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BVB kassiert in letzter Sekunde den Ausgleich

Brambauer und Wethmar in der Bezirksliga

In einem Wahnsinnsfinale hat der FC Nordkirchen doch noch einen Punkt gegen den BV Brambauer geholt. Acht Tore fielen am Schloss – beide Teams ärgerten sich über Schiedsrichterentscheidungen. Westfalia Wethmar kann endlich wieder über ein paar Tore jubeln. Ein Verteidiger traf nach seiner Einwechslung sogar doppelt.

Brambauer

, 18.03.2018
BVB kassiert in letzter Sekunde den Ausgleich

BVB-Verteidiger Timo Kollakowski (hinten), hier im Duell gegen Nordkirchens Patrick Trawinski, ärgerte sich nach dem Schlusspfiff über die Schiedsrichterentscheidungen. © Reith

Fußball, Bezirksliga
FC Nordkirchen – BV Brambauer 4:4 (1:2)

Das Gastspiel beim FC Nordkirchen hatte so gut begonnen für den Fußball-Bezirksligisten BV Brambauer. Marcel Bieber (3.) und Marvin Schuster (6.) hatten für einen Traumstart gesorgt. Doch am Ende fühlten sich die Brambauer wie die Verlierer, nachdem Marian Tüns in der Nachspielzeit doch noch zum 4:4 für den FCN einschoss.

Es war ein verrücktes Sonntagsspiel – mit zahlreichen Höhepunkten und einigen kniffligen Entscheidungen. Der erste Höhepunkt war Daniel Bergers Pass auf Marcel Bieber. Der nahm Maß – 1:0 für die Gäste. Die Nordkirchener fanden in Hälfte eins lange nicht gut ins Spiel. Florian Fricke musste in der Innenverteidigung aushelfen – und produzierte gleich den folgenschweren Fehlpass auf Schuster, der aus 20 Metern Sandhowe überwand – der wiederum sah alles andere als glücklich aus.

Kurz vorher hätte allerdings Nils Venneker das 1:1 erzielen müssen. Nach einem Solo und Doppelpass war der Abwehrchef durch, scheiterte dann aber an Brambauers Schlussmann Marcel Schaub. Die Reaktion: Nordkirchens Trainer Issam Jaber schickte Stürmer Jan Rabitsch schon nach 20 Minuten zum Warmmachen.

23. Spielminute, eine dieser kniffligen Szenen: BVB-Abwehrmann Matthias Klemt foult Joachim Mrowiec. Schiedsrichter Christian Jelges sah keine Notbremse, obwohl Klemt letzter Mann war, und begründete das damit, dass Schaub nah war und hätte eingreifen können. Raphael Lorenz zirkelte den Freistoß an die Latte – nicht das letzte Mal für Nordkirchen, das gegen Ende der Halbzeit stärker wurde und durch Mrowiec nach einer Ecke aus spitzem Winkel auch zum Anschluss kam.

Nach der Pause protestierte Brambauer lautstark: Bieber war nach Kontakt mit Fernando Manfredi gefallen. Jelges entschied schnell: kein Strafstoß. Kurz zuvor hatte der FCN durch einen Fricke-Kopfball erneut die Latte getroffen. Fricke verdiente sich seinen Scorerpunkt aber noch. Seine Flanke fand Dalibor Mikuljanac, der zum 2:2 einköpfte. Es war die 69. Spielminute – der Auftakt in die turbulente Schlussphase.

Sieben Minuten später war wieder Fricke im Mittelpunkt. Er räumte Ahmed Ersoy ab. „Er spielt nur den Ball“, beschwerten sich Mikuljanac und Daniel Eroglu lautstark. Und auch der Verursacher des Strafstoßes war sich nicht sicher: „Ich habe den Ball berührt, den Spieler auch. Es ist eine Sekundenentscheidung“, sagte Fricke später. Schuster bedankte sich und verwandelte den Strafstoß sicher.

Zwei Minuten später war Venneker dann nach Eroglus Freistoß zur Stelle (78.), auf der Gegenseite legte Schuster den Ball mit der Hacke auf Arkadij Dannhauer ab – wieder zur Führung für den BVB (83.). Doch sie hielt nicht bis zum Schlusspfiff.

Lukas Mangels war zunächst noch nach Nordkirchens drittem Aluminium-Treffer zu überrascht (90.) – wenig später legte Venneker auf Tüns quer. „Unglaublich! Das musst du über die Zeit kriegen“, sagte Schuster. Und Innenverteidiger Timo Kollakowski ging lachend vom Feld, wollte eine Abseitsstellung gesehen haben. „Da wirste einfach verpfiffen“, sagte er.

Teams und Tore
FCN:
Sandhowe - Venneker, Tüns, Fricke, Manfredi (82. Broszat), Mangels, Eroglu, Mikuljanac, Trawinski (70. Rabitsch), Mrowiec, Lorenz
BVB: Schaub - Diekmann, Kollakowski, Klemt, Coers, Berger, Ehrentraut, Christal (90. Kronenberg), Ersoy, Schuster (90. Westrup), Bieber (65. Dannhauer)
Tore: 0:1 Bieber (3.), 0:2 Schuster (6.), 1:2 Mrwoiec (37.), 2:2 Mikuljanac (69.), 2:3 Schuster (76., Foulelfmeter), 3:3 Venneker (78.), 3:4 Dannhauer (83.), 4:4 Tüns (90.+5)

Westfalia Wethmar – TSC Hamm 5:1 (1:0)

Mit der ersten Offensivaktion gingen die Hausherren in Führung. Robin Coerdt setzte einen Freistoß aus 17 Metern genau in die Ecke (10.). Trotz der frühen Führung setzten die Grün-Weißen nicht nach. Bis zur Halbzeit gab es wenige Chancen. Der Ex-Wethmarer Mohamed Camara setzte kurz vor der Pause einen Freistoß an den Querbalken. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung für die Gastgeber in die Pause.

Direkt nach dem Seitenwechsel setzten die Wethmarer die erste Offensivaktion. Kevin Coerdt legte zu Tim Heptner, doch der scheiterte am Pfosten (46.). Fast direkt im Gegenzug hätte der Ausgleich fallen können. Lukas Skalski scheiterte jedoch an TuS-Keeper Maik Müller.

Bei der nächsten Chance für den Gast machte Müller keine gute Figur. Bei einem Freistoß von Camara kam er zu zögerlich aus dem Tor heraus, Sezer Tütüncüoglu versuchte, Müller zu überlupfen, Paul Mantei rettete aber auf der Linie. Den Nachschuss brachte Rüchan Akman im Tor unter (55.).

Nach knapp einer Stunde wurde Heptner im Strafraum gelegt, den fälligen Strafstoß verwandelte Nico Stork zur 2:1-Führung. Dieser Treffer war eine Vorentscheidung. Die Gäste ließen die Köpfe hängen und ihnen schwand die Lust, sich gegen die drohende Niederlage zu wehren. Patrick Schöpfs Freistoß ließ TSC-Keeper Ibrahim Sariman nach vorne abprallen, sodass der eingewechselte Verteidiger Rafael Felsberg abstauben konnte.

„Der Treffer zum 3:1 war ein Nackenschlag für uns. Danach haben wir aufgehört Fußball zu spielen“, sagte TSC-Coach Erdal Akyüz. Für den Tabellenletzten kam es noch dicker. Nach Zuspiel von Schöpf leitete Heptner den Ball mit der Hacke auf Felsberg, der seinen Doppelpack schnürte (78.). Den Schlusspunkt setzte Heptner mit seinem Treffer zum 5:1-Endstand. Vorausgegangen war ein Fehler in der Defensive der Gäste und die Vorlage von Maik Küchler.

„In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Wir standen gut in der Ordnung. Im zweiten Durchgang ist uns die Ordnung anfangs abhandengekommen. Da waren wir teilweise unsortiert, haben es aber nach dem 2:1 wieder in den Griff bekommen. Wir sind auf einem guten Weg“, so TuS-Coach Rolf Nehling.


Teams und Tore
TWW:
Müller – Pöhlker, R. Coerdt (60. Küchler), Quiering, K. Coerdt, Wantoch von Rekowski (64. Hillmeister), Schöpf, Mantei, Podszuck (46.Felsberg), Heptner, Stork
TSC:Sariman – Taser (46. Akman), Gül, Akyüz, Sahin, Camara, Isiktekin, Tütüncüoglu (46.Skalski), Beniz, Kahric, Polat (70. Metin)
Tore: 1:0 R. Coerdt (10.), 1:1 Akman (55.), 2:1 Stork (61./Foulelfmeter), 3:1 Felsberg (73.), 4:1 Felsberg (78.), 5:1 Heptner (88.)

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