Der SuS Kaiserau lehnt eine Teilnahme an der Super League ab - und will die verpassten Einnahmen durch Bierkonsum ausgleichen. © dpa
Fußball

Klare Meinung zur Super League: SuS Kaiserau will verpasste Einnahmen durch Bierkonsum kompensieren

Zwölf europäische Top-Klubs kündigen die Gründung eines neuen internationalen Vereinswettbewerbs an: die Super League. An der Basis sorgt das für viel Unmut. Der wird in Kaiserau mit Humor überspielt.

Am vergangenen Sonntag ließen die Topklubs aus den Fußballligen in England, Spanien und Italien die Bombe platzen. Schon in diesem Jahr soll ein neuer internationaler Vereinswettbewerb starten: die European Super League, die in erster Linie als Konkurrenz-Veranstaltung zur Champions League ausgetragen werden soll.

Teilnehmen darf an diesem Wettbewerb neben den zwölf Gründervereinen nur ein ausgewählter Kreis an Teams, die von der Liga eine Einladung erhalten. Die deutschen Klubs FC Bayern und Borussia Dortmund lehnen eine Teilnahme an der Super League ab. Die Ankündigung dieses Wettbewerbs hat ein enormes Medienecho ausgelöst. Nicht nur von der Fifa und der Uefa sind die Pläne massiv kritisiert worden.

Am Dienstagabend kamen Gerüchte auf, dass gleich drei Gründungsmitglieder aus England nun einen Rückzieher machen werden. Manchester United, Manchester City und der FC Chelsea überlegen laut verschiedener Medienberichten, doch nicht mehr an der Super League teilzunehmen. Die Amateurvereine im Kreis Unna hatten von Beginn an eine klare Meinung zu dem Vorhaben der Klubs.

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BRB und SuS Rünthe teilen Beiträge auf ihren Social-Media-Kanälen

Auf den Social-Media-Seiten der Vereine machten manche Klubs ihrem Unmut Luft und stellten unmissverständlich klar, was sie von dem Vorhaben von Real Madrid und Co. halten. A-Ligist Blau-Rot Billmerich etwa teilte ein Foto, das vor einem Freundschaftsspiel zwischen dem Club Africain und Paris St. Germain im Jahr 2017 entstand.

Blau-Rot Billmerich lehnt die Super League ab. © Screenshot BRB © Screenshot BRB

Die heimischen Fans präsentierten dabei ein Transparent, auf dem zu lesen war: „Created by the poor, stolen by the rich“ (auf deutsch: Geschaffen von den Armen, gestohlen von den Reichen). Das Foto erlangte im Zuge der Super-League-Pläne jetzt neue Aufmerksamkeit.

SuS Kaiserau lehnt die Teilnahme an der Super League ab

Der Unnaer A-Ligist teilte das Bild unter dem Hashtag #NoToEuropeanSuperLeague. Auch der B-Ligist SuS Rünthe beteiligte sich an den Protesten und postete ebenfalls ein Bild, das mehr sagt als Worte.

Beim SuS Rünthe brauchen sie nur wenig Worte, um ihre Meinung zur Super League auszudrücken. © SuS Rünthe © SuS Rünthe

Das Social-Media-Team der Landesliga-Mannschaft des SuS Kaiserau hat sich in dieser Sache hingegen sehr kreativ gezeigt. Zusammen mit Borussia Dortmund, Bayern München und Paris St. Germain hat sich der Klub „gegen die Teilnahme an der europäischen Super League entschieden und die Aufnahme verweigert“, schreibt der SuS auf seiner Facebook-Seite.

Der Kapitän der Mannschaft, Timo Milcarek, meldet sich zu Wort: „Auf die 225 Millionen Euro Startgeld können wir verzichten, weil wir alle zusammen stehen und nach Corona so viel Bier im Vereinsheim verzehren, dass dieser Betrag ausgeglichen wird.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann