Werner SC siegt auch dank Jorma Hoppe

Fußball Landesliga 4

Der Werner SC ist auf der Torhüter-Position bestens besetzt. Wenn alle fit sind. Gegen Senden hielt Neuzugang Jorma Hoppe den Sieg fest.

Werne

, 08.10.2018, 20:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werner SC siegt auch dank Jorma Hoppe

Jorma Hoppe, hier bei einem Testspiel gegen Roj, war einer der Matchwinner des Meisterschaftsspiels gegen den VfL Senden. Gleich vier Großchancen vereitelte er. © Andreas Wegener

Jorma Hoppe musste drei Mal hinter sich greifen. Und trotzdem war er der beste Mann auf dem Platz beim Fußball-Landesligisten Werner SC in der Partie gegen den VfL Senden. Wernes Torhüter hatte maßgeblichen Anteil am 4:3-Erfolg. Macht man eine Milchmädchenrechnung auf, hätte der Werner SC mindestens sieben Gegentore bekommen müssen. Doch der 19-jährige Hoppe, der im Sommer von der Hammer SpVg in den Lindert wechselte, vereitelte jede Großchance:

27. Minute: Sendens Topstürmer Rabah Abed verzweifelte als erstes an Hoppe. Im Eins-gegen-Eins war Wernes Keeper schnell draußen, verkürzte geschickt den Winkel und hielt Abeds Schuss in Manuel-Neuer-Manier mit einer schnellen Reaktion mit dem Bein/Knie.

34. Minute: Unübersichtliche Situation im Werner Sechzehner, viele Beine versperrten Hoppe die Sicht. Ein Sendener zog ab, der Ball flog aus Hoppes Sicht flach aus leicht rechts kommend auf ihn zu – blitzschnell war Hoppe unten und entschärfte die Situation.

70. Minute: Senden bekam einen Freistoß 18 Meter vor dem Werner Tor zugesprochen. Aus Torhüter Sicht lag der Ball leicht links versetzt, etwa auf Höhe seines linken Pfostens. Wernes Mauer konnte den Freistoß zunächst abblocken, der Nachschuss ging flach an der sich auflösenden Mauer vorbei Richtung Pfosten – Hoppe machte sich ganz lang und hielt den Ball, der sonst den Weg ins Netz gefunden hätte.

Nachspielzeit, 92. Minute: Wieder Freistoß für Senden, diesmal waren es grob geschätzte 22 Meter und diesmal brachte der Sendener den Ball über die Mauer. Mit viel Effet drehte sich das Spielgerät Richtung Tor, doch Hoppe flog heran und fischte den Ball aus dem Winkel.

Abpfiff: Fazit: Hoppe hält die drei Punkte fest.

„Jorma hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagt sein Coach Lars Müller. „Aber wir wussten ja um sein Potenzial.“ Müller wiederholt aber nochmal, dass er an der Rollenverteilung nichts ändern will. Sebastian Treppe bleibt die Nummer eins. „An dieser Situation gibt es nichts zu rütteln. Sebastian hat halt Pech mit seiner Knieverletzung. Aber wir wussten ja, dass er damit nicht eine ganze Saison durchhalten kann. Auch deshalb haben wir Jorma ja verpflichtet“, erklärt Wernes Coach.

Auch die Verletzung der nominellen Nummer zwei Tristan Schlossarek vor zwei Monaten am Sprunggelenk habe die Verpflichtung von Hoppe notwendig gemacht. Da wäre nur die Variante mit Henrik Pollak geblieben. Doch dem A-Junior fehlt es halt noch an Erfahrung. „Mit Sebastian und Jorma in der ersten Reihe kann sich Henrik dahinter gut entwickeln“, erklärt Müller.

„Bleibe ganz entspannt“

Und was sagt Hoppe selbst zu seinem Auftritt? Er bleibt bescheiden: „Ja, es waren gute Paraden dabei. Aber ich bleibe da ganz entspannt. Ich weiß, dass ich noch Luft nach oben habe. Zuletzt hatte ich ja nur wenig Spielpraxis in den vergangenen zwölf Monaten.“ Nach seinem Schritt von der A-Jugend des SV Herbern in dessen Landesliga-Kader habe er nur sechs Spiele bestritten und auch seine zwei Monate später im Sommer bei der Hammer SpVg sei er nicht zum Einsatz gekommen. Beim WSC hat er jetzt schon 180 Minuten in der laufenden Saison auf dem Platz gestanden.

Nicht nur sein Spiel am Sonntag gegen Senden sieht Hoppe mit einer gewissen Gelassenheit, sondern auch seien Zukunft beim Werner SC. „Erstmal hoffe ich, dass Sebastian wieder fit wird. Aber klar, auch ich möchte immer spielen. Und irgendwann möchte ich auch die Nummer eins werden. Aber das ist doch ganz normal. Am Ende entscheidet es der Trainer“, so Hoppe.

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