wir werden das schon schaffen“, so Staar.

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