WSC-Fußballboss Thomas Overmann stellt klar: „Nur wir bekommen die Werner Talente zurück“

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Thomas Overmann, Fußballboss des Werner SC, hat reagiert - auf die Diskussion, warum aktuell viele Werner Eigengewächse den Verein verlassen. Er stellt klar: „Es kommen auch einige zurück.“

von Marcel Schürmann

Werne

, 20.05.2019, 15:32 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nein, so leicht wollte er sich mit der Situation nicht abfinden. Thomas Overmann, Vorsitzender der Abteilung Fußball beim Werner SC, hat auf die Diskussion reagiert, dass in diesem und im vergangenen Jahr viele Werner Eigengewächse den Verein verlassen haben und werden. Er stellt klar: „Nur wir bekommen die Werner Talente auch zurück.“

Es war ihm wichtig, das auch noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen. „Es heißt immer, es seien nur Werner Spieler gegangen. Aber wir haben in der ersten Mannschaft ganze 14 Werner Eigengewächse, die wir selbst ausgebildet und mitunter in den letzten Jahren zum WSC zurückgelotst haben. Dazu in Lars Müller einen Werner, der als Ex-Profi an der Linie steht. Für Werne - als Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern - ist es gut, einen höherklassigen Verein mit Werner Eigengewächsen zu haben.“

Dies sei zudem sehr wichtig für die Identifikation mit der Stadt - „nicht nur für die Spieler, sondern für alle Freunde des Werner Fußballs“, so Overmann.

„Spieler wären nie gekommen“

Dass all diese Eigengewächse „auf den WSC setzen“, habe der Verein der Situation zu verdanken, sich allmählich höherklassig in der Landesliga etabliert zu haben. „Wir gehen bald in unser drittes Landesliga-Jahr. Spieler wie Zoran Martinovic und Robin Przybilla hätten wir niemals zurückbekommen, wenn wir nicht mindestens Landesliga spielen würden.“

Overmann erinnerte gleichzeitig auch noch einmal daran, dass der WSC vor acht Jahren selbst noch Kreisliga A gespielt hat - so wie aktuell auch die meisten Werner Fußballvereine. Diesen Klubs habe der WSC nun einiges voraus: „Ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, aber kein Oberliga-Spieler oder Junioren-Bundesligist geht in die Kreisklasse zurück. Kein Werner Verein außer uns spielt höherklassig. Nur wir sind in der Lage, auch Werner Talente zurückzuholen. Die unterklassigen Vereine stoßen da an ihre Grenzen.“

WSC-Fußballboss Thomas Overmann stellt klar: „Nur wir bekommen die Werner Talente zurück“

Drei Eigengewächse gehen: Kapitän Joel Simon (r.) verabschiedete am Sonntag v.l. Dennis Seifert, Oliver Winter und Yannick Eisenbach. © Marcel Schürmann

Drei Spieler verabschiedet - zwei Neue sind fix

Am Sonntag verabschiedete Thomas Overmann nach dem letzten Heimspiel drei Spieler aus der ersten Mannschaft. Dennis Seifert, Yannick Eisenbach (beide zieht es zum A-Ligisten VfB Lünen 08) und Oliver Winter (künftig WSC-Reserve) gehen von Bord, erhielten zum Abschied jeweils einen Bilderrahmen mit ihrem Trikot. Gleichzeitig verriet Overmann, dass zwei Neuzugänge für die kommende Saison bereits fix wären. Am kommenden Montag will er diese und eventuell weitere Namen bekannt geben. Overmann: „Wir warten erstmal, dass die Saison zu Ende geht. Erst dann werden wir aus Fairness-Gründen die Neuen verkünden, da sie ja auch noch bei anderen Vereinen spielen.“ Overmann sei überrascht gewesen, „dass die anderen Vereine schon so früh Namen raushauen“.

Overmann verriet nur so viel: „Wir werden in der Breite gut aufgestellt sein, eine gesunde Mischung aus jungen Werner Spielern und welchen von außerhalb stellen. Die Mannschaft bleibt bis auf die drei Abgänge auch auf jeden Fall zusammen, hat schon jetzt ein Riesenpotenzial.“ Durch die positive Entwicklung in dieser Saison habe der WSC auch „auf jeden Fall das Interesse vieler Spieler geweckt.“

WSC setzt auf die Jugend - nicht auf die Reserve

Zur Situation in der zweiten Mannschaft, die sich auflösen wird, stellt Overmann zudem klar: „Wir haben die zweite Mannschaft nicht als Unterbau angesehen. Das geht auch nicht als B-Ligist, da haben wir höhere Ansprüche. Den Unterbau bildet bei uns die Jugend“. Stürmer Niclas Beckerling und Torwart Henrik Pollak seien positive A-Junioren-Beispiele, die sich jüngst im Kader der Ersten durchgesetzt haben.

Auch wenn der WSC in der kommenden Saison gut aufgestellt sein wird, ein wenig trauert Overmann so manchem Eigengewächs, das den Verein verlassen hat oder wird, doch nach. „Niklas Whitworth zum Beispiel, der aus unserer Zweiten zu Oberaden geht“ sagt Overmann, „hätte bei uns Landesliga spielen können. Er ist ein guter Spieler, ein feiner Kerl. Er wäre nicht daran gehindert worden, bei der Ersten mitzutrainieren. Wer Leistung bringt, spielt auch.“

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