Tschernoster und die "Grüne Hölle"

Radsport: Rennen auf dem Nürburgring

Nach rund vierwöchiger Pause starten Radsportler Jan Tschernoster und das Rad-Net Rose-Team am Sonntag auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Auf der 140 Kilometer langen Strecke, die auch "Grüne Hölle" genannt wird, will der 19-Jährige ein gutes Ergebnis einfahren.

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, 29.07.2016, 16:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jan Tschernoster startet mit seinem Team auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte.

Jan Tschernoster startet mit seinem Team auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte.

Streng genommen, hat der 19-Jährige nur eine Woche pausiert. Seit drei Wochen ist er wieder im Training. Und hat sich bei kleinen Rundstreckenrennen in der Pfalz die nötige Wettkampfpraxis geholt. Ein wenig kürzer zu treten in den vergangenen Wochen, hat Tschernoster gut getan, wie er selber sagt. Er fühlt sich fit.

„Ich gehe schon davon aus, dass ich Sonntag in der Lage sein werde, ein gutes Ergebnis einzufahren“, sagte Tschernoster am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion. Er ist gerüstet für die Aufgaben, die er vor der Brust hat. Denn nach dem Rennen am Nürburgring, geht auch die Bundesliga-Saison weiter.

"Mann für das Finale"

„Natürlich ist ein solch schweres Rennen nach der Pause nicht einfach. Aber es ist ein deutsches Rennen und deswegen wollen wir uns auch gut präsentieren.“ So wird Ralf Grabsch, Sportlicher Leiter des Rad-Net Rose Teams, auf der Homepage des Rennstalls zitiert. Und weiter: „Wir wollen am Anfang mit in die Gruppen gehen, auf uns aufmerksam machen und als Mannschaft auftreten. Und mit Jan Tschernoster haben wir auch einen Mann für das Finale.“

Das heißt: Grabsch traut dem Sieger der Oder-Rundfahrt einen weiteren großen Wurf zu. Sofern das Rennen nicht im Massensprint endet. „Da bin ich eigentlich nicht der richtige Typ für“, sagte Tschernoster. Allerdings geht er nicht davon aus, dass es auf der selektiven Strecke, der sogenannten „Grünen Hölle“, zu einem Massensprint kommen wird.

Auf dem Weg ins Ziel

140 Kilometer werden die Radsportler auf dem Nürburgring absolvieren, 3500 Höhenmeter müssen sie auf dem Weg ins Ziel überwinden. „Das ist eine sehr anspruchsvolle Strecke. Aber ich gehe davon aus, dass die Bedingungen dort perfekt sein werden“, sagte Tschernoster. Auf einer Strecke, die, so hofft er, keine richtigen Engpässe für die Radsportler bereithalten wird. Gleichwohl erwartet er „einige schnelle Abfahrten“.

Ob diese Tatsachen das Rennen entspannter machen, bezweifelt Tschernoster. Aber sie machen es interessant. Egal ist Tschernoster, ob er auf einer Rennstrecke oder auf einer Bergetappe unterwegs ist. „Ein Radrennen ist ein Radrennen. Da fährt man immer am Limit“, sagte Tschernoster gestern. Er freut sich auf das „Rudi Altig Race“. Auch wenn er nicht einschätzen kann, was genau ihn in der „Grünen Hölle“ erwartet.“

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