Volleyball-Schiri Theresa Rottmann: „Die Männer sind meist weniger nachtragend“

TV Werne

Theresa Rottmann ist eine der Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne. Doch ihre Leidenschaft hört nach dem Spiel nicht auf: Die 31-Jährige ist bereits Bundesliga-Schiedsrichterin.

von Juri Kollhoff

Werne

, 05.12.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Volleyball-Schiri Theresa Rottmann: „Die Männer sind meist weniger nachtragend“

Theresa Rottmann ist nicht nur als Spielerin, sondern auch als Schiedsrichterin aktiv. © Greis

Theresa Rottmann lebt den Volleyball wie keine zweite. Seit zwanzig Jahren läuft sie schon für den TV Werne auf, gehört seit etlichen Saisons zum festen Kern der ersten Damen. Als Libero ist sie Annahmespezialistin und organisiert den Werner Abwehrriegel. Hier hört ihre Passion für den Volleyballsport jedoch nicht auf. Die 31-Jährige ist die jüngste Bundesliga-Schiedsrichterin in Deutschland.

„Der TV Werne hat selbstverständlich Priorität“

Seit zwei Jahren ist sie im Besitz der höchsten Schiedsrichter-Lizenz in Deutschland, der A-Lizenz. Seitdem reist Rottmann jedes Wochenende durch das Land, um Volleyballspiele auf höchstem Niveau zu pfeiffen. Zwei Länderspiele waren auch schon dabei. Ihre Spiele als Referee passt Rottmann immer dem Spielplan ihrer eigenen Oberligamannschaft an. „Der TV Werne hat selbstverständlich Priorität, aber ich kann mir die Termine legen, wie ich will. Wenn wir mit dem TVW samstags spielen, dann pfeife ich eben am Sonntag in der Bundesliga oder andersherum. Das passt ganz gut.“

Das Schiedsrichtern ist für Rottmann nach wie vor ein Hobby, hauptberuflich ist sie Grundschullehrerin in Hamm. Rottmann pfeift, weil es ihr Spaß macht und das macht sie schon seit Jugendzeiten. Ihre Teamkolleginnen sind immer dankbar, denn so können sie dem unbeliebten Job auf Turnieren oder damals während der Jugendspieltage entgehen. Eine Win-Win Situation.

Theresa Rottmann repräsentiert die Jugend

In der Sommerpause gibt Rottmann Schiedsrichterlehrgänge und ist als Lehrwartin Teil des Verbandsschiedsrichterausschusses. Dabei repräsentiert sie die Jugend. Ohnehin ist die Wernerin mit Abstand die jüngste Bundesligaschiedsrichterin. Sie pfeift also auch oft die Spiele von Profisportlern, die älter sind als sie selbst. Ein ungewöhnlicher Fakt, der sie aber nicht stört.

„Meine Highlights waren bisher die A-Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft. Das ist dann schon sehr besonders“, erklärt Rottmann. „Hier war ich auch etwas nervös, an die Bundesligaspiele habe ich mich mittlerweile schon gewöhnt.“ Generell pfeife sie lieber die Spiele der Herren. „Gemeckert wird eigentlich immer, aber die Männer sind meist weniger nachtragend“, so Rottmann.

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