Wie kam die neue Strecke bei den Läufern des Werner Stadtlaufs an? Wir haben nachgefragt!

rnWerner Stadtlauf

Der Werner Stadtlauf hatte einiges zu bieten. Unter anderem eine neue Strecke rund um den Stadtsee und durch die Altstadt. Wie kam das bei den Läufern an? Wir haben nachgefragt.

Werne

, 19.06.2019 / Lesedauer: 3 min

David Schafflick war nach seinem Lauf zufrieden. Sehr sogar. Der gebürtige Werner hat sich über die zehn Kilometer beim Werner Stadtlauf den zweiten Platz gesichert und seine Zeit aus dem Vorjahr um rund drei Minuten verbessert, obwohl er die neue Strecke gar nicht so schnell dafür fand. „Die Strecke war ein bisschen langsamer. Dadurch das da ein paar Kurven am Stadtsee waren und es ein bisschen bergauf ging. Die alte Strecke war schneller“, erklärte Schafflick. Trotzdem konnte er dem neuen Streckenverlauf einiges Positives abgewinnen: „Es war so angenehmer und schöner zu laufen. Wenn es um den Stadtsee geht, ist es schöner als die ganze Zeit über Asphalt zu laufen.“ Ein paar kleinere Änderungen würde er vornehmen, wie diese konkret aussehen sollten, wusste er noch nicht. Trotzdem: der erste Eindruck stimmte.

Wie kam die neue Strecke bei den Läufern des Werner Stadtlaufs an? Wir haben nachgefragt!

David Schafflick würde nur minimale Änderungen am Streckenverlauf vornehmen. © Jürgen Weitzel

Ludger Schröer von der LG Deiringsen, rund eine Minute vor Schafflick ins Ziel gekommen, fand die Strecke anspruchsvoll: „Es gab einige An- und Abstiege, die sind nicht lang, aber dadurch wird der Rhythmus immer mal wieder unterbrochen.“ Trotzdem hatte der Sieger des Zehn-Kilometer-Laufs auch Lob übrig: „Die Strecke hatte ihre eigene Charakteristik, das ist bei den City-Läufen ganz normal. Wenn man das mit anderen City-Läufen vergleicht, ist das schon eine schöne Strecke.“

Wie kam die neue Strecke bei den Läufern des Werner Stadtlaufs an? Wir haben nachgefragt!

Ludger Schröer (r.) von der LG Deiringsen fand die Strecke des Werner Stadtlaufs schön. © David Döring

Das war auch bei vielen weiteren Läufern so zu entnehmen. Die neue Strecke hatte viel Lob bekommen am vergangenen Samstag. Damit ist der Ausrichter, der TV Werne, ein bewusstes Risiko eingegangen, was sich gelohnt hat. Erstmals in fast 20 Jahren Laufgeschichte wurde eine Änderung am Streckenverlauf vorgenommen. Der Start-Ziel-Punkt beim Werner Stadtlauf war dann nicht mehr wie gewohnt am Bült, sondern im Bereich der Partnerschaftsuhr.

Zudem wurde die Länge des Rundkurses verdoppelt: Anstatt 1,25 Kilometer pro Runde, ging eine Runde jetzt über knapp 2,5 Kilometer. Von der Partnerschaftsuhr führte die Strecke durch die Altstadt bis zur Steinstraße und von dort über den Kreisverkehr am Solebad. Dann ging es südlich über den Hagen Richtung Stadtpark. Dort folgte eine Runde um den See, anschließend ging es zurück über den Hagen in die Altstadt über den Markt zum Start-Ziel-Punkt.

Psychologischer Vorteil?

Dadurch, dass die Länge des Rundkurses verdoppelt wurde, mussten weniger Runden gelaufen werden, was einen psychologischen Vorteil mit sich brachte, wie Anja Reckmann von den LippeRunners Werne fand: „Wir mussten nur zwei Runden laufen, das war besser vom Kopf her. Es war grundsätzlich schöner. Dadurch, dass es am See vorbeiging, war es auch idyllischer.“

Auch vom Werner SC gab es dafür Lob. „Einfach durch den Park laufen, das war echt gut bei dem Wetter. Das war ein bisschen Erholung dann im Schatten. Ich fand es richtig gut“, sagte Lisa Timmermann vom WSC.

Lediglich zwei Punkte wurden immer wieder kritisch von den Läufern erwähnt, wenn es um die Strecke ging: Zwei kurze Anstiege am Stadtsee, die zum einen sehr fordernd waren und den Rhythmus vieler Läufer beeinflusst hätten. Des Weiteren wäre laut einigen Läufern, die im Ziel ankamen und ihre Uhren checkten, der Kurs um einige hundert Meter zu kurz. Rund 200 bis 300 Meter hätten wohl gefehlt. Trotzdem können die Ausrichter sich freuen - der erste Eindruck der neuen Strecke des Stadtlaufs stimmte.

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