Zwei Fußballerinnen des Werner SC wollen in die Fußstapfen von Bibiana Steinhaus treten

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Dass man bei Schiedsrichtern meist an Männer denkt, ist kein Geheimnis. Beim Werner SC haben nun zwei junge Fußballerinnen die Ausbildung gemacht. Eine von ihnen hat bereits die ersten Spiele gepfiffen.

von Isabell Michalski

Werne

, 28.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass eine Frau das Schiedsrichter-Dress überwirft und spiele pfeift, ist bekanntermaßen eher die Ausnahme. Doch könnten gleich zwei Nachwuchsspielerinnen des Werner SC in Zukunft in die Fußstapfen der bekannten Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus treten. Jula Cramer und Lilien Heußner, die beide für die B-Juniorinnen des Werner Sportclubs spielen, sind als Schiedsrichterinnen aktiv.

Damit sind sie zwei von sieben Schiedsrichtern, die der Werner SC in dieser Spielzeit schickt. Burkhard Knuth, der selbst schon seit 1982 als Schiedsrichter für den Verein aktiv ist, erklärt: „Wir haben in diesem Jahr gleich sieben Schiedsrichter, vier Männer und drei Frauen. Dadurch, dass wir so viele Mannschaften stellen, müssen wir auch Schiedsrichter stellen, ansonsten würden wir zur Kasse gebeten werden“, sagt Knuth.

Jula Cramer, die ihre Schiedsrichterausbildung trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr machte, pfiff sogar schon ihre ersten Spiele. Der Hauptantrieb war bei ihr ein klassischer. „Ich wollte gerne einen Nebenjob machen, um etwas Geld zu verdienen. Es macht aber auch wirklich Spaß“, erklärt die 14-jährige.

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Lilien Heußner, erlangte ihre Schiedsrichterlizenz schon im vergangenen Winter. Heußner, die selbst erfolgreiche Torschützin ihrer Mannschaft ist, sagt: „Ich wollte hauptsächlich auch erstmal Geld verdienen. Mein Bruder ist aber auch Schiedsrichter. Das ist eine gute Sache.“

Jula Cramer fügt noch hinzu: „Ich war das einzige Mädchen in der Schiedsrichter-Ausbildung.“ Auf den regelmäßigen Treffen für Jungschiedsrichter im Fußballkreis Münster sind die beiden Werner Mädchen ebenfalls meist ausschließlich unter männlichen Kollegen. Burkhard Knuth erklärt: „Frauen sind nicht so oft vertreten. Dabei ist bei ihnen großes Potential. Wenn Mädchen und Frauen das durchziehen, können sie schnell als Schiedsrichter aufsteigen.“ Für Cramer und Heußner ist das nun eine Möglichkeit.

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