TV Werne: Zur Geisterstunde in den Mai getaucht

WERNE Was dem einen sein Tanz in den Mai ist, ist dem Taucher sein "Tauch in den Mai", das dachte sich Hannes Kranemann von der Tauchsportabteilung des TV Werne vor zwei Jahren.

von Ruhr Nachrichten

, 06.05.2008, 18:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tauchten in den Mai (v.l.n.r.): Dieter Corhsen, Rolf Zelaß, Gisbert Schmidt, Ludger Hunloh, Dirk Scheerer, Tobias Gehrke, Achim Sell und Hannes Kranemann. Es fehlt Fotograf Ulrich Gockel.

Tauchten in den Mai (v.l.n.r.): Dieter Corhsen, Rolf Zelaß, Gisbert Schmidt, Ludger Hunloh, Dirk Scheerer, Tobias Gehrke, Achim Sell und Hannes Kranemann. Es fehlt Fotograf Ulrich Gockel.

So organisierte er kurzerhand 2006 erstmals diesen mitternächtlichen Event. "Uns geht es dabei gar nicht so sehr darum, lange oder besonders tief unter Wasser zu sein. Nein - allein die Tatsache, mit Gongschlag null Uhr den Monat Mai zu begrüßen, ist das Besondere dieses Tauchgangs", erzählt er von seiner Idee.

Dabei ist die Vorbereitung eines Nachttauchganges sowieso immer etwas Besonderes, denn nur der Geübte kommt heil, mit vollständiger und richtig montierter Ausrüstung ans und ins Wasser. Denn wenn es dunkel ist und man nur beim Schein der Kofferraumbeleuchtung sein Tauchgerät zusammenbauen muss, gehört schon etwas Übung zu.

Und auch der Weg ins Wasser ist dann nicht ganz einfach. Man kann schon mal ganz schnell einen tiefhängenden Zweig oder eine Baumwurzel übersehen. Aber all die Mühen werden bei einem Nachttauchgang meist mit vielen interessanten nachtaktiven Fischen belohnt, denn mit dem Schein der starken Unterwasserlampen kann man Hecht, Zander oder Aal bei der Jagd beobachten.

Sechs Grad Wassertemperatur

Am vergangenen Mittwochabend (30. April) trafen sich neun TV-Tauchsportler um 23.15 Uhr an der Möhnetalsperre, um dann pünktlich kurz vor Mitternacht ins Wasser zu gehen. Bei sechs Grad Wassertemperatur tauchten sie 30 Minuten in der Taucherbucht an der Deleckerbrücke.

Und nachdem sie sich nach dem Tauchgang aus dem kalten und nassen Tauchanzug gezwängt hatten, warteten schon der Grill mit einigen heißen Würstchen und ein entsprechendes warmes Getränk auf die Taucher. Gegen 2.30 Uhr wurde der Heimweg Richtung Werne eingeschlagen - mit dem sicheren Gefühl, sich im nächsten Jahr zur gleichen Zeit wieder dort zu treffen, um gemeinsam in den Mai zu tauchen.

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