TVW-Herren werden für Nicht-Leistung abgewatscht

Handball: Bezirksliga

Das war eindeutig: Das Team des TV Werne musste sich in der Bezirksliga Hellweg am Samstagabend dem TV Ennigerloh 20:33 geschlagen geben. Trainer und Spieler waren nach Spielende maßlos enttäuscht.

WERNE

, 05.12.2016 / Lesedauer: 2 min
TVW-Herren werden für Nicht-Leistung abgewatscht

TVW-Trainer Ingo Nagel faltet seine Spieler ob deren Leistung während der Auszeit zusammen.

Handball, Bezirksliga Hellweg TV Werne –TV Ennigerloh 20:33 (9:15)

Erstmals wurde TVW-Trainer Ingo Nagel zur Auszeit in Hälfte eins laut. Seine Spieler hätten Angst vor dem Ball, keiner würde Verantwortung übernehmen und überhaupt solle man sich endlich den Allerwertesten aufreißen, um ins Spiel zu kommen. Die Wortwahl war dabei derber, als hier beschrieben.

Zu diesem Zeitpunkt waren gut zwölf Minuten gespielt. Nachdem Ennigerloh in Führung ging, konnte der TVW ausgleichen, aber dann zog der Gegner auf 5:1 davon, ehe Werne vor der Auszeit endlich der zweite Treffer gelang. Näher als drei Tore sollte das Nagel-Team nicht mehr an die Gäste rankommen.

Das Spiel ist schnell zusammengefasst: Der TV Ennigerloh schraubte das Ergebnis in die Höhe und verwaltete ab dem 11:21 in der zweiten Hälfte konstant einen Vorsprung von mindestens zehn Treffern. Immer wieder traf der Gegner aus dem Rückraum – eine Qualität, die dem Heimteam komplett abging. „Deren Abwehr ist eigentlich nicht so gut, aber wir haben gar keinen Druck auf die Deckung bekommen. Und hinten haben wir unsere Torhüter im Stich gelassen“, sagte Nagel.

"Das war nichts"

Das Auftreten werde noch Thema im Training am Dienstag sein, kündigte er an. „Wir waren gar nicht auf dem Platz. Keine Einstellung, kein Biss“, so der Trainer. Die Spieler waren sich mit Abpfiff ihrer Nicht-Leistung bewusst. Alex Gröblinghoff stand nach der Partie nachdenklich vor der Halle. „Das war nichts“, sagte er leise.

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