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„Das Team weiß, dass das Spiel nicht gut war“

Handball-Bezirksligist TuS Ickern

Der TuS Ickern steckt in der Handball-Bezirksliga nicht nur im Keller fest, sondern verlor jüngst auch gegen das Schlusslicht Westfalia Herne 2. Woran liegt die Misere? TuS-Trainer Ralf Utech hat diverse Ursachen ausgemacht, wie er im Interview berichtet.

Castrop-Rauxel

, 07.03.2018
„Das Team weiß, dass das Spiel nicht gut war“

TuS Ickern Coach Ralf Utech (l.) hat diverse Gründe ausgemacht, warum es aktuell nicht rund läuft. © Volker Engel

Herr Utech, haben Sie die Niederlage gegen Herne II schon in Ruhe analysiert?

Das Analysieren machen wir immer gemeinsam im Training. Da nutzen wir stets die ersten Minuten, um über das letzte Spiel zu sprechen. Es geht ja auch darum, die Stimmen und die Meinung des Teams einzuholen. Das ist ganz wichtig. Aber ich habe mir natürlich auch schon so meine Gedanken zu diesem Auftritt gemacht.

Waren Sie am Sonntag nach dem Spiel noch als Mentalcoach gefragt, um das Team wieder aufzubauen?

Das passiert bei uns immer von alleine. Die Jungs sind wirklich sehr selbstkritisch, kommen auf uns zu und suchen das Gespräch. Außerdem müssen wir praktisch als eine Art Therapie nach jedem Heimspiel noch eine Stunde lang die Halle aufräumen. Da bleiben wir also noch eine Weile zusammen und kommen so natürlich auch ins Gespräch. Nach dem Herne-Spiel war es aber dann schon sehr ruhig. Das Team weiß, dass das Spiel nicht gut war.

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Haben Sie eine Erklärung dafür, warum das Team im zweiten Durchgang gegen Herne 2 so nachgelassen hat?

Wir haben aktuell kaum noch gelernte Rückraumspieler. Unsere Defensive stand nicht gut. Wir hatten oft zu wenig Tempo in den Aktionen und haben somit keine Lücken herausgearbeitet. Da uns zudem die Tore aus dem Rückraum fehlten, hatten wir große Probleme mit Hernes 6:0-Deckung. Generell haben wir es auch nicht geschafft, unsere Außen freizubekommen. Es waren einige Dinge und in der Summe einfach zu viele.

In den vergangenen zwei Partien kassierte Ihr Team 60 Gegentreffer. Steht jetzt unter der Woche also vermehrt Defensivtraining auf dem Programm?

Ja, das müssen wir auf jeden Fall angehen. Das geht so gar nicht. Gerade zu Hause sind 30 Gegentreffer einfach zu viel. Wir müssen es wieder schaffen, die Außen zuzubekommen. Es kann nicht sein, dass der Gegner da allen Platz der Welt hat. Das ist dann auch eine Frage der Einstellung. Aber auch das weiß das Team. Und ebenfalls ist wichtig, dass wir es wieder vermehrt schaffen, Bälle abzufangen, um dann unserer schnelles Umschaltspiel aufziehen zu können. Das ist eben ohne einen vorherigen Ballgewinn nicht möglich.

Noch ein kleiner Ausblick auf den kommenden Spieltag. Es geht zum Tabellenführer TuS Wellinghofen. Da kann Ihr Team doch nur positiv überraschen, oder?

Es ist eine Phrase, aber: Jedes Spiel beginnt bei Null. Wir sind ohnehin nicht in der Situation, Punkte hergeben zu können. Wir haben gegen Herne 2 zwei Punkte verloren und wollen uns diese gegen den TuS wiederholen.

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