WSC-Neuzugang Jannis Vertgewall im Interview: „Lars Müller kann mir einiges geben“

rnWerner SC

Es ist offiziell: Jannis Vertgewall (21) läuft in der kommenden Saison wieder für das Fußball-Landesligateam des Werner SC auf. Damit holt der WSC ein Eigengewächs zurück in den Lindert.

von Marcel Schürmann

Werne

, 06.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Mittwoch vermeldete der Werner SC gleich drei Neuzugänge für die anstehende Spielzeit 2019/20. Einer von ihnen ist sogar ein ehemaliger Werner Jugendspieler, der über Umwege in Herbern und Bockum-Hövel nun den Weg zum WSC zurückgefunden hat und in der Landesliga groß angreifen will: Jannis Vertgewall. Der Spieler passe laut WSC-Fußball-Boss Thomas Overmann „perfekt zu unserer Philosophie, junge, talentierte Werner Spieler an uns zu binden.“ Im Interview mit Marcel Schürmann sprach der Außenbahn-Allrounder über das Zustandekommen seines Wechsels, seine Ziele mit dem WSC und seinen neuen Trainer Lars Müller.

Herr Vertgewall, Sie wechseln zurück an Ihre alte Wirkungsstätte. Wieso haben Sie sich für den Werner SC entschieden?

Das Konzept in Werne hat mir sehr gut gefallen mit den vielen jungen Spielern, die der Klub zuletzt sehr gut integriert hat. Das haben wir in Bockum-Hövel in den beiden Spielen gegen Werne auch gesehen, dass da eine ganz junge Truppe auf dem Rasen stand. Über meinen damaligen Trainer Gandolf Aubke kam der Kontakt zum WSC zustande. Die anschließenden Gespräche mit Thomas Overmann und Lars Müller verliefen dann sehr gut.

Welche Spieler der ersten Mannschaft kennen Sie bereits?

Ich wohne zwar in Bockum-Hövel, bin aber in Werne zur Schule gegangen. Daher kenne ich schon einige aus der Mannschaft. Yannick Lachowicz zum Beispiel ist mein Jahrgang, wir haben in der C-Jugend schon zusammen gespielt. Auch Colin Lachowicz, Henry Poggenpohl, Marvin Stöver und Zoran Martinovic kenne ich sehr gut. Ich würde sagen, dass ich den Großteil der Mannschaft schon kenne, ich schätze knapp 80 Prozent.

In der B- und A-Jugend haben Sie für Wernes Landesliga-Konkurrenten SV Herbern gespielt, sind aber in ihrem ersten Seniorenjahr nach Hamm in die Bezirksliga zu Bockum-Hövel gewechselt. Warum?

Der Herberner Vorstand wollte damals, dass ich und viele andere über die zweite Mannschaft in der Kreisliga A an die Erste herangeführt werden sollte. Viele aus der damaligen A-Jugend haben sich aber dagegen entschieden, haben den Verein gewechselt oder ganz aufgehört mit dem Fußball. Mir war es wichtig, dass ich überkreislich spiele. Wären wir mit dem 98er-Jahrgang geschlossen in die Zweite gewechselt, hätte ich mir einen Verbleib aber durchaus vorstellen können.

Dennoch zog es Sie nach Hamm. Wie schwer fällt Ihnen nun der Abschied?

Die Entscheidung, Bockum-Hövel zu verlassen, fiel mir sehr, sehr schwer. Ich habe mich schnell sehr gut eingelebt, wir waren eine homogene Truppe und haben im ersten Jahr direkt den Aufstieg gefeiert. Klar, das zweite Jahr lief sportlich mit dem direkten Wiederabstieg nicht so erfolgreich, aber das waren nicht die Hauptgründe für einen Wechsel.

Was ist Ihr persönliches Ziel mit dem WSC?

Auch in der nächsten Saison wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Den Weg, den der Verein in den letzten Jahren eingeschlagen hat, wollen wir auch weitergehen. Ich möchte mich persönlich aber auch weiterentwickeln. Wir haben in Lars Müller einen erfahrenen Trainer, er kann mir einiges geben als ehemaliger Bundesliga-Profi.

Wernes Berater Kurtulus Öztürk sagt über Sie, Sie seien auf der linken Seite vorne wie hinten einsetzbar. Stimmt das?

Ja, ich habe zuletzt mehr offensiv gespielt - links wie rechts. Mir ist es egal, auf welcher Seite ich spiele.

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