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Korfball: Das Lächeln kehrt zurück

BRNO Am Ende konnten sie dann doch wieder lächeln. Am Ende, nach dem Schluss ihres siebten und letzten Auftritts bei der Korfball-Weltmeisterschaft.

von Von Carsten Loos

, 12.11.2007
Korfball: Das Lächeln kehrt zurück

Christina Melis (rechts), hier in dem letzten Vorbereitungsspiel gegen die niederländische Distrikt-Auswahl Süd-West, spielte in fünf WM-Spielen und warf dabei drei Körbe.

Mit dem 19:9-Sieg über Indien sicherte sich die deutsche Nationalmannschaft in Brün (Tschechische Republik) den elften Platz. Und gewannen, des enttäuschenden Abschneidens zum Trotz, womöglich lang vermisstes Selbstvertrauen zurück.

"Das war ein gutes Zeichen", sagte denn auch Co-Trainer Thomas Kupka nach der Rückkehr. Die Inder hätten den aufgestauten Ärger der deutschen Spieler zu spüren bekommen, hieß es hernach in einer Stellungnahme der Internationalen Korfball-Förderation (IKF), "nach zuvor einigen unglücklichen Niederlagen". Kupka: "Unsere Mannschaft hat richtig durchgespielt, und gezeigt, was sie wirklich kann."

Überhaupt heimsten die Deutschen zum Ende der WM einiges an Lob ein, auch wenn der elfte Platz die Enttäuschung des achten Rang aus dem Jahr 2003 noch einmal unterbot. So betonte die IKF, Deutschland hätte "modernen Korfball" gezeigt. Auch wenn der vom Ergebnis her nicht immer zu Erfolgen geführt hätte.

  Der Lohn: Deutschland wurde noch in Brün vom alten und neuen Weltmeister Niederlande zu einem Turnier im nächsten Jahr eingeladen. Und auch Spanien, Portugal und Australien wollen sich bald mit der Mannschaft von Trainer Thorsten Cramer messen.

Einige andere Spieler wieder dabei?

Bei einem derlei "sportlich attraktiven Kalender" hofft Kupka denn auch, dass "einige Spieler dann wieder dabei sind, die diesmal nicht dabei sein konnten." Er meinte damit nicht nur Athleten von Verbandsliga-Meister KV Adler Rauxel, wie etwa Antje Elverich oder Martin Schwarze, sondern auch Fabian Rodenbach. Der Schildgener habe schließlich bei der Europameisterschaft 2006 gezeigt, dass er die Nationalmannschaft durch kritische Situationen lenken könne, erklärte Kupka.

Trotz des Lobs, Kupka räumte ein, dass das Abschneiden mit dem elften Platz "unbefriedigend" sei: "Wir haben schon erwartet, unter die Top 8 zu kommen." Weshalb er sich auch bei den vielen Korfball-Anhängen bedanken wollte, die in den verschiedenen Internet-Forum mit "aufmunternden Worten" Mut gemacht hätten.

Russland ersetzt Deutschland

In der Rückschau zeigt sich übrigens, dass die deutsche 12:13-Niederlage in der Vorrunde gegen Russland letztlich entscheidend für das Abschneiden der Deutschen war. Sieben der acht erstplatzierten Mannschaften der WM 2003 landeten auch diesmal wieder unter den ersten Acht. Nur Deutschland fehlte; dafür rückte der WM-Neuling Russland (6.) nach.

  

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