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Drei Vizemeisterschaften für den SuS Olfen bei den NRW-Meisterschaften in Leverkusen

Leichtathletik

Hammerwerferin Sherin Köller überrascht im Schneetreiben von Leverkusen, Rik Amann enttäuscht. Marie Gövert legte ein gutes Rennen hin.

Olfen

03.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Drei Vizemeisterschaften für den SuS Olfen bei den NRW-Meisterschaften in Leverkusen

Sherin Köller warf den Hammer in Leverkusen über 42 Meter weit und wurde damit Zweite in der U20-Hammerwurf-Konkurrenz. © Wolfgang Birkenstock

Um die Titel mitreden wollten die Leichtathleten des SuS Olfen vor den NRW-Hallenmeisterschaften und NRW-Winterwurfmeisterschaften in Leverkusen eigentlich nicht. Doch am Ende stand etwas überraschend dreimal Silber für die SuSler auf der Ergebnisliste.

U20-Hammerwerfer Rik Amann verpasste sogar den Titel knapp. Eigentlich war klar, dass der SuS-Leichtathlet des Jahres 2018 nicht mehr als Platz zwei erreichen könnte. Doch die Leistung von Konkurrent Moritz Leiting vom LAZ Rhede schwankte. Er kam nur auf 46 Meter – eine Leistung, die Amann normalerweise zu jeder Tages- und Nachtzeit werfen kann. Doch im Schneetreiben in Leverkusen lief bei dem Olfener so gut wie gar nichts. Nach fünf ungültigen Versuchen kam er am Ende noch auf 43,66 Meter. So recht freuen konnte sich der 18-jährige SuSler über die Vizemeisterschaft deswegen nicht richtig.

Ganz im Gegensatz dazu lieferte Sherin Köller (U20) eine sehr gute Serie mit dem Vier-Kilogramm-Hammer ab. Mit 42,79 Metern holte sich sie sich die Vizemeisterschaft und hakte damit auch sogleich die Norm für die Deutschen Freiluft-Jugendmeisterschaften in Ulm ab. In demselben Wettbewerb kam Kira Schlierkamp mit ansprechenden 36,23 Metern auf Rang vier und verpasste die Bronzemedaille nur recht knapp. SuS-Werfertrainer Franz-Josef Sträter war am Ende auch hin und hergerissen: „Sherin hat sich richtig gut verkauft und mich auch ein wenig überrascht. Bei Rik ist eigentlich deutlich mehr drin. Zwei Tage vorher hat er bei Schneefall in Olfen noch reihenweise Würfe um die 48 Meter hingelegt.“

Etwas mehr erwartet hatte Sträter auch von Leonie Bördeling, die bei der weiblichen Jugend U18 am Sonntagmorgen an den Start ging. Mit 30,34 Metern kam sie im fünften Versuch noch über die 30-Meter-Marke, die Platz sechs bedeuteten. Im Training hat sie aber auch schon gezeigt, dass sie deutlich weiter werfen kann.

Marie Gövert hält sich gut

Nicht dem Schneetreiben ausgesetzt war Marie Gövert, die den 800 Metern den Vorzug gegenüber den 1500 Metern auf dem Hallenoval gegeben hatte. Allerdings hatten von den gemeldeten fünf Athletinnen in der U18 lediglich zwei ihre Startzusage abgegeben, so dass die Veranstalter den Lauf mit der U20 zusammenlegten, wo auch nur vier Athletinnen an den Start gingen. Es kam dann, wie es kommen musste. In einem typischen Meisterschaftsrennen wurde auf den ersten beiden Runden gebummelt, bevor 300 Meter vor dem Ziel das Rennen an Fahrt aufnahm. Erfreulich: Gegen die teilweise vier Jahre älteren Gegnerinnen hielt Marie Gövert im langen Spurt gut mit und kam am Ende im Gesamteinlauf auf Rang fünf in 2:26,76 Minuten, wobei sie die letzten 400 Meter in 70 Sekunden zurückgelegt hatte. Das reichte dann zur NRW-Vizemeisterschaft in der U18.

Ihr Trainer Bernhard Bußmann war auch zufrieden mit dem Auftritt: „Marie war die Athletin, die im Vergleich zur ihrer absoluten Bestzeit die geringste Zeitdifferenz aller Teilnehmerinnen bei diesem Bummelrennen aufzuweisen hatte. Ein Beweis dafür, dass sie durchaus viel schneller die 800 Meter zurücklegen kann. Von daher war ein solches Rennen für ihre weitere Entwicklung enorm wichtig.“ Für sie ist die Hallensaison damit schon beendet.

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