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TV-Werne-Herren mit Abstiegskrimi zum Abschied

Handball

Das letzte Saisonspiel des TV Werne in der Handball-Bezirksliga gegen den TV Beckum am Samstag ist nicht irgendein Spiel. Nicht für den Verein, nicht für Trainer Ingo Nagel. Während der TVW gewinnen und auf Patzer der Konkurrenz hoffen muss, um doch noch den Klassenerhalt zu schaffen, ist es für Nagel das definitiv letzte Spiel.

WERNE

, 11.05.2017 / Lesedauer: 3 min
TV-Werne-Herren mit Abstiegskrimi zum Abschied

Muss sich alles gut überlegen: In Ingo Nagels letztem Spiel an der Seitenlinie des TV Werne muss sein Team liefern.

Bezirksliga Hellweg TV Werne - TV BeckuM Samstag, 16 Uhr, Im Lindert, 59368 Werne

Nach der erwartbaren Pleite in Brambauer in der vergangenen Woche hat der TV Werne den Klassenverbleib nicht mehr in der eigenen Hand. Die Mannschaft von Trainer Ingo Nagel muss gewinnen und entweder Lünen oder Overberge dürfen nicht punkten – dann wäre der Kreisliga-Abstieg abgewendet. Zwei Punkte nur trennen Werne und die beiden Konkurrenten, der direkte Vergleich spricht für den TVW.

„Die Anspannung hält sich noch in Grenzen, die Jungs sind heiß auf das Spiel“, berichtet Nagel. Und als ob das Nicht-Abstiegsszenario nicht schon theoretisch genug wäre, wartet am Samstag auch noch ein unangenehmer Gegner auf die Werner. Der TV Beckum ist Tabellensiebter und hat das Hinspiel mit 28:24 gewonnen.

„Beckum ist daheim deutlich stärker als auswärts. Ich weiß auch nicht, ob die komplett antreten“, sagt Nagel. Denn für Beckum geht es schon seit Monaten um nichts mehr. „Wenn wir es noch in eigener Hand hätten, würde ich die Chance mit 80 Prozent beziffern“, macht der Coach seiner Mannschaft Mut.

Aufpassen muss der TV Werne auf die robuste Beckumer Deckung, besonders im Mittelblock. Die hatte schon im Hinspiel mit den Ausschlag für die Werner Niederlage gegeben.

„Der Glaube ist da“

„Die Grundstimmung im Team ist gut. Und der Glaube daran, dass wir es am Samstag schaffen, ist mehr als da“, sagt Nagel. Jeder, der spielfähig ist, werde dabei sein, so Nagel: „Es könnte sein, dass wir das Luxusproblem haben, einen Spieler auf die Tribüne setzen müssen. Vorausgesetzt, im Training passiert nichts mehr.“

Die größte Hoffnung setzt er am Samstag auf den Soester TV, der den TuS Overberge empfängt. „Die spielen zu Hause und haben das Hinspiel verloren gegen Overberge. Ich denke nicht, dass die Soester, mit ihren Ambitionen zweimal gegen einen Abstiegskandidaten verlieren wollen“, macht Nagel deutlich. Dass Ennigerloh beim Lüner SV, dem zweiten Konkurrenten, gewinnt, stuft Nagel als unwahrscheinlich ein.

Egal, wie das Spiel letztlich ausgeht – eins steht fest: Es wird Nagels letztes Spiel sein. „Noch spüre ich keine Wehmut, bin voll im Kampfmodus. Die Entscheidung habe ich ja schon vor Wochen gefällt, ist nichts Überraschendes“, erklärt Nagel und schiebt nach: „Mein Ziel ist es, die Mannschaft nicht nur in die Bezirksliga geführt zu haben, sondern nach der Saison auch in der Bezirksliga meinem Nachfolger zu übergeben.“ 

 

 

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