Werner SC bleibt Transfer-Linie treu: „Kein Spieler soll unsere Mannschaft sprengen“

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Ursprünglich hatte der Werner SC vor, vielleicht noch ein bisschen mehr auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Doch der externe Berater Kurtulus Öztürk erklärt, warum das nicht immer ganz einfach ist.

Werne

, 19.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist kein Geheimnis, dass sich auch die Amateurfußballvereine jeden Sommer nach neuen Spielern umschauen. Meist wird Verstärkung auf ganz bestimmten Positionen gesucht. So wie in diesem Jahr beim Werner SC. „Ein neuer Stürmer wäre für uns sicherlich noch ganz sinnvoll“, sagt Trainer Lars Müller vor einigen Monaten.

Nun, kurz vor dem Saisonstart, hat sich nicht viel geändert in der Mannschaft des Landesligisten. Einzig Mirac Kavakbasi kam als externer Neuzugang hinzu - allerdings eher für das Mittelfeld des WSC als für den Sturm. Aber woran liegt das?

„Oft stimmte einfach das Verhältnis nicht“ für den Werner SC

„Wir haben uns natürlich auf der Position umgeschaut, aber auch für andere Positionen nach Verstärkung gesucht“, erklärt Kurtulus Öztürk, der als externer Berater federführend für die Transfers beim Werner SC zuständig ist. „Wir haben schon auch die einen oder anderen Gespräche geführt, diese dann aber meistens auch relativ schnell wieder eingestellt.“

Aber nicht etwa, weil der Werner SC sportlich nicht überzeugt gewesen wäre. „Oft stimmte einfach das Verhältnis nicht. Da wollten Spieler viel zu viel Geld“, erklärt Öztürk. „Es gibt Mannschaften, in denen deutlich mehr mit Geld gearbeitet wird. Aber sowas gibt es bei uns nicht. Kein Spieler soll unsere Mannschaft sprengen, was das Geld angeht.“

Oft sei es dann auch gar nicht erst zu den persönlichen Gesprächen gekommen, die Öztürk meist vor einem Transfer führt. „Eigentlich versuche ich, alles bei einem Treffen zu regeln“, so der externe Berater. „Aber wenn ich merke, dass jemand etwas verlangt, was wir nicht wollen, beende ich die Sache auch am Telefon, das ist kein Problem.“

Zusätzlich habe in diesem Jahr auch das Coronavirus die Transfersituation verändert. „Einige Spieler haben sich entschlossen, in der unsicheren Lage vielleicht doch vorerst bei ihrem Verein zu bleiben. Das ist ja auch durchaus sinnvoll“, sagt Öztürk.

Dennoch hat der Werner SC den Kopf noch nicht in den Sand gesteckt - und wird möglicherweise belohnt. Mit einem Spieler steckt Öztürk noch in den Verhandlungen, er könnte noch vor dem Liga-Start zum WSC hinzustoßen.

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In jedem Fall sieht er die Mannschaft des WSC für die kommende Landesliga-Saison gut gerüstet. „Das Wichtigste ist erstmal, dass die Jungs gesund bleiben“, sagt er. „Dann haben wir eine sehr gut eingespielte Mannschaft, die sicher auch in der Lage ist, ihren Ansprüchen gerecht zu werden.“

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