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Kreisvorsitzender Weischenberg wehrt sich gegen Reduzierung der Kreise

Fußball

LÜNEN Die Vorschläge des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen stoßen nicht unbedingt auf bedingungslose Gegenliebe. "Ich denke, dass nicht alles machbar sein wird", zweifelt Horst Weischenberg, Vorsitzender des Fußballkreises Unna/Hamm.

05.08.2010

Eine FLVW-Arbeitsgruppe hatte unter der Leitung von Gundolf Walaschewski den Fußball-Entwicklungs-Plan (FEP) erarbeitet und im Rahmen des Verbandstages vorgestellt. Im Kern beinhaltet dieser eine Verschlankung der derzeitigen Strukturen als Reaktion auf den demografischen Wandel, mit dem Ziel, durch eine stärkere Regionalisierung wieder mehr Wettbewerbsfähigkeit herzustellen. Neben der Reduzierung der Kreise um ein Drittel käme die Zusammenführung beider Westfalenligen zu einer Staffel, dafür sechs Landes- und zwölf Bezirksligen.

Dies wiederum würde eine Reduzierung der Aufsteiger aus den Kreis- in die Bezirksligen von 46 auf 36 nach sich ziehen. Nicht jeder Meister hätte damit also automatisch einen Anspruch auf den Sprung in die nächsthöhere Klasse, Aufstiegsrunden würden die Regel. Durch die Reduzierung der Kreise würden mehr Klubs im Kreis Unna/Hamm spielen, schließlich kämen die Vereine, die bisher Dortmund oder Lüdinghausen zugeteilt sind, dazu. Kreis Unna/Hamm mit 13 neuen Mannschaften

Eine solche Erweiterung könnte, zumindest vorübergehend, drei A-Kreisligen zur Folge haben - aber eben keine Aufstockung der Zahl von momentan zwei Aufsteigern. Womit Weischenberg ein prinzipielles Problem hätte: "Für mich sollte es immer so sein, dass der Meister auch aufsteigt." Ohnehin hält es der Kreisvorsitzende nicht für angebracht, alle Kreise über einen Kamm zu scheren. "Bei uns gibt es keinen Rückgang, bei uns gibt es 13 neue Mannschaften und einen neuen Verein (Westfalia Unna, d. Red.)." Besonders stößt sich der Oberadener allerdings an dem FLVW-Vorschlag, die Unparteiischen angesichts des Schiedsrichtermangels in einem eigenen Verein zu bündeln, damit die Klubs nicht mehr für die Abstellung der Schiris verantwortlich wären. "Dagegen werden sich die Kreisvorsitzenden vehement wehren", wünscht sich Weischenberg, dass die Referees bei den Fußballvereinen verbleiben. Die Stimmung in seiner Kreis-Führungsriege wird Weischenberg in rund drei Wochen ausloten. Dann steht der FEP auf dem Programm einer Vorstandssitzung.

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