Zweifelhafte Rote Karte für Manuel Linke: „Ich hätte mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“

rnFußball: Landesliga

Gleich zwei Spieler des Werner SC wurden am Sonntag beim Ligaauftakt mit der Roten Karte vom Platz geschickt. Einer von ihnen: Torwart Manuel Linke. Dem 33-Jährigen fehlt aktuell das Glück.

Werne

, 08.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein schwieriger Saisonauftakt für den Werner SC. Zwar holten sie beim durchaus ernstzunehmenden Gegner VfL Senden einen guten Punkt. Dennoch ärgerte man sich im Lindert auch am Tag danach noch über zwei unglückliche Rote Karten.

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Allen voran Keeper Manuel Linke haderte mit der Enscheidung des Schiedsrichters. Bereits nach 20 Minuten hatte er den Platz nach einer Roten Karte verlassen müssen. Aber was war passiert? „Ich bin nach einem Steilpass rausgekommen, da war ich noch im Sechzehner. Dann hat sich der Sendener den Ball aber weiter vorgelegt und ich hab ihn mit den Händen aufgenommen“, berichtet Linke.

Keine eindeutige Entscheidung beim Platzverweis von Manuel Linke vom Werner SC

So weit, so gut. Allerdings: Während dieser Aktion hatte Linke so viel Schwung, dass er aus dem Sechzehner raus rutschte. „Ich bin mir aber sicher, dass der Ball, als ich ihn gefangen habe, nicht außerhalb war“, berichtet der Torwart. Der Schiedsrichter sah es anders und zeigte ihm die Rote Karte.

Manuel Linke kann diese Entscheidung auch einen Tag später noch nur bedingt nachvollziehen. „Ich will dem Schiedsrichter da eigentlich keinen Vorwurf machen, das bringt einen ja sowieso nicht weiter“, sagt er. „Aber ich hätte mir schon ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Schließlich war die Entscheidung ja auf jeden Fall nicht eindeutig, das ist sicher.“

Außerdem kommt die Rote Karte zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt für Manuel Linke. Schon in der Vorbereitung konnte er kein Spiel über 90 Minuten machen. „Bei den Trainings war ich immer dabei. Aber ich war zehn Tage im Urlaub und genau in der Zeit fanden fast alle unsere Testspiele dann statt“, berichtet er.

Das letzte Testspiel gegen den FC Nordkirchen sollte er eigentlich über 90 Minuten bestreiten. Doch auch da erwischte er schon nach etwa 20 Minuten den Ball mit der Hand außerhalb des Sechzehners und hätte theoretisch Rot sehen müssen. Weil es aber noch kein Pflichtspiel war, einigten sich die Vereine, dass der WSC nur den Torwart auswechseln musste. „Da war die Situation aber auch eindeutiger als jetzt. Trotzdem ist es natürlich unglücklich, dass sowas zwei Mal passiert“, so Linke.

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Meckern will Linke allerdings nicht. Für ein Meisterschaftsspiel ist der 33-Jährige gesperrt. Zwar bestünde für ihn noch die Chance, am Donnerstag in der ersten Runde des Kreispokals zu spielen. „Aber das ist leider wieder unglücklich - ich muss da arbeiten“, berichtet er. So wird Linke dem Werner SC im Pokal gegen Saxonia Münster und in der Liga gegen Vorwärts Wettringen fehlen.

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