TV-Damen reisen zum Spitzenspiel nach Herten

Volleyball: Oberliga

Am Samstagabend kommt es zum Kracherspiel der Volleyball-Damenoberliga. Der TV Werne, als aktueller Tabellendritter mit einem Punkt Rückstand auf das Spitzenduo Borken-Hoxfeld 2 und den TuS Herten, trifft auf den Zweitplatzierten TuS.

WERNE

03.02.2017, 14:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
TV-Damen reisen zum Spitzenspiel nach Herten

Annika Patzdorf (am Ball) und die TVW-Damen müssen gegen den TuS Herten ihre bestmögliche Tagesform abrufen, um eine Siegchance im Spitzenspiel der Oberliga zu haben.

Volleyball: Damen-Oberliga Tus Herten – TV Werne Samstag, 18 Uhr, Martin-Luther-Halle, Martin-Luther-Straße 3, 45701 Herten

Das Hinspiel konnte der TVW mit 3:1 für sich entscheiden. Zu Hause ist Herten allerdings eine Macht. Das Team hat einen Fanclub, von dem manch ein Bundesligateam nur träumen kann. Durch die eigenen Fans nach vorne gepeitscht, sind die Hertener zu Hause noch ungeschlagen. Herten will sich für die Hinspielniederlage revanchieren – außerdem spricht die Form der Hertener eine klare Sprache. Die jüngsten Begegnungen gegen Top-Teams der Liga, Hörde (4.) und Bochum (5.), konnte der TuS hoch und ungefährdet gewinnen.

Doch einiges spricht auch dafür, dass Werne den Sieg davontragen kann. Der TVW wird sich durch die Stimmung ebenfalls beflügeln lassen – in hitzigen Begegnungen kann Werne meist sein ganzes Potential abrufen. Auch Werne befindet sich in herausragender Verfassung: So konnte das Team von Bronek Bakiewicz und Rolf Wilmsen alle drei Rückrundenspiele bisher für sich entscheiden. Klare Vorteile sieht das Trainerteam auf der Position des Mittelblocks, hier will Werne die nötigen Akzente setzen.

Intelligenz versus Kraft

Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Laut Hertener Aussage trifft am Samstag Intelligenz (TVW) auf Kraft (TuS). Für diese Aussage sprechen sicherlich die Voraussetzungen beider Teams. Herten weist deutliche Größenvorteile auf, weshalb sich die Spielerinnen im Angriff oft auf ihre Kraft verlassen können, während Werne mit variablen Angriffen arbeiten muss, um den Gegner zu überlisten. Im Hinspiel spielte Werne unspektakulär aber effektiv. Wichtig wird sein, so wenig Eigenfehler wie möglich zu produzieren und dem Gegner einen möglichst starken Block und kämpferische Feldabwehr entgegenzustellen.

Voraussetzung ist eine stabile Annahme, aus der heraus Werne sein Angriffsspiel aufziehen kann. Mit risikoreichen Aufschlägen gilt es außerdem, die gegnerische Annahme unter Druck zu setzen. Hier schaltet und waltet auf Seiten Hertens eine sehr guter Libera, die Annahme und Verteidigung zu organisieren weiß. Nicht nur deswegen zollt das Werner Trainerteam seinem Gegner vor der Begegnung großen Respekt. Vor wenigen Saisons spielte Herten noch in der Landesliga und konnte sich nach mehreren Aufstiegen direkt im ambitionierten Teil der Oberliga etablieren.

Mit welcher Aufstellung und welcher Taktik der TVW in die Partie geht, möchte das Werner Trainerduo noch nicht verraten. Fakt ist aber, dass Werne an diesem Spieltag seine beste Leistung abrufen muss, um einen Auswärtssieg davon zu tragen. Als i-Tüpfelchen würde mit einem Sieg auch mindestens ein Platz unter den besten zwei der Liga herausspringen. Da Zuspielerin Jenny Böttger am Samstag Geburtstag hat, will ihr das Team am liebsten den Sieg schenken.

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