Warum Marin Medjedovic (30) nach einem Platzverweis direkt wieder spielen durfte

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Nach wiederholtem Foulspiel hatte Marin Medjedovic, Kapitän des SV Stockum, gegen Uentrop die Ampelkarte gesehen. Dennoch war er bei der nächsten Partie wieder dabei. Das sind die Gründe.

Stockum

, 28.10.2019, 12:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Personaldecke des Fußball-A-Ligisten SV Stockum ist derzeit sehr dünn. Zu den vielen Verletzten gesellten sich am vorletzten Spieltag auch noch Youness Rissane und Kapitän Marin Medjedovic, die im Spiel gegen den TuS Uentrop beide nach wiederholtem Foulspiel vom Platz gestellt wurden. Doch schon beim 2:2 gegen den TuS Uentrop II am Spieltag danach stand Medjedovic wieder für die Stockumer auf dem Platz. Wie konnte es dazu kommen?

„Wir sind auch davon ausgegangen, dass er nicht spielen darf“, sagte Zakaria Slimani nach dem Abpfiff lachend. „Schließlich zieht so eine Gelb-Rote Karte ja eigentlich immer ein Spiel Sperre nach sich, dachte ich.“ Und auch Marin Medjedovic selbst hatte nicht mit einem Einsatz gerechnet: „Ich war mir eigentlich sicher, dass ich bei dem Spiel auf jeden Fall zuschauen muss.“

„Für ein Spiel oder höchstens zehn Tage gesperrt“

Doch Stockums Kapitän hatte Glück im Unglück, denn seine Sperre war am Sonntag bereits verfallen. Friedhelm Wittwer, Staffelleiter der Kreisliga A1, erklärte: „Wenn ein Spieler eine Gelb-Rote Karte bekommt, ist er für ein Spiel oder höchstens zehn Tage gesperrt. Da kann man dann eben auch mal Glück haben.“

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Wie im Fall von Marin Medjedovic: Da die Stockumer ein Wochenende spielfrei hatten, war die Sperre des 30-Jährigen abgegolten, ehe er überhaupt wieder hätte eingesetzt werden können. „Da hat es sich mal einmal ausgezahlt, dass wir spielfrei hatten“, sagte Medjedovic lachend.

Für Zakaria Slimani ist sein Kapitän „besonders wichtig“

Für Zakaria Slimani war das unerwartete Auflaufen seines Kapitäns eine glückliche Fügung. „Natürlich bin ich in der aktuellen Situation froh über jeden, der spielt. Aber Marin ist als Kapitän natürlich besonders wichtig“, sagte der Trainer. „Und er hat am Sonntag wieder ein super Spiel gemacht und die Mannschaft auf dem Platz geführt. Das ist für uns enorm wichtig.“

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„Es ist schön für mich persönlich, aber auch gut, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte Marin Medjedovic über seinen unerwarteten Einsatz. Schließlich ist die Personaldecke der Mannschaft weiterhin dünn: „Im Moment ist es echt kritisch, was die Spieler angeht. Aber so lange wir irgendwie elf Mann auf dem Platz haben, geht das schon.“

Nach dem Schlusslicht kommt der Spitzenreiter

Doch die Gegner werden in den kommenden Wochen nicht leichter. Nach dem 2:2-Unentschieden gegen das Tabellenschlusslicht TuS Uentrop II folgt nun das Heimspiel gegen den Spitzenreiter SVE Heessen. „Das ist für uns keine einfache Aufgabe. Dessen sind wir uns natürlich bewusst“, weiß Marin Medjedovic. „Aber in so einem Spiel können wir auch ohne Druck befreit aufspielen. Vielleicht haben wir da mal die Chance, einen großen Gegner ein bisschen zu ärgern.“

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