Zwei gute Viertel reichen den LippeBaskets nicht

Basketball: 2. Regionalliga

Die LippeBaskets Werne mussten sich am Samstagabend in der 2. Regionalliga beim TVE Dortmund Barop mit 86:77 (21:18, 13:24, 26:15, 26:20) geschlagen geben. Wie in der Vorwoche gegen Schwelm bauten die Werner gegen Spielende ab.

von Isabell Michalski

Werne

, 21.01.2018 / Lesedauer: 3 min
Zwei gute Viertel reichen den LippeBaskets nicht

Niklas Keilinghaus zieht zum Korb. Der Forward machte in Dortmund ein starkes Spiel, kam auf 17 Punkte © Isabell Michalski

Basketball, 2. Regionalliga
TVW Dortmund Barop – LippeBaskets Werne 86:77 (21:18, 13:24, 26:15, 26:20)

Nachdem das Hinspiel recht deutlich 89:70 für die Dortmunder endete, gingen die Werner als klarer Außenseiter in die Partie. Das ließen sie sich jedoch besonders zu Beginn nicht anmerken. Obwohl viele Würfe das Ziel verfehlten, stimmte die Verteidigungsleistung, sodass der Rückstand nach den ersten zehn Minuten nur 18:21 betrug. In der Offensive setzte sich Cajus Cramer gegen die deutlich größeren Gegenspieler oft durch und erzielte sechs Punkte.

Im zweiten Viertel hatten die Werner dann eine ganz spielstarke Phase. Plötzlich trafen viele Würfe das Ziel, sodass die LippeBaskets das Spiel drehten und eine eigene Führung bis auf 42:34 ausbauen konnten. „In der ersten Halbzeit war unsere Verteidigung sehr stark. Wir haben nur 34 Punkte zugelassen. Das hätten wir in der zweiten Halbzeit auch gebraucht. Da haben wir 54 Punkte kassiert“, sagte Christoph Henke und nimmt vorweg, was seinen Spielern zum Verhängnis werden sollte.

Der Dortmunder Trainer Mariusz Domanski war hingegen äußerst unzufrieden mit der ersten Halbzeit: „Da haben wir den Schlendrian raushängen lassen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit zum Glück noch abgelegt.“ Die Dortmunder spielten nach der Pause konsequent ihre Größenvorteile aus. Nach sieben Minuten im dritten Viertel verloren die LippeBaskets ihre Führung und gerieten mit 49:50 in Rückstand. In der Folge kamen die Werner nicht mehr richtig ins Spiel. Die Dortmunder zogen davon, das Henke-Team kam nicht mehr ran.

In die letzten zehn Minuten kassierten die LippeBaskets direkt einen Drei-Punkt-Wurf von Dmytro Marchenko, der nach leichten Knöchelbeschwerden rechtzeitig fit wurde, und insgesamt gleich fünf Dreier traf. Neben Danko Popovic war er der gefährlichste Dortmunder Spieler. Auf Werner Seite wehrte sich besonders Niklas Keilinghaus gegen die drohende Niederlage. Der 21-jährige Sportstudent zeigte seine Athletik besonders in der Verteidigung. Mit vollem Einsatz verteidigte er gegen die Dortmunder Leistungsträger und avancierte noch dazu in der Offensive der LippeBaskets mit 17 erzielten Punkten zum Topscorer.

Aber auch die starke Leistung von Keilinghaus änderte nichts am immer wachsenden Rückstand der Werner in Dortmund. Nachdem der TVE den letzten Spielabschnitt mit 26:20 gewann, konnten die Baroper am Ende über den 86:77-Erfolg jubeln. „Werne hat in der ersten Halbzeit stark verteidigt und super zusammengespielt. In der zweiten Hälfte waren wir das stärkere Team“, sagte Domanski. Zwei gute Viertel bringen den Wernern aber eben keine Punkte, auch wenn Coach Henke mitunter „starkes Teambasketball“ gesehen hat. Weil Paderborn II 105:46 gegen den Tabellenletzten BG Hagen II gewonnen hat, rutschen die LippeBaskets vorerst auf Tabellenplatz zehn.

Team und Körbe
LBW:
Wiedey (9/1), Tilkiaridis, Cramer (8), Leidag (3), Keilinghaus (17), Mersch (13/2), Meinert (9/3), König (13/1), Barkowski, Brüggemann, Küper (2), Oymak.

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