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Werner Volleyballerinnen siegen deutlich

Volleyball

Die Volleyballerinnen des TV Werne sind mit einem 3:0-Sieg über den VfL Telstar Bochum in die Oberliga-Saison gestartet. Der deutliche Erfolg überraschte am Samstagabend nicht nur die Werner Fans, sondern auch das Trainerduo. Die Landesliga-Volleyballer des Werner SC sind als Aufsteiger mit einem Sieg über DJK Delbrück II in die Saison gestartet.

WERNE

24.09.2017 / Lesedauer: 4 min
Werner Volleyballerinnen siegen deutlich

Neuzugang Chiara Grewe (am Ball) lief gegen Telstar Bochum auf der Diagonal-Position auf.

Frauen-Volleyball, Oberliga TV Werne - VfL Telstar Bochum 3:0

In den vergangenen Jahren waren die Spiele gegen Telstar immer umkämpft und spannend, meist ging es über die volle Distanz von fünf Sätzen. So ging das Werner Trainerteam um Bronek Bakiewicz und Bernd Purzner auch diesmal von einem engen Spiel aus.

Dass auf Werner Seite in Marie-Therese Fleddermann, Nora Krock, Anna Kablitz und Annika Patzdorf gleich vier Spielerinnen fehlten, war für das Trainerduo jedoch kein Grund am Team zu zweifeln. Dass Mittelangreiferin Jana Reininghaus kurzfristig auch noch ausfiel, minimierte die Wechseloptionen zusätzlich, sodass Bakiewicz und Purzner umstellen mussten und die gelernte Libera Ida Steinweg als Backup über Außen einsetzten.

So konnten aus dem 14er-Kader nur neuen Spielerinnen auflaufen, die Startformation stellte sich demnach beinahe von alleine auf: Theresa Rottmann als Libero, Jenny Bötter im Zuspiel, Chiara Grewe über Diagonal, Annika Böhle und Mira Struwe im Mittelblock sowie Julia Trilken und Anna Jäger im Außenangriff. Bei Telstar Bochum standen einige neue, unbekannte Spielerinnen in der Aufstellung, zudem ein neuer Trainer an der Seitenlinie.

Trotz der neuen Aufstellungen auf beiden Seiten entwickelte sich zunächst wieder ein Spiel auf Augenhöhe, wobei sich der Spielstil beider Mannschaften stark unterschied. Setzte der TV Werne insbesondere auf seine Stärke im Mittelangriff, so suchten die Bochumer ihre Erfolgschancen hauptsächlich über die Außenpositionen. Werne machte von Anfang an einen sicheren Eindruck in der Annahme, wodurch Böttger im Zuspiel alle Optionen hatte und so auch die Mittelangreiferinnen immer wieder in Szene setzen konnte. Auch im Aufschlag erwischte Werne einen guten Tag. Immer wieder baute der TVW genug Druck auf, um die gegnerische Annahme aus dem Konzept zu bringen.

Im Angriff allerdings agierte Werne ab und an zu ungeduldig. „Hier haben wir immer wieder den direkten Punkterfolg gesucht. Das ist eigentlich auch der richtige Weg“, erklärte Bakiewicz. „In manchen Situationen wäre es in diesem Spiel aber besser gewesen weniger Risiko zu gehen und auf Fehler des Gegners zu warten.“ Auch in der Abwehr klappte noch nicht alles so wie geplant, vor allem wurden die Positionen nicht immer positionsgetreu eingehalten. Bemerkenswert war aber, dass der TVW über das gesamte Spiel hinweg seine Linie durchziehen konnte und sich nicht eine schwache Phase erlaubte.

„Im Gegensatz zur vergangenen Saison, in der wir immer wieder viele Punkte in Folge abgegeben haben, ist das ein riesiger Fortschritt“, sagte Bakiewicz. Aus schwierigen Spielsituation befreite sich der TVW immer wieder selbst, indem entweder die taktischen Anweisungen im Angriff wirkten oder durch Spielerwechsel die nötige Ruhe einkehrte.

Ausschlaggebend für den Erfolg war die geschlossene Mannschaftsleistung und die geringe Eigenfehlerquote des TV Werne. Ein Sonderlob des Trainerteams gab es für die beiden Neuzugänge Chiara Grewe und Ida Steinweg: Grewe machte auf der Diagonalposition eine sehr gute Figur und Steinweg stellte sich komplett in den Dienst der Mannschaft, konnte trotz ungewohnter Position zum deutlichen Erfolg beitragen. Trotz der angespannten Personalsituation konnte Werne einen 3:0-Auftaktsieg feiern. So soll es im nächsten Spiel gegen VC Olympia Münster am Sonntag weitergehen.

Team TVW: Wienker, Grewe, Böttger, Böhle, Struwe, Jäger, Trilken, Rottmann, Steinweg.

Herren, Landesliga Werner SC - DJK Delbrück II 3:1

Delbrück stellte eine gemischte Truppe aus erfahrenen Spielern und jungen, aussichtsreichen Nachwuchskräften, die ihrerseits mit starken Angriffen dagegenhielt. So entwickelte sich ein interessantes Spiel. Werne erarbeitete sich die Punkte hart und gab aus Sicht des Trainers viele Zähler zu leichtfertig durch vermeidbare Fehler ab. Vor allem zu Beginn der Begegnung verschlugen die Werner den Großteil ihrer Aufschläge leichtfertig.  Als sich die Aufschlagsqualität besserte, konnte sich der WSC absetzen und damit den ersten Satz für sich entscheiden.

Der zweite Durchgang startete ähnlich wie der erste. Werne konnte sich nicht absetzen und ärgerte sich immer wieder über eigene Fehler. Delbrück schlug Profit daraus und schaffte den Satzausgleich. Im dritten Satz benötigte Werne Zeit, um sich zu fangen. Mit sieben Punkten lag die Mannschaft bereits zurück und fand erst spät in die Spur zurück. Gerade noch rechtzeitig, denn beim Spielstand von 23:23 glich Werne durch Patrick Langer zum ersten Mal aus. Es blieb spannend, beide Teams erarbeiteten sich Satzbälle. Werne behielt letztlich die Oberhand und erkämpfte sich beim 31:29 wiederum die Satzführung.

Nun war der Widerstand der Ostwestfalen gebrochen. Der vierte Satz bot nicht mehr das Niveau der ersten drei Durchgänge, Werne gewann den Satz mit 25:21 und holte als Aufsteiger die ersten drei Punkte in der Landesliga. „Damit haben wir einen guten Start in die Saison hingelegt“, sagte Trainer Bakiewicz nach dem Spiel. Im Angriff waren wir stark, Annahme und Abwehr waren in Ordnung, aber im Block müssen wir deutlich zulegen. Das war nicht landesligareif.“

Team WSC: P. Zurwieden, R. Zurwieden, Czarnetzke, Hoppe, Szillus, Berges, Langer.

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