Westfälische Hallenmeisterschaften bleiben in Werne

Tennis

Nach den erfolgreichen Turniertagen blickt Willi Kraak, 2. Vorsitzender des TC Blau-Weiß Werne, zurück auf die Westfälischen Hallenmeisterschaften der Tennis-Senioren und spricht über die Zuschauer, das Abschneiden der Vereinskameraden und über die Zukunft des Turniers.

von Paul Klur

WERNE

, 25.01.2016, 15:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfälische Hallenmeisterschaften bleiben in Werne

Verbandspräsident Robert Hampe übergibt Markus von Bohlen, der sich im Endspiel der Herren 45 am Oberschenkel verletzt hat, einen kleinen Pokal und eine Urkunde.

Herr Kraak, haben Sie ihre Vereinskameraden mit ihren Ergebnissen glücklich gemacht? Das war Weltklasse! Franz Stüer hat uns mit seinem Halbfinal-Einzug in der Herren-70-Klasse überrascht und Markus von Bohlen hat uns bis zu seiner verletzungsbedingten Aufgabe ein hochklassiges Finale in der Herren-45-Konkurrenz geliefert. Wir sind außerdem stolz darauf, dass Detlef Roth (spielt für den TuS 59 Hamm, Anm. d. Red.) das Finale in der Herren-50-Konkurrenz erreicht hat. Der ist ja Hallenmanager hier in Werne und hat beim TC Blau-Weiß das Tennisspielen gelernt.

Wie haben Sie denn reagiert, als Markus von Bohlen sich im Finale am Sonntag verletzt hat? Für uns alle war das natürlich eine Schrecksekunde. Außerdem hatte er in diesem Moment ja die Gelegenheit, das Spiel zu drehen. Er spielte gerade sehr stark und da war die Verletzung umso ärgerlicher.

220 Spieler schlugen bei den Seniorenmeisterschaften in 13 verschiedenen Turnierklassen auf. „Das ist für die Organisation das absolute Maximum, wir mussten sogar 20 Bewerber ablehnen“, sagte Frank Hofen, Pressereferent des Westfälischen Tennisverbands.

Am Montag hat von Bohlen ja von einem Muskelfaserriss gesprochen. Hat der Arzt das bestätigt? Genau, er hat einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel und zusätzlich einen Meniskusschaden am linken Bein. Das wird auch operiert.

Bei den Endspielen war ziemlich gute Stimmung in der Halle. Sind sie zufrieden mit dem Zuschauerzuspruch? Die Zuschauerzahlen waren sehr gut, am Samstag haben die Besucher teilweise gar keine Parkplätze mehr gefunden. Wir haben also gemerkt, der Verein steht voll dahinter. Deshalb sind wir auch froh, dass wir im kommenden Dezember und im Januar wieder Ausrichter der Hallenmeisterschaften für Senioren und Aktive sein werden. Dafür haben wir gestern bereits die Zusage vom Westfälischen Tennisverband bekommen.

Verbandspräsident Robert Hampe hat ja einige Änderungen für das Turnier vorgeschlagen. Lassen die sich auch in Werne umsetzen? Konkret sollen ja die Meisterschaften der Senioren im Januar und der Aktiven im Dezember zusammen mit jeweils einer oder mehreren Jugendklassen ausgerichtet werden. Wir wären natürlich sehr froh, wenn das in unserer Verantwortung stehen würde. Derzeit finden die Juniorenmeisterschaften nämlich noch an anderer Stelle statt. Aber diese Entscheidung liegt in den Händen des Verbands.

Wie wichtig ist so ein Turnier denn für den Nachwuchs? Wir haben gemerkt, wie unsere Jugendspieler sich für die Spiele auch bei den Seniorenmeisterschaften begeistert haben. Wenn man so gutes Tennis in Werne sehen kann, ist das sicherlich ein Ansporn für den Nachwuchs.

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