Weniger Gelb-Rot auf Bezirksebene - keine Unterschiede in der Kreisliga

Zwischenfazit nach Regeländerung

Gelb-Rot, Platz verlassen, eine Woche Sperre – die Regel gibt es im Amateur-Fußball der Senioren seit der laufenden Spielzeit. Der Verband hofft, die Anzahl der Gelb-Roten Karten zu minimieren. In der Bezirksliga 8 scheint sich das nach sechs Spieltagen zu erfüllen. In der Kreisliga A Lüdinghausen nicht.

KREISGEBIET

von Von Thomas Schulzke und Malte Woesmann

, 25.09.2013, 18:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weniger Gelb-Rot auf Bezirksebene - keine Unterschiede in der Kreisliga

Für König ist es aber viel zu früh, um in eine abschließende Analyse zu gehen. Er freut sich erstmal darüber, dass bisher eine positive Tendenz zu erkennen ist. Kurtulus Öztürk, Spielertrainer des Bezirksligisten Werner SC, glaubt, dass sich einige Spieler seit der Regeländerung mehr Gedanken machen. Sie wollen darauf verzichten, durch Meckern oder ein taktisches Foul sich eine zweite Gelbe und eine Sperre einzufangen. „Ich selber mache mir keine großen Gedanken. Wenn ich dem Team so helfen kann, hole ich mir halt eine Gelb-Rote Karte ab.“ Er hätte aber kein Problem damit, wenn ein Mitspieler lieber zurückzieht, um einer Strafe zu entgehen. Die Tendenz, die in der Bezirksliga 8 zu erkennen ist, gibt es in der Kreisliga A Lüdinghausen nicht. Aktuell haben die Schiedsrichter zwölf Spieler mit Gelb-Rot vom Platz geschmissen. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison waren es 13. Stockum-Coach Ralf Gondolf wundert es nicht, dass sich bisher in der Kreisliga A nichts geändert hat. „Viele Teams haben einfach keinen üppig besetzen Kader. Da wechsele ich doch nicht einen Spieler aus, der Gelb-Rot-belastet ist.“ Klaus Lohmann, Trainer des A-Ligisten SV Südkirchen, ist kein Freund der Regeländerung, hat aber reagiert. „Ich bin vorsichtiger geworden. Ich wechsele jetzt früher aus, wenn ein Spieler Gelb-belastet ist.“

In der Halbzeitansprache spreche Lohmann seine Spieler, sollten sie früh eine Gelbe Karte bekommen haben, gezielt an, nicht mehr zu ungestüm in die Zweikämpfe zu gehen. Aber nicht nur der Trainer reagiere nun schneller, auch die Schiedsrichter würden nun eher Hinweise geben, einen Spieler auszuwechseln. Staffelleiter Günter Becks hofft, dass sich der Trend der Bezirksliga am Ende der Spielzeit auch in der Kreisliga A wiederfindet. Mal schauen, ob sein Wunsch sich erfüllen wird.

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