Wiederholungsbedarf: SV Herberns Reise ins spanische Lloret de Mar war ein voller Erfolg

rnSV Herbern

Die sportliche Reise des SV Herbern zum Juniorenturnier an der Costa Brava in Spanien war ein voller Erfolg. Im kommenden Jahr würde B-Jugendtrainer Andreas Berger diese gerne wiederholen.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 25.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Fast eine Woche waren sie unterwegs. Mit 56 Spielerinnen und Spielern aus drei Mannschaften - dazu sieben Betreuerinnen und Betreuer - machte sich der SV Herbern zu Beginn der Osterferien mit einem Doppeldeckerbus auf den Weg nach Lloret de Mar, nahe der 1,6-Millionen-Metropole Barcelona in Katalonien. Je fünf Spiele standen für die männlichen A- und B- sowie die weiblichen B-Juniorinnen beim diesjährigen internationalen Blitzturnier um den „Copa Costa Brava“ an.

„Sportlich lief es ganz gut“, sagt Andreas Berger, Trainer der männlichen B-Junioren. Und auch die einwöchige Reise an sich habe allen Beteiligten sehr viel Spaß bereitet: „Es war super. Die Jugendlichen, Trainer, Betreuer und ich würden direkt unterschreiben, dort wieder hinzufahren. Alle waren hellauf begeistert - selbst mit Kreuzbandriss“, erzählt Berger.

Schockmoment

Gleich zu Beginn des Turniers musste der Herberner Trott einen Schockmoment verkraften. Am ersten Turniertag verletzte sich B-Juniorin Luci Große Daldrup schwer, das Turnier war frühzeitig gelaufen. Die Diagnose: Kreuzbandriss. „Schade, dass sie sich so schwer verletzt hat“, meint Berger, der den B-Juniorinnen generell ein gutes Abschneiden attestiert. „Die Mädels haben von fünf Spielen zwei gewonnen. Wenn sie eine richtige Torhüterin gehabt hätten, wäre definitiv noch mehr drin gewesen. Sie haben sich gut geschlagen.“

Zufrieden war Berger auch mit der Leistung der Herberner A-Junioren: „Die haben das erste Spiel souverän gewonnen. Das zweite Spiel habe ich mir auch angesehen. Da haben sie sich ein 0:0 gegen Farum aus Dänemark erkämpft. Das war ein richtig starkes Spiel“, sagt Berger. Beim 0:4 gegen die Iren vom Northern Regional College war das Team allerdings klar unterlegen.

Wiederholungsbedarf: SV Herberns Reise ins spanische Lloret de Mar war ein voller Erfolg

Alles in blau-gelber Hand: Der Herberner Trott vor dem Hotel in Lloret de Mar. © SV Herbern

„Gegner hatte Angst“

Die eigene B-Jugend von Berger musste am Ende doch nur viermal antreten: „Ein Spiel wurde abgesagt und für uns am Grünen Tisch gewertet, da der Gegner vorzeitig abgereist ist. Vielleicht haben sie sich verdrückt, weil sie Angst vor uns hatten“, scherzt Berger. „Das erste Spiel haben wir aber regulär gewonnen. Den beiden Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber.“

Die B-Junioren traten in der stärker besetzten Gruppe mit Bezirks- und Landesligisten an. „Gegen schwächere Teams kann man sich nicht so gut weiterentwickeln“, so Bergers Begründung für diesen Schritt. Auch wenn es sich um ein international besetztes Turnier handelte, „es war schon sehr auf deutsche Mannschaften ausgelegt“, so Berger. Neben zahlreichen deutschen Teams waren auch einige italienische und auch französische Mannschaften mit von der Partie.

„Platzbedingungen waren okay“

Mit den Bedingungen der Platzanlagen war Berger allerdings nicht hundertprozentig zufrieden: „Die 15 Fußballplätze glichen eher Äckern. Aber das bleibt wohl nicht aus bei der spanischen Sonne. Wir sind anderes gewohnt, aber es war noch ganz okay.“ Top sei dagegen die Unterbringung im Drei-Sterne-Hotel gewesen: „Das war für unsere Truppe richtig gut. Wir hatten sogar mehrere Whirlpools vor unseren Zimmern und jede Menge Spaß.“

Wiederholungsbedarf: SV Herberns Reise ins spanische Lloret de Mar war ein voller Erfolg

Whirlpool statt Eistonne: Die SVH-Junioren lassen es sich gut gehen. © SV Herbern

Wunsch nach Wiederholung

Auf die Frage, was für Berger den Reiz ausmache, an einem Jugendturnier in Spanien teilzunehmen, hat er prompt eine Antwort parat: „Ich wäre froh gewesen, wenn ich früher einen Trainer gehabt hätte, der so einen Spaß mitmacht.“ Für die Osterferien im kommenden Jahr wünschen sich viele Spielerinnen und Spieler eine Wiederholung der Fahrt. „Wir waren kaum weg, da kamen die ersten Spieler zu uns und haben gefragt, wo es nächstes Jahr hingeht“, sagt Berger und fügt an: „Ich habe Bock.“

Aber dennoch: Die Organisation im Vorfeld sei laut Berger „schon sehr arbeitsintensiv“. Zurzeit steht der Übungsleiter dazu noch in Verhandlungen mit dem SV Herbern, ob es für ihn als B-Jugendtrainer in der kommenden Saison überhaupt weitergeht. „Wenn das der Fall ist, wäre ich aber wohl nochmal für so eine Reise zu haben.“ Schon im vergangenen Jahr nahm Berger mit seiner Mannschaft an einem international besetzten Turnier in Belgien teil.

Die Reisekosten beliefen sich in diesem Jahr auf etwas mehr als 300 Euro pro Person. Vom Verein wurde für jedes Team immerhin die Anzahlung der Fahrt von insgesamt 450 Euro übernommen. „Wir hatten ein tolles Team dabei. Es ist, denke ich, nur so gut gelaufen, weil ich auch so ein gutes Team um mich rum hatte“, richtet Berger nochmals ein Dankeschön an seine Begleiter und Mithelfer.

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