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Gold für Alfred Achtelik - Blech für Rüdiger Lenz

Leichtathletik

Bei Alfred Achtelik überwiegt die Freude über den nächsten Deutschen Meistertitel nicht gerade. Der Grund ist eine Verletzung. Olfens Rüdiger Lenz hat Pech in der Weitsprung-Grube.

Nordkirchen, Olfen

, 03.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Gold für Alfred Achtelik - Blech für Rüdiger Lenz

Alfred Achtelik übersprang in Halle an der Saale vier Meter. © Ralf Görlitz

Über seinen Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Halle an der Saale sprach Stabhochspringer Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen zunächst gar nicht. „Ich bin zwiegespalten“, sagte Achtelik am Sonntag. Denn im Abschlusstraining am Freitag hatte Achtelik erstmals Schmerzen im linken Fuß verspürt. Und die hielten sich auch am Wettkampftag am Samstag hartnäckig. „Ich hoffe, dass sich das nicht wieder bis zur WM zieht“, sagte er. Die Weltmeisterschaften finden am 28. März statt. Dann will der Nordkirchener topfit sein. „Natürlich muss da erst einmal ein Arzt draufgucken, aber barfuß habe ich derzeit echt Probleme, zu gehen“, so Achtelik, der in einer vorsichtigen Selbstdiagnose befürchtete, dass die Schmerzen von der Plantarsehne im Fußgewölbe herrühren.

Schmerzen hemmen Alfred Achtelik

Die Schmerzen führten im Wettkampf dann dazu, dass Achtelik gehemmt sprang. „Es fehlt der letzte Kick, wenn du weißt, dass du Schmerzen beim Absprung produzierst“, erklärte Achtelik, der trotzdem wieder mal bei glatt vier Metern eingestiegen war.

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Und die Einstiegshöhe wurde gleich zum Nervenkrimi. Erst im dritten Versuch packte er die Höhe. „Ich habe etwas gebraucht, bis der Anlauf passte“, sagte er. Dabei hätte er auch mit 3,50 Metern schon gewonnen. Die Konkurrenten scheiterten alle an dieser Höhe. Silber ging also mit 3,40 Metern weg - Achtelik holte den Titel mit 4,00 Metern. Das sind Welten im Stabhochsprung. „Solche Argumente höre ich immer wieder“, sagte Achtelik. Doch so zu gewinnen, ist nicht sein Ziel. „Ich möchte auf einem Level springen, mit dem ich meine Leistungsfähigkeit zeige. Man möchte der internationalen Konkurrenz auch zeigen, was man kann, und dass ich da bin, wo ich hinwill“, sagte Achtelik. Die Botschaft diesmal: Auch verletzt ist er in der Lage, über vier Meter zu fliegen.

Rüdiger Lenz macht es im letzten Sprung noch einmal spannend

Bei Thomas Müller (nein, nicht der Fußballer des FC Bayern) von der TSG Markkleeberg (Landkreis Leipzig) dürfte das Herz beim sechsten Sprung des Olfener Rüdiger Lenz bis in die Spikes gerutscht sein. Lenz war mit 5,33 Metern Fünfter vor dem letzten Durchgang der Weitsprung-Konkurrenz in der Altersklasse M50, Müller lag mit 5,52 Metern auf dem Bronzerang. Und dann ging Lenz‘ letzter Sprung richtig weit in die Grube. Gültig. Es wurde eine Zentimeter-Entscheidung. 5,49 Meter maßen die Kampfrichter. Lenz blieb der bittere vierte Platz. Statt Edelmetall aus der Halle in Halle mitzunehmen, wurde es nur Blech.

Gold für Alfred Achtelik - Blech für Rüdiger Lenz

Rüdiger Lenz sprintete über 60 Meter als Fünfter über die Ziellinie. © Ralf Görlitz

Zuvor war Lenz eine sehr konstante Serie gelungen, bevor er mit dem letzten Sprung noch einmal einen Satz nach vorne machte. Vier Sprünge beförderte er konstant auf die winzige Spanne zwischen 5,29 Metern und 5,33 Metern. Der vierte Durchgang (4,97 Meter) fiel leicht ab, der sechste Durchgang war dafür der gewünschte Ausreißer nach oben.

Konstante Sprintleistungen

Konstanz war auch das Wort, das die Leistung des Olfeners im Sprint gut beschreibt. Über 60 Meter qualifizierte sich Lenz am Samstag als Dritter seines Vorlaufs und als Achter des Feldes noch für das Finale. Hier bestätigte er dann exakt seine 8,02 Sekunden aus dem Vorlauf, hielt seine Zeit aber, während die Konkurrenz langsamer wurde. Das katapultierte ihn auf dem Zielfoto von Rang acht auf Platz fünf.

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