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Brambauers Damen mit dem letzten Aufgebot

Handball

Mit dem allerletzten Aufgebot müssen die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer gegen Aufsteiger TVE Netphen antreten. Zu einer ungewohnten Uhrzeit trifft Handball-Verbandsligist SuS Oberaden am Sonntagabend auf die HSG Vest Recklinghausen. Alle überkreislichen Spiele gibt es hier in der Vorschau.

LÜNEN

, 06.11.2014
Brambauers Damen mit dem letzten Aufgebot

Martha Rykowski (am Ball) wird den VfL-Frauen gegen Netphen fehlen.

Neben den langzeitverletzten Viviane Vogel und Sanja Lasshof (beide Kreuzbandrisse) fallen für die Partie am Sonntagmittag auch Rechtsaußen Amelie Neumann (Zahn-OP) und Rückraumspielerin Martha Rykowski (privat) aus. Demnach hat Trainer Uli Richter gerade einmal sieben Feldspielerinnen und zwei Torfrauen. „Wir werden zwei Akteurinnen aus der Zweiten hochziehen, damit wir überhaupt Auswechselmöglichkeiten haben“, sagt Richter.

Dass die VfL-Frauen aber auch in Notbesetzung siegen können, zeigten sie in der Vergangenheit häufig, wie beispielsweise am fünften Spieltag bei der Ahlener SG. „Wir müssen zusehen, dass wir zu unserer Partie finden. Wir haben großen Respekt vor Netphen, kennen die Mannschaft gut, haben in der Vorbereitung oft gegen sie gespielt“, so Richter. Die VfL-Frauen wollen sich in puncto Chancenauswertung erheblich steigern. Diese ließ im erfolgreichen Pokal-Spiel zuletzt zu Wünschen übrig. „Wenn wir darin besser werden und mit unseren Möglichkeiten nicht zu fahrlässig umgehen, dann haben wir auf jeden Fall eine Chance, etwas Zählbares mitzunehmen“, ist sich Richter sicher. Er fordert zudem eine konzentrierte und stabile Deckungs-Leistung.   

Der Gastgeber hat bisher alle seine sechs Meisterschaftsspiele verloren, steht demnach mit 0:12-Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und mit dem Rücken zur Wand. „Natürlich ist Dorstfeld nicht gut gestartet. Aber wir sollten gewarnt sein und das Team nicht unterschätzen“, sagt LSV-Coach Marcel Mai. Der Trainer kann sich noch gut an die letzte Saison erinnern. Damals verlor Lünen beide Spiele gegen den ATV Dorstfeld. „Im ersten Spiel haben wir uns einfach zu dumm angestellt, haben viel zu viele Fehler gemacht. Im zweiten Spiel haben wir die Kreisläuferin nicht unter Kontrolle bringen können“, so Mai. Zeit also, sich zu revanchieren. "Wir müssen zusehen, dass wir an die letzten guten Spiele anknüpfen“, so der Trainer, der damit den Kantersieg zuletzt im Kreispokal sowie den 30:18-Erfolg gegen die HSG Vest Recklinghausen in der Saison meint. „Da standen wir sehr stark in der Deckung und haben vorn fast alle unsere Chancen genutzt. Ich hoffe, dass wir diese Leistung noch einmal abrufen können“, so Mai, der alle Spielerinnen zur Verfügung hat.  

Grund für den späten Anwurf ist der Barbara-Lauf der Leichtathleten, bei dem die Siegerehrung in die Römerberg-Sporthalle verlegt wurde. Das Team um Coach Ralf Weinberger trifft auf den Sechsten, der aber sicher stärker einzuschätzen ist, als es der jetzige Tabellenstand aussagt. Die HSG Vest Recklinghausen zählt zu den Top-Favoriten der Liga, hat eine kompakte Mannschaft und ist vor allem in der Stammbesetzung sehr gut aufgestellt. Mit Tesch am Kreis hat das Team zudem einen erfahrenen Mann, der vor kurzer Zeit sogar noch in der 3. Bundesliga für den VfL Gladbeck auflief. Die HSG Vest Recklinghausen hatte zuletzt eine kleine Durststrecke, verlor erst beim HSC Haltern-Sythen, musste eine Woche später gegen den HC TuRa Bergkamen seine zweite Niederlage hinnehmen. Die Mannschaft will zurück in die Erfolgsspur. Oberaden sollte also gewarnt sein. „Die HSG ist durchaus in der Lage, an einem guten Tag jedes Team der Liga zu schlagen. Recklinghausen ist sehr abgeklärt und hat gute, erfahrene Leute“, warnt Weinberger. Die personelle Situation bei den Grün-Weißen ist angespannt. Der Ausfall von Linkshänder Mats-Yannick Roth nach seiner Knie-Verletzung wiegt schwer. Der Einsatz von Christopher Schumacher, der für Roth auf Rechtsaußen spielen könnte, ist ebenfalls noch fraglich.

Der Gastgeber startete nicht gut, gewann erst eine einzige Partie. Zuletzt musste sich Unna beim Lüner SV mit 31:36 geschlagen geben. Die arg gebeutelte personelle Situation zwingt VfL-Trainer Ingo Nagel zur Improvisation. Benden und Bangemann fehlen aus privaten Gründen. Hinzu kommen die langzeitverletzten Neve und Freiss. An einer anderen Formation bastelte Nagel bereits letzte Woche im Kreispokal. In Massen hatte Brambauer die Chance, sich auch ohne die Ausfälle einzuspielen.

Der LSV hat einige Ausfälle zu kompensieren. Definitiv fehlen werden Hadac (Grippe), Weber (Muskelfaserriss), Lasdowsky (gesperrt) und Gores (Nacken). Die Einsätze von Baggemann und Seeger (beide Trainingsrückstand), Lühring (Prellung) und Gärtner (Knöchel) sind noch fraglich. „Das wird natürlich ziemlich schwierig für uns. Aber wir wollen das Beste draus machen und möglichst an unserer guten Serie anknüpfen“, sagt Weber. Er sieht seine Mannschaft mit Wickede auf Augenhöhe.

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