Wiedergutmachung missglückt: Der Werner SC unterliegt Westfalia Kinderhaus mit 0:3

rnFußball-Kreispokal

Mit 0:3 musste sich der Werner SC Westfalia Kinderhaus geschlagen geben. Damit ist der Landesligist aus dem Kreispokal ausgeschieden. Knackpunkt für die Pleite war wohl der Treffer zum 0:1.

Werne

, 24.11.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wiedergutmachung für das vor zwei Wochen verlorene Landesliga-Spiel ist nicht geglückt – der Werner SC verlor auch das Kreispokal-Viertelfinale gegen Westfalia Kinderhaus, das sich letztlich souverän mit 3:0 durchsetzte. Einen großen Vorwurf machte WSC-Trainer Lars Müller seiner Truppe aber nicht: „In Sachen Einsatz und Laufbereitschaft habe ich nichts zu beanstanden, auch der spielerische Teil war größtenteils vollkommen in Ordnung.“

Kreispokal

Westfalia Kinderhaus - Werner SC

3:0 (1:0)

Der Knackpunkt war der Führungstreffer der Gastgeber, der nicht nur zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt fiel (45.), sondern obendrein noch vollkommen unnötig war. „Das war echt bitter, weil das Tor nicht einmal aus einer Chance resultiert“, haderte Müller. Was war passiert? Einen langen, eigentlich harmlosen Ball klärte Wernes Torwart Manuel Linke vor dem heraneilenden Kinderhauser Stürmer. Die Befreiungsaktion schlug allerdings fehl, weil der Ball genau bei Corvin Behrens landete, der Linke aus etwa 25 Metern zur Führung überlupfte.

Jetzt lesen

Bis dahin fand das Spiel auf Augenhöhe statt. Vor allem in der Anfangsphase lief Werne die Westfalia konsequent in der eigenen Hälfte an und unterband so frühzeitig einen geordneten Spielaufbau. „In der ersten halben Stunde waren wir die bessere Truppe“, fand Müller, dessen Mannschaft aber selten Torgefahr entwickelte: Eine scharfe Flanke von Colin Lachowicz entschärfte Kinderhaus-Keeper Siegemeyer problemlos (15.), der Abschluss von Nemitz wurde zur Ecke geblockt (24.). Auf der Gegenseite hatte Bohnen nach einem langen Ball die Führung auf dem Fuß, setzte das Leder aber an die Querlatte (29.).

Kurze Glanzphase des Werner SC nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel schienen sich die Werner zunächst von dem unglücklichen Gegentor erholt zu haben: Niklas Link sorgte mit seinem Abschluss direkt mal für die erste Duftmarke (48.). Alles, was sich die Gäste in der Kabine vorgenommen hatten, war wenige Zeigerumdrehungen später allerdings hinfällig. Furkan Cirak agierte viel zu passiv im Zweikampf mit Schwarzer, der von der rechten Außenbahn Janik Bohnen bediente – 2:0 für Kinderhaus (52.).

Jetzt lesen

Der Treffer entpuppte sich als Genickbruch für den WSC, weil die Hausherren mit der Führung im Rücken nun deutlich souveräner agierten. Unterliefen Kinderhaus im ersten Durchgang noch ungewohnt viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten, lief der Ball nun auffallend sicherer durch die Reihen der Westfalia. Müller fehlten in der Phase vor allem die frischen Kräfte von der Bank: Stürmer Jannik Prinz war arbeitsbedingt verhindert, Youssef Saado erweiterte unter der Woche das Lazarett um Daniel Durkalic und Henry Poggenpohl. Im Sturm durfte deshalb Chris Thannheiser starten, der zwar durch unermüdlichen Einsatz auffiel, nicht aber durch Torabschlüsse.

Jetzt lesen

In der Schlussphase plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin, ehe Leon Schwarzer nach Vorlage von Behrens den Endstand markierte (72.). „Aufgrund der Ausfälle haben wir es richtig gut gemacht. Gegen einen starken Gegner haben wir wenig zugelassen“, lautete Müllers abschließendes Fazit.

WSC: Linke – Lachowicz, Holtmann, Martinovic, Cirak, Link – Nemitz, Katirci, Foroghi (73. Husarek), Vertgewall – Thannheiser

Tore: 1:0 (45.), 2:0 (52.), 3:0 (72.)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt