Werner SC sucht Disziplin und freut sich auf Prinz

Fußball: landesliga 4

Fußball-Landesligist Werner SC testet am Sonntag beim Bezirksligisten FC Nordkirchen. Ein verletztes Duo ist wohl glimpflich davongekommen - ebenso wie Angreifer Jannik Prinz, dessen Sperre bald ausläuft.

Werne

von Marc-André Landsiedel

, 09.02.2018, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werner SC sucht Disziplin und freut sich auf Prinz

Die Sperre von WSC-Angreifer Jannik Prinz (2.v.l.) wird aller Voraussicht nach am 11. Februar auslaufen.

Nach dem 1:1 im Testspiel gegen den TuS Lohauserholz-Daberg am Mittwochabend, als sich zu allem Überfluss auch noch zwei Spieler verletzten, kann es für den Fußball-Landesligisten Werner SC am Sonntag beim nächsten Vorbereitungsspiel in Nordkirchen eigentlich nur besser werden.

Keine langen Zwangspausen

Immerhin: Lange Ausfallzeiten für sein angeschlagenes Duo befürchtet WSC-Coach Lars Müller nicht. Der Knöchel von Dominik Hennes, der in Hamm umgeknickt war, sei „nicht allzu dick geworden. Und Joel Simon hat sich ja nicht zum ersten Mal die Schulter ausgekugelt. Der gewöhnt sich langsam dran“, flüchtet sich Müller in Sarkasmus. Denn die Vorbereitung sei aufgrund solcher personeller Rückschläge weiter „schwierig“. Ein weiteres Beispiel: Dennis Klossek hat seine Rückenprobleme zwar in den Griff bekommen. „Aber ob es schlau ist, ihn schon am Wochenende bei eventuellen Minusgraden zu bringen, sei mal dahingestellt“, so Müller.

Spielerisch erwartet Müller gegen Nordkirchen eine Steigerung im Vergleich zum Spiel gegen Lohauserholz. „Klar, der Boden war glatt und der Schiedsrichter hat mehrmals überlegt, das Spiel abzubrechen. Trotzdem haben wir unser System nicht diszipliniert gespielt“, moniert Müller. „Wenn wir Mittwoch gelernt haben, dass es gegen einen klassentieferen Gegner nicht reicht, wenn wir weniger investieren – dann wäre ich im Nachhinein mit dem Test zufrieden“.

Motivation stimmt

Dass der FC Nordkirchen, Siebter der Bezirksliga 8, es den Wernern leicht machen wird, darf bezweifelt werden. Auch, wenn deren Trainer Issam Jaber hofft: „Vielleicht kann der WSC uns unsere Probleme aufzeigen – oder dass wir manche Probleme nicht haben.“ Lars Müller setzt naturgemäß einen anderen Fokus: „Wichtig ist nicht, dass wir Nordkirchen etwas beibringen, sondern dass wir selber etwas lernen.“ Ansonsten zeigt sich der WSC-Coach mit der Vorbereitung zufrieden. „Die Jungs trainieren gut, die Motivation ist hoch. Das ist das Wichtigste. Den Rest kann man vermitteln. Das stimmt mich positiv.“

Und noch eine positive Nachricht erreichte den WSC die Tage. Angreifer Jannik Prinz, der nach einer Roten Karte gegen Ahaus seit dem 17. Dezember vorläufig gesperrt war, wird dem WSC nach diesem Wochenende wohl wieder zur Verfügung stehen. Die Spruchkammer habe für den Wiederholungstäter eine Sperre bis zum 11. Februar beantragt. „Dem haben wir natürlich nicht widersprochen. Das wäre super für uns“, so Müller. Damit käme der Wiederholungstäter, der nach einem Platzverweis im Herbst bereits für sechs Wochen gesperrt war, glimpflich davon.

Anpfiff: Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasen, Am Schloßpark, 59394 Nordkirchen

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