Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ein Lokalderby kennt keinen Favoriten

LÜNEN Siegfried Rummel (19. 7. 1958) ist im zweiten Jahr Co-Trainer des Verbandsligisten BV Brambauer. Der Waltroper kommt gerade im Sommer liebend gern mit dem Fahrrad in die nahe Glückauf-Arena. Am Sonntag steht das Lokalderby gegen den Lüner SV an. Er schaut exklusiv für die Ruhr Nachrichten in einem Gastkommentar auf das Spiel voraus.

von Gastkommentar von Siegfried Rummel

, 28.11.2007
Ein Lokalderby kennt keinen Favoriten

Siegfried Rummel in seinem Gastkommentar: "Unser Kunstrasen muss nicht von Vorteil sein."

Klipp und klar steht für mich fest: Der Tabellenstand oder ein Heimvorteil machen noch keinen Favoriten. Das hat man in der letzten Saison in der Bundesliga gesehen. Alle dachten, Dortmund gegen Schalke, das ist doch eine klare Geschichte. Aber dann siegten die Borussen 2:0 und Schalke wurde kein Meister. Es gibt nicht wenige, die vor dem Duell mit dem Lüner SV sagen: „Die müsst ihr schlagen!“ Das ist alles Blödsinn. Denn selbst unser Kunstrasen muss nicht von Vorteil sein. Wir spielen und trainieren jeder Woche darauf. Für uns ist das normal. Kommt ein Gegner, der keinen Kunstrasen und vielleicht auch nicht das Können hat, spielt er sich auf so einem schönen Geläuf richtig in den Spaß hinein. Das haben ich als Trainer von TuRa Bergkamen erlebt. Da haben wir einige Heimspiele trotz des Vorteils Kunstrasen verloren. Den Lüner SV habe ich in diesem Jahr dreimal gesehen. Bei unserem 5:2 beim Turnier in Horstmar waren wir klar die stärkere Mannschaft. Beim 2:2 im Eröffnungsspiel in Schwansbell waren wir 85 Minuten die bessere Mannschaft, führten verdient 2:0. Wer dann aber, wie die Lüner, in der Nachspielzeit binnen acht Minuten noch ein 0:2 aufholt, der hat auch den Punkt verdient. Am Samstag habe ich die Lüner bei ihrem 1:1 im Nachholspiel gegen Siegen beobachtet. Das war die stärkste Vorstellung, die ich bisher von ihnen gesehen habe. Es fehlten einige erfahrene Stammspieler. Aber vielleicht setzten sich die vielen jungen Akteure gerade deshalb um so mehr ein.         

Lesen Sie jetzt