Trotz erneuter Niederlage: Der SV Stockum hat „eine Mannschaft, die definitiv zocken kann“

rnFußball: Kreisliga A

Nur sechs Punkte stehen aktuell für den SV Stockum zur Buche. Kapitän Ismail Cördük sieht aber noch keinen Grund um aufzugeben und äußert sich zu seinem überraschenden Kapitänsamt.

Stockum

, 19.02.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit viel Euphorie war der SV Stockum am Sonntag in das erste Pflichtspiel 2020 gestartet. Gegen den FC Pelkum sollten endlich wieder drei Punkte her, um den drohenden Abstieg in die Kreisliga B zu verhindern. Doch schnell folgte die Ernüchterung: Mit 2:3 verlor der Fußball-A-Ligist die Partie.

„Das war schon extrem bitter“, resümierte Ismail Cördük nach der Partie. „Wenn du zweimal in Führung gehst und am Ende trotzdem verlierst, ist es natürlich noch schlimmer.“ Das zeigte auch das Resultat in der Tabelle. Mit nur sechs Punkten stehen die Stockumer weiterhin auf dem vorletzten Platz in der Tabelle. Bis zum TuS Wiescherhöfen, der ersten Mannschaft auf einem Nicht-Abstiegsplatz, beträgt der Abstand bereits sechs Punkte - und das, obwohl die Stockumer ein Spiel mehr auf dem Konto haben.

Jetzt lesen

„Die Niederlage hat die Situation natürlich nicht besser gemacht“, weiß auch Cördük. „Natürlich wird es immer schwerer, da unten rauszukommen. Aber ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen.“ Schließlich müsse sich die Mannschaft mit den vielen Neuzugängen erstmal einspielen, bevor alles klappt.

„Angesichts der aktuellen Situation hört sich das sicherlich komisch an“, sagt Ismail Cördük. „Aber wir haben eine Mannschaft, die definitiv zocken kann.“ Deswegen habe in der Mannschaft auch noch niemand aufgegeben - auch, wenn die Situation brenzlig ist. „Wir müssen realistisch sein, natürlich. Aber wenn wir unser Selbstbewusstsein wiederfinden und zusammenwachsen, können wir das schaffen.“

„Damit rechnet man natürlich nicht unbedingt“

Für Ismail Cördük selbst war die Partie gegen den FC Pelkum das erste Pflichtspiel seit rund einem Jahr für den SV Stockum. Im vergangenen Winter war er zum Lokalkonkurrenten Eintracht Werne gewechselt, zu Beginn des Jahres entschied er sich aber für eine Rückkehr zum SVS.

Jetzt lesen

Vom neuen Trainer Jürgen Welp wurde er dort direkt zum Kapitän ernannt. „Damit rechnet man natürlich nicht unbedingt“, gibt Cördük zu. „Aber ich wurde gefragt und wenn ich der Mannschaft damit helfen kann, mache ich das natürlich gerne.“ Als erfahrener Spieler fühle er sich dem durchaus gewachsen und werde er vorangehen, so Cördük.

Dennoch ist der Abstiegskampf etwas ganz Neues für den 34-Jährigen. „Ich habe schon viele Situationen erlebt im Fußball und auch in höheren Ligen gespielt“, erzählt der Kapitän. „Die aktuelle Situation ist aber natürlich ungewohnt. Aber wir müssen das jetzt annehmen und uns alle voll reinhängen, wenn wir das schaffen wollen.“

Lesen Sie jetzt