Zum Sport-Lockdown: Die fünf größten Schlagzeilen im Fußball in Werne und Herbern

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Es waren aufgrund der Corona-Pandemie erst wenige Spieltage in der Saison. Für die heimischen Fußballteams dennoch genug, um für besondere Schlagzeilen zu sorgen.

Werne, Herbern, Stockum

, 07.11.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Juli durften die heimischen Fußballer wieder Spiele bestreiten. Anfang September starteten sie in den Meisterschaftsbetrieb. Nun ist aber alles doch wieder ein bisschen wie im März: Der Fußball ist vorübergehend ausgesetzt. Ihre Geschichten hat diese Saison trotzdem schon jetzt geschrieben.

Der Skandal: Wenn man es genau nimmt, ereignete sich die skandalöseste Situation noch in einem Spiel der vergangenen Saison. Allerdings wurde das Kreispokal-Halbfinale der Saison 2019/2020 zwischen Eintracht Werne und der IG Bönen im August erst nachgeholt. Und in der 77. Minute kassierte der Evenkämper Serkan Adas eine Rote Karte, die viel Wirbel nach sich zog.

Denn er kassierte diese Karte für eine Spuck-Attacke. Nach einem Foul spuckte er seinem Gegenspieler direkt ins Gesicht - und der Verband und sein Verein zogen Konsequenzen. Sechs Monate ist der Stürmer nun gesperrt, zudem war er drei Wochen vom Verein suspendiert. Ein hartes Los.

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Das Derby: Die Aufeinandertreffen zwischen dem Werner SC und dem SV Herbern sind immer etwas Besonderes. Doch am 1. Oktober war die Atmosphäre nochmal eine andere. Die beiden Mannschaften trafen nicht in der Liga, sondern in der zweiten Runde des Kreispokals aufeinander. Ein Spiel, in dem es um alles geht, und dann noch bei Flutlicht.

Dennoch waren aufgrund der Corona-Maßnahmen nur 300 Zuschauer und damit deutlich weniger als im Normalfall vor Ort. Die sahen aber ein spannendes Spiel, in dem der SV Herbern am Ende verdient mit 1:0 gewann. Der Torschütze des Tages und Matchwinner war Patrick Sobbe.
Die Überraschung: Der SV Stockum hat in dieser Saison wohl bisher für die größte Überraschung gesorgt. Noch in den vergangenen zwei Spielzeiten lief es katastrophal für den SVS - die Mannschaft stand zwei Mal kurz vor dem Abstieg. Das sieht in dieser Spielzeit allerdings anders aus.

Vier Spiele hat die Mannschaft bisher absolviert und in diesen zwei Siege und zwei Unentschieden erreicht. Ein Platz im vorderen Mittelfeld ist der verdiente Lohn und macht Hoffnung, dass das Team nun wieder in ruhigeren Fahrwassern fahren wird.


Die Unterbrechung: Seit Anfang November ist die Saison für alle Mannschaften des Landes unterbrochen - das ist klar. Doch die Teams im Kreis Unna hatten schon davor zwei Wochen Pause - angeordnet durch den Kreis. Gerade in den überkreislichen Ligen bedeutet das nun teilweise große Unterschiede in der Anzahl der Spiele.

Großen Trubel gab es am ersten Tag der Verfügung. Denn eigentlich durften die Mannschaften des Kreises an diesem Tag auswärts noch spielen. Doch der Werner SC II, der eigentlich gegen den SC Capelle gespielt hätte, hatte dann trotzdem spielfrei. Denn: Capelle hatte Angst, gegen den WSC II zu spielen, und sagte die Partie ab. Das stieß auf der Gegenseite auf Unverständnis.

Der Abpfiff: Das letzte Spiel vor dem Sport-Lockdown gehörte Eintracht Werne. Nachdem die Mannschaft zwei Wochen aufgrund der Zwangspause im Kreis Unna das Training und den Spielbetrieb unterbrechen musste, starteten sie Montag wieder in den Trainingsbetrieb - bevor schon am Dienstag wieder ein Pflichtspiel anstand.

Die Voraussetzungen waren allerdings denkbar schlecht. Denn während die Evenkämper zwei Wochen pausierten, lief beim Gegner, dem Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz-Darberg, der Betrieb ganz normal weiter. Aber: Für die Evenkämper war das kein Grund, die Partie nicht doch für sich zu entscheiden. Co-Trainer Aykut Kocabas entschied das Spiel durch zwei Treffer und die Eintracht konnte positiv in die Pause gehen.

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