Whitson erlöst den SV Herbern bei erstem Sieg seit dem ersten Spieltag

rnFußball: Landesliga

Nach drei Niederlagen in Serie schafft der SV Herbern den Umschwung, dank einem Doppelpack des Brasilianers Whitson.

Herbern

, 29.09.2019, 22:32 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die letzten Wochen waren hart für Brasilianer Whitson und den SV Herbern. Drei Spiele hintereinander verloren, nicht in den Rhythmus vor dem Tor gefunden und zu viele Chancen ausgelassen. Jetzt kam der Umschwung. Endlich wieder drei Punkte – die ersten seit dem ersten Spieltag in der Landesliga – mit Whitson in der Hauptrolle. Als Erlöser für den SV Herbern legte er den Grundstein für den Sieg gegen den SC Altenrheine.

Landesliga 4

SV Herbern - SC Altenrheine

3:1 (2:0)

„Das war auch wichtig für ihn selbst“, erklärte Marcel Scholtysik. Whitson kam in den letzten Wochen nur schwer in die Spiele rein, hatte wenig Torchancen. Die, die er hatte, wollten nicht in das Tor gehen.

Gegen den SC Altenrheine hat es nun wieder geklappt. Und es war der alte und unberechenbare Whitson, den die Herberner erlebten. 13 Minuten waren gespielt, als er eine Flanke von Marcel Scholtysik im Strafraum annahm, im Fallen den Ball mit der Fußspitze aus zehn Metern in Richtung Tor bugsiert. Der Ball geht an die Unterkante der Latte, von da ins Tor, ist unmöglich zu halten. Die ganze Mannschaft rannte danach zum Brasilianer. „Wir verstehen uns gut, er ist ein lustiger Typ und hat recht gute Stärken, die er mitbringt“, sagte Scholtysik über seinen Mannschaftskollegen.

„Hat er überragend gemacht“

Exakt nach einer halben Stunde schlug der Brasilianer wieder zu. Joe Breloh leitete einen Ball per Kopf in den Strafraum weiter, Whitson macht es dann artistisch. Brustannahme, Drehung, Volley, unten rechts rein das Ding: 2:0 für Herbern.

„Wir mussten uns viel erarbeiten. Wir wollten mit Whitson als spielenden Stürmer spielen, der sich immer wieder von den Innenverteidigern löst und dann das Spiel in die Tiefe steckt. Und das hat er überragend gemacht.

Dann macht er noch die beiden Tore. Da zeigt sich seine Klasse und wie wichtig er für die Jungs ist“, freute sich SVH-Trainer Holger Möllers über die Leistung seines Stürmers. Und genau das, was Möllers ansprach, tat der Brasilianer immer wieder: sich fallen lassen, den Ball tief holen und weiterleiten. Ein Beispiel: In der 42. Minute gab es den brasilianischen Kombinationszauber. Airton spielt einen halbhohen Ball auf Whitson auf Höhe der Mittellinie. Dieser bückt sich tiefer als er müsste, nimmt den Ball mit der Brust an. Ein kurzer Blick nach oben, Airton startet, Whitson spielt den Rabona-Pass. Auch wenn die Aktion nicht gelingt, der Pass nicht ankommt, ein wenig Licht auf dem Platz an einem sehr regnerischen und dunklen Sonntag in Herbern. „Ja, das ist nicht mein Wetter. Ich mag die Sonne“, erklärte Whitson nach dem Spiel mit einem Lachen. „Aber ich mag das auch. Es regnet, aber es ist nicht so kalt.“

Herberns Defensive steht sicher

Whitson regelte es in der Offensive und defensiv wirkte Herbern teilweise unüberwindbar. Altenrheine hatte einige starke Möglichkeiten, doch immer wieder war ein Herberner dazwischen, die SCA-Spieler vergaben oder Herberns Keeper Jens Haarseim rettete. In der 60. Minute kam Altenrheine erst zum Anschluss.

Ein Distanzschuss von Altenrheines Janis Schneider war nicht zu halten. Doch danach hielt Herbern erneut stand, schlug das Bollwerk aus der ersten Hälfte erneut auf. Nadelstiche und schnelle Konter nach vorne sollten für Belebung sorgen, was aber erst in der 90. Minute von Jan Hoenhorst zum Erfolg gebracht wurde.

„Geile Willensleistung“

„Das war eine richtig geile Willensleistung von Jan. Der geht da dahin, das zeichnet ihn dann aus“, sagte Holger Möllers zu Hoenhorsts Treffer. Hoenhorst ist alleine auf das Tor gegangen, spielte den Ball am Torwart vorbei. Der Ball schien reinzukullern, ein Verteidiger rannte noch hin, setzte zur Grätsche an. Doch ebenso Hoenhorst, der in die Situation noch reinsprang.

„Das war super wichtig für uns, ich mach es halt deswegen“, erläuterte er seinen Einsatz. Und was sagt Herberns Erlöser Whitson zu dem gewonnen Spiel? Er lächelt verschmitzt, freut sich: „Wir haben drei Spiele verloren. Ich bin froh, weil ich die zwei Tore gemacht habe und ich der Mannschaft helfe.“

SV Herbern: Haarseim - Just, Richter, Dubicki, Sabe - Breloh, Airton, Vogt (86. Schulte) - Scholtysik (65. Krampe), Whitson (65. Amoev), Lünemann (76. Hoenhorst)

Tore: 1:0 Whitson (13.), 2:0 Whitson (30.), 2:1 (60.), 3:1 Hoenhorst (90.)

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