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Michaela Eisenmenger - Schweden statt Schwerte

Schwerter Sportgeschichten

SCHWERTE In ihrem Schwerter Sportbuch porträtieren Ralf und Frank Finke sowie Rüdiger Ganske mehr als zwei Dutzend Schwerter Sportler. Auszüge aus diesen Porträts präsentieren wir Ihnen exklusiv. Heute ist Michaela Eisenmenger an der Reihe, eine aus dem 1. VC Schwerte hervorgegangene Volleyballerin, die es mittlerweile in den hohen Norden verschlagen hat.

09.10.2009

Es ist Freitagmorgen, kalt und windig in der Birger Jarlsgatan, einer Straße mit schönen klassizistischen Häusern mitten in Stockholm. Michaela Eisenmenger sitzt in einem Cafe mit den typischen hellen Holzmöbeln und begrüßt mich mit "hej hej" (Hallo oder Guten Morgen). Sie macht einen entspannten und zufriedenen Eindruck - sie ist mit ihrer Familie in der neuen Heimat "angekommen". Die 42-jährige Schwerterin lebt seit fünf Jahren mit ihrem Mann und ihren beiden Jungen in der schwedischen Hauptstadt an der Ostsee.

Warum gerade Stockholm? Die ehemalige Profi-Volleyballspielerin Michaela Vosbeck und ihr Ehemann Mathias Eisenmenger hatten eine typische Wochenendbeziehung und lebten "aus der Tasche". Aufgrund des Sports - Mathias spielte hochklassig Basketball - war der Wohnort sekundär, "man traf sich". Mit Geburt der Kinder stellten sie sich die Frage, wo sie leben und wo die Kinder zur Schule gehen sollten. Ehemann Mathias ist als freier Architekt unabhängig.Umzug an die Ostsee nie bereut Nach Besuchen mehrerer Deutscher Schulen in europäischen Großstädten fiel die Wahl auf Stockholm. Eine den beiden bis dahin unbekannte Stadt in einem unbekannten Land mit einer völlig fremden Sprache. Bereut haben sie es nie. Die Kinder wachsen zweisprachig auf und die Eltern erlernten die schwedische Sprache in Kursen und durch die tägliche Praxis. Damit war die Integration in die schwedische Gesellschaft schnell geschafft.

Bereits im Alter von zehn Jahren wurde die RTG-Schülerin Michaela Vosbeck für den Volleyballsport geworben. Und aufgrund der optimalen Physis und ihres Talents kam sie schnell in eine besondere Sportförderung. Neben der Schule verlebte sie ihre Kindheit in der Sporthalle. "Man war öfter in der Halle als zu Hause." Volleyball wurde gelebt und Freundschaften kamen aus dem Sportumfeld. 1985 kam der wichtigste ErfolgZusammengehalten wurde die "Volleyballfamilie" von der ehemaligen Nationalspielerin und jetzigen Trainerausbilderin Heidi Lamschik (geborene Keil), der Michaela "nicht nur sportlich viel zu verdanken" hat. Mit dem VC Schwerte wurde sie mehrmalige Deutsche Meisterin im Jugend- und Juniorinnen-Volleyball - so auch 1985. Das war einer ihrer wichtigsten sportlichen Erfolge, die unerwartete Deutsche Meisterschaft gegen die hoch favorisierten Lohhoferinnen - ein Gegner in Personalunion mit der Deutschen Juniorinnen-Nationalmannschaft. Schwerte konnte dieser technischen und physischen Klasse nur die mannschaftliche Geschlossenheit entgegensetzen und gewann überraschend.

Trotz des sportlichen "Höhenfluges" vernachlässigte Michaela Eisenmenger nicht ihre berufliche Entwicklung und arbeitete nach Abschluss der Fachhochschule für Verwaltung als Verwaltungsbeamtin im Kulturamt der Stadt Schwerte. Später schloss sie noch ein Lehramtsstudium an.Das "Schwerter Sportbuch" mit dem Titel "In Sport hatte ich 'ne 5" von Ralf und Frank Finke sowie Rüdiger Ganske erscheint am 26. Oktober.

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