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Bülent Kara nicht mehr Trainer in Lüdinghausen

Fußball-Bezirksliga 8

Seltene private Gründe sorgen für die Trennung nach sieben Spieltagen.

Selm

, 26.09.2018
Bülent Kara nicht mehr Trainer in Lüdinghausen

Bülent Kara steht ab sofort nicht mehr an der Seitenlinie von Union Lüdinghausen. reith (A) © Reith

Überraschung bei Union Lüdinghausen! Bülent Kara ist nicht mehr Trainer der Bezirksliga-Fußballer und gibt seinen Posten freiwillig ab. Diesen Entschluss fasste Kara am Montag.

Kara gab für seinen Rücktritt Gründe an, die man so selten gehört hat. „Der Fußball hat mich privat so beeinflusst, dass ich zu Hause keinen Spaß mehr habe“, sagt Kara. Er beschreibt sich selbst als sehr emotionalen Trainer, der immer voll bei der Sache ist. Nach der extrem nervenaufreibenden vergangenen Spielzeit, als Lüdinghausen erst am letzten Spieltag durch einen Treffer kurz vor Schluss die Klasse hielt und zwei bitteren Niederlagen zuletzt gegen Kirchderne und Wethmar ist nun Schluss für ihn an der Union-Seitenlinie. „Das war eine Saison, die sehr viel Kraft gekostet hat“, sagt Kara mit Blick auf 2017/2018. Nun brauche er eine Auszeit, sagt Kara. Allzu lange wird diese aber wohl nicht dauern. „Ich bin für neue Mannschaften offen“, so Kara.

Union auf Trainersuche

An der Union liegt sein Rücktritt allerdings nicht: „Ich habe den Verein und die Mannschaft ins Herz geschlossen.“ Kara war drei Jahre lang in Lüdinghausen tätig, machte in dieser Zeit seine B-Lizenz als Trainer. So richtig glücklich schien er zuletzt aber nicht gewesen zu sein: „Glücklich ist man immer, wenn man Erfolg hat“, sagt Kara, dessen Union nach sieben Spieltagen Tabellenelfter ist. „Wenn man nicht erfolgreich ist, dann ist man nicht wegen des Vereins nicht glücklich, sondern allgemein.“

Die Verantwortlichen von Union Lüdinghausen sind nun dabei, die Situation zu analysieren. Die Entscheidung von Kara akzeptiere man natürlich, sagt Sportlicher Leiter Daniel Schürmann, der den Rücktritt „aus freien Stücken“ am Mittwoch bestätigte. Er befindet sich nach eigenen Angaben allerdings noch ganz am Anfang der Trainersuche. „Wir wollen nichts übers Knie brechen“, sagt Schürmann. Er sucht nicht nach einer Notlösung, möchte unbedingt einen weiteren Trainerwechsel in der laufenden Saison vermeiden. „Wenn das zwei, drei Wochen dauert, ist das auch okay“, so Schürmann.

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